24. Februar 2026

Ich will das Dessert, das der Streber gerade beim Perfekten Dinner in Hamburg serviert hat.

24. Februar 2026

Also der Klempner war da. Leider Gottes hat er nur den Kaltwasserzähler unter der Küchenspüle ausgetauscht, der andere Kaltwasserzähler im Bad ist turnusmäßig noch nicht dran! Wann hat sich denn bloß dieser Turnus dergestalt verschoben, dass die vier Wasserzähler, zweimal kalt, zweimal warm, divenhaft alle einzeln einen extra Turnus beanspruchen? Waren da mal welche zeitverschoben kaputt und wurden einzeln ersetzt und sind dann aus dem Tritt gekommen? Muss wohl. Aber immerhin war er zeitig da, schon gegen 7:15 Uhr, also nicht umsonst so früh aufgestanden. Passend zum frühen Aufstehen hatte ich nun auch schon um zwölf Hunger auf Mittagessen und heute, gerade eben, gab es die Entschädigung für die langweilige Mahlzeit von gestern. Bei jedem Bissen hob sich meine Laune. Es gab Königsberger Klopse! Mit Kartoffelbrei und Kapernsoße und Rote Bete-Salat ohne Schnickschnack. Habe mir dann nur noch schwarzen Pfeffer über die Klopse gemahlen. Zehn von zehn Punkten! In der Nachtischabteilung war leider nichts nach meinem Geschmack dabei, den Fehler mit dem Milchreis mache ich kein zweites Mal. Die italienische Servicemitarbeiterin hat mich wegen der Verwechslung von gestern ausgiebig bedauert, das tat sehr gut. Italiener haben einfach ein angeborenes Gastro-Gen, um mal ein Vorurteil mit knallharten Fakten zu unterfüttern. Sie stellt mir immer gleich wenn sie mich kommen sieht, proaktiv eine Cola hin. Beste Kraft! Meine Güte, waren diese Königsberger Klopse heute gut!

24. Februar 2026

Warten auf den Klempner.

23. Februar 2026

Kleinere Abweichungen im erwarteten Tagesablauf bei diversen langweiligen Terminen. Aber wohl eine Art von Langweiligkeit, die man später, in gebrechlicheren Phasen zurückwünschen wird. In stetem Gedenken an Peter Ustinov: ""Now are the good old days that we will long for in ten years."

Mein heutiges Rendezvous mit Dr. Nicolai van der Meer scheiterte an einer Unpässlichkeit seinerseits. Wovon ich erst vor Ort in der neurologischen Praxis erfuhr, weil ich keine rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit via Telefon biete. Aber ich bekam ein Rezept für höher dosiertes Eletriptan Blue Fish, eine Fachärztin stellte es ohne großen Palaver aus und drückte es mir noch im Wartezimmer in die Hand.

Zum Mittagessen probierte ich das nicht-vegetarische Tagesgericht mit Putenbrust und Taboulé und Avocadocreme und meinte als Dessert einen Quark mit Roter Grütze erstanden zu haben. Mir war nicht mehr präsent, was Taboulé ist. Dementsprechend enttäuscht kaute ich auf den trockenen Couscous-Krümeln herum, die keineswegs in Petersilie eingebettet waren. Es war staubtrockenes Couscous mit einem Hauch Curry und ein paar klitzekleinen Paprikaschnipseln. Langweilig. Die Avocadocreme hats auch nicht rausgerissen. Hatte noch frischen Ingwer dabei, reingeschnippelt, hat es auch nicht zum Geschmackserlebnis transformiert. Und zu meinem kulinarischen Überdruss stellte sich dann noch raus, dass es kein Quark oder Joghurt mit Roter Grütze war, sondern Milchreis, was ich mir als Nachtisch mitgenommen hatte. Ich finde Milchreis unerträglich, auch schon als Kind, eine sterbenslangweilige, süßliche Pampe ohne Biss. Habe die rote Grütze drunter weggelöffelt und den Rest in den Mülleimer.

Nächste Langweiligkeit: über zwei Stunden versucht, Trocknerheld zu erreichen, also die Mitarbeiter, die meine Baustelle kennen und wissen könnten, ob es nun zum Einbau der neuen Revisionsklappe kommt, wie dereinst für morgen vereinbart. Nach zig Anrufversuchen und Rückrufbitten den Mann der Stunde dran gehabt, er ist ja immer nett, aber er konnte nur kund tun, dass es nix wird mit dem Termin morgen, weil die Revisionsklappe mit den Spezialmaßen leider nicht so schnell lieferbar war, aber defintiv am 2. März kommen soll. Daher neuen Einbautermin vereinbart. Heute in einer Woche, 3. März 2026, 14 Uhr.

