16. Oktober 2023



Die Geburtsstunde von "Wild Horses".

»A welcome ceremony awaited Marlon back at Cheyne Walk, including a musical tribe of mystics from Bangladesh. They chanted as the baby was brought into the house, dropping rice and rose petals from the oak balustrade. Robert Fraser was there with a crib hand-painted in psychedelic colors. "Everybody was slashing me when I had Marlon," Anita told Victoria Balfour, "saying, "You must be crazy to have children."" They criticized everything, even the milk bottles she used to feed him.

Keith had an easier time. "Keith would pick him up from his crib and whisper to him about all the things they would do together one day once he got a little bigger. 'You and me baby..... We've got the whole world together. We don't need nobody else." But Keith's time with the baby was cut short. He was needed in LA with the rest of the band to record their new album, Let It Bleed. And the Stones' American tour-their first in over three years-was due to start on November 7, 1969. A fragile newborn couldn't join him on the road. Keith would have to leave his lady at home. Keith hated abandoning Anita at this hour. They'd been doing so well together, and last year's heartbreak seemed forgotten and resolved. Now his heart broke again over the looming departure, and he poured all that longing into writing "Wild Horses." "I wrote this song because I was doing good at home with my old lady," he would tell Stanley Booth in December 1969. "I wrote it like a love song."

Keith ignored the troops of groupies that trailed him that tour. "Whenever we got to a hotel, he was calling her," confirmed Sam Cutler. "He desperately missed Anita. He pined for her.... He was never unfaithful to her. I was with him every minute of the day of the 1969 tour and he was never with any other women. He was a one-woman-man - a great romantic and a gentleman."«


Elizabeth Winder, Parachute Women, S. 191

15. Oktober 2023







Und so ging ich wieder zurück durchs Portal in der Hermannstraße, bog links und fing beim Gehen ein paar ansprechende Ecken ein.



15. Oktober 2023







So ne versteckte Ecke mit Grabsteinhaufen und fröhlichem Graffiti.

15. Oktober 2023







Nahaufnahme der Mauer, die auf dem Landschaftsfoto ganz klein rechts hinten zu sehen ist. Da war ich nun am anderen Ende angelangt und es gab keinen Ausgang, nur ein Loch im Mauerwerk, da hätte ich unten, am Erdboden entlang durchschlüpfen können, wollte mir aber meinen Mantel nicht versauen. Dann weiter nach links, da saß im Gebüsch in der Sonne ein Junkie, der sich gerade eine Spritze setzte, er schien mich gar nicht zu bemerken, ich ging einfach vorbei. Das ist ja doch irgendwie ein intimer Vorgang. Ich musste kurz an meine Lektüre denken, "Parachute Women", über die Stones Frauen. Gerade in den letzten Kapiteln, wo ich nun bin, gibt es keine drogenfreien Passagen. Vor allem bei Keith und Anita. Alles keine Neuigkeiten, relativiert aber zwangsläufig die Beurteilung von Junkies. Tristesse in allen Gesellschaftsschichten. Mir sind Junkies emotional näher als Kokser, weil ich glaube, dass Heroin von Sensibelchen bevorzugt wird, Koks aber von Macht- und Erfolgsfixierten. Ich bin zum Glück für beides nicht verführbar. Ich ging weiter und hielt noch mal Ausschau nach einem Hinterausgang. Die Mauer ging in einen Zaun über, da war dann ein verschlossenes Tor, ich ging wieder Richtung Hermannstraße.

15. Oktober 2023



Die für mich noch größere Überraschung bei meinem Rundgang ist hier zu sehen und erklärungsbedürftig. Für Unwissende muss das ein beliebiges, nicht weiter aufregendes Bild von einer uncharakteristischen Durchschnittslandschaft mit Bäumen und blauem Himmel sein. Man muss sich das Areal ungefähr in der Größe von einem Fußballfeld vorstellen. Ein wilder Acker mit Gras, Gestrüpp und Disteln, komplett menschenleer. Zumindest auf den ersten Blick. Die Überraschung besteht darin, dass sich dieses verlassene Stück Natur ungefähr dreieinhalb Minuten Fußweg von der U-Bahn-Halte Leinestraße befindet, einer Ecke von Berlin, die komplett das Gegenteil von menschenleer und verlassen ist. Es ist ein Gewusel ohne Ende. Auf einmal hörten innerhalb des mit einer Mauer begrenzten Friedhofs die Gräber auf, und es gab nur noch diese große, freie Fläche mit sich überlassener Natur und mich.

15. Oktober 2023



Gemütliche Herbststimmung. Die erste Überraschung habe ich nicht fotografiert, nämlich einen Bereich, wo vorwiegend Gräber mit türkischen Namen sind. Die Überraschung ist in dieser Ecke von Berlin freilich nicht, dass zahlreiche Menschen mit türkischem Ursprung hier ihre letzte Ruhe gefunden haben, oder dass Fotos auf den Grabmalen sind. Neu ist mir die ausgiebige Möblierung mit modernen Outdoor-Lounge-Möbeln als Sitzgelegenheiten an den Gräbern. Bequeme Sessel und Sofas, die mit maßgeschneiderten Regenschutzumhüllungen bekleidet sind. Es war recht gut besucht.







15. Oktober 2023



Ungeplanter Streifzug gestern. Ich nehme auf dem Weg zu meinem Atelier jetzt meistens die U8-Haltestelle Leinestraße mit dem Ausgang Richtung Thomasstraße, und laufe dann eine Weile die Hermannstraße nach Süden, bis zur Ecke Schierker Straße. Am Samstagnachmittag gab es warme Herbstsonne und ich wollte mal anders laufen. Meine Idee war ein Schlenker über den St. Thomas-Friedhof, bis ganz nach hinten, in der Hoffnung, dass da ein Ausgangstor ist, und dann nach rechts bis zur Schierker. Verlief etwas anders, aber schön und überraschend. Das barocke Eingangsportal an der Hermannstraße erfreut mich immer wieder.





14. Oktober 2023

P.S. Schönes Wochenende! ☮ Peace & Love.

14. Oktober 2023



Bin wiederhergestellt und besuche nach fünf Tagen meine Werkstatt. Die Sonne blendet mich, während ich das tippe, also raus vor die Tür. Ich habe ein Album angelegt, in dem zu sehen ist, was ich dort die vergangenen acht Jahre fabriziert habe. Ganz schön viel! Ich mache mir Gedanken.

13. Oktober 2023

Helmut Krausser "TRENNUNGEN. VERBRENNUNGEN." Eselsohr Seite 151, Piper Taschenbuch

Leo und Iris verbrachten Sonntagnachmittage im Spätherbst gewöhnlich mit einer Netflix-Serie und Honig-Ingwer-Tee. Sie mußten oft lange suchen, bis sie eine Serie fanden, die beide gleichermaßen interessierte. Für Iris kam nichts mit Mord und Zombies und Fantasy in Frage, Leo hatte nichts für Sozialdramen und Comedy übrig. Irgendwie hatte man sich stets auf etwas geeinigt, das erträglich war, aber keinen von beiden wirklich begeisterte. An diesem Sonntag wurde Leo bewußt, daß sich eine gute Beziehung gar nicht so sehr im Bett wie vor dem Fernseher entscheidet. Irgendwann, überlegte er, werden die Kompromisse auf dem Mittelweg zuviel. Eine Begeisterung, die man mit dem Partner nicht teilen kann, schrumpft, wenn man sie quasi in sich hineinfressen muß. Sie liegt dann schwer im Magen, und statt Euphorie stellt sich das Gefühl ein, nicht verstanden, nicht beachtet zu werden. Hinzu kam, daß Iris aß. Nicht nur, daß sie vorhin im Café ihren ganzen Frühstücksteller, von diesem Alibi- Toast mal abgesehen, leergefuttert hatte, eben hatte sie vor dem Fernseher einen halben Liter Haselnuẞeis verdrückt, und jetzt holte sie sich auch noch getrocknete Feigen. Entweder war das, fand Leo, eine Kriegserklärung oder extrem unaufmerksam an einem Tag, an dem er sie, wenige Stunden zuvor, darum gebeten hatte, ein bißchen auf sich achtzugeben. Er reagierte, indem er nicht wie vorgesehen die siebte Staffel der Mad Men aufrief, sondern die erste Staffel der von ihm heißgeliebten Walking Dead. Die wollte er sich immer schon ein zweites Mal reinziehen. Iris machte große Augen.

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