Beim Zahnarzt später stellte sich langweiligerweise heraus, dass eine Füllung kurz vorm Rausbrechen ist und wieder mal eine Parodontitisbehandlung angezeigt wäre. Aufwändige Angelegenheit mit analytischer Untersuchung und so weiter und so fort. Die ersten beiden Termine gemacht. Dafür kommen jetzt die letzten beiden uralten Amalganfüllungen raus. Das ist nun ultimativ nicht mehr als Füllung erlaubt. Kommt was Porzellanartiges drauf. Natürlich mit Zuzahlungs-Eigenanteil.

Und morgen schon um 6 aufstehen, damit der ISTA-Mann die Kaltwasserzähler ab 7 wechseln kann. Langweilig. Sag ich doch. Und was habt Ihr heute so Langweiliges erlebt an diesem Montag?

22. Februar 2026

"Jede Rolle machte mich etwas ruhiger und heiterer. Als Amme lernte ich zum erstenmal in meinem Leben lachen. Zuerst traute ich mich nicht damit heraus. Aber Frau Moissi redete mir so lange zu, bis ich mir ein Herz faßte, durch den Ring sprang, der sich um mich gelegt hatte, und laut loslachte. Ich lachte tief und aus voller Seele. Wie dieses Lachen mich löste und ergriff. Bis dahin war ich ernst, beinah starr gewesen. Nun wußte ich: Ich habe wirkliche Kraft, und es ist kein Schwindel, wenn ich Schauspielerin werden will. Die Grundlage muß stark sein, damit das Gebäude fest steht.

Ich verlor meine Starrheit und wurde jung. Meine Gedanken rutschten auch nicht mehr hemmungslos in diese Ewigkeitsvorstellungen hinein. Ich konnte schlafen, hatte meinen Glauben gefunden. Ich glaubte an diese Kraft in mir und in anderen Menschen. Ich suche überall danach. Finde ich sie nicht, werde ich ablehnend bis zur Feindschaft, finde ich sie, werde ich vertrauensvoll bis zur Liebe. Daher kommt es, dass ich viel mehr Feinde als Freunde habe.

Im Sommer verreiste ich zum erstenmal allein ohne Mama nach Ferch am Schwielowsee. Ich war betrunken von Freiheit, Wasser, Wald und den Vergißmeinnicht, die am Rande des schmalen Baches blühten. Regen, Wind, Sonne, alles war wunderbar schön. Ich las nicht mehr, nur ab und zu ein schlechtes Buch."


Valeska Gert "Ich bin eine Hexe - Kaleidoskop meines Lebens", 1978 (Erinnerung an Schauspielstunden im dreiundzwanzigsten Lebensjahr bei Maria Moissi 1915/1916)

22. Februar 2026

Aus meiner letzten Lektüre, Valeska Gert "Kaleidoskop meines Lebens", rororo 1978, S. 19. Das Erinnerte spielt etwa 1902.

"In der Schule freundete ich mich mit den schlechtesten Schülerinnen an, denn die »wussten«. Mit Charlotte Segal, der Zweitbesten nach mir, konnte ich nur philosophieren. Wenn Mama in die Schule kam, sich bei Fräulein Holzapfel nach mir zu erkundigen, sagte die Lehrerin: »Wie schade, dass Trudchen nie eine richtige Freundin hat, sie umgibt sich nur mit den schlechtesten Elementen.«

Mama fragte: »Trudchen, willst du nicht mit ein paar netten Mädchen ein Kränzchen gründen?« Ich betete Lilly an, sie hatte dicke, aufgeworfene Lippen und ein freches Lachen. Ich fragte sie schüchtern: »Willst du mit mir ein Kränzchen machen?« Sie nickte: »Aber Grete Mendelsohn und Ilse Mahler müssen auch dabei sein.«

Donnerstags tagten wir. An jedem Platz des weiß gedeckten Tisches lag ein Reclamband Schiller. Das Dienstmädchen brachte Schokolade und Napfkuchen. Dann ließ man uns allein. Ich schaukelte mit Lilly auf einem Brett, das an Seilen in der Tür hing. Fast berührte ich sie. Aber Lilly sprang vom Brett und hockte sich breitbeinig mit Grete auf den Fußboden. Beider Gesichter wurden knallrot. Ich saß mit Ilse im Sportwagen, auch breitbeinig, und verhaute sie dann. Lilly und Grete sprangen auf und hauten mit, bis Ilschen weinend weglief.

So endete jedes Kränzchen. Manchmal dauerte es nur eine halbe Stunde. Wir trugen silberne Freundschaftsringe, mit einem Herzchen dran, sie kosteten eine Mark."

22. Februar 2026

Mich gerade mental mit morgen beschäftigt. Um 10:30 Uhr Termin bei Dr. van der Meer (der Neurologe). Fährt eine Tram hin, Fennpfuhl in Lichtenberg. Dann nach Charlottenburg ein paar Stunden arbeiten, kurz von 17 Uhr zum Zahnarzt. Prophylaxe und Kontrolluntersuchung. Dazwischen daran denken, den Trocknerheld-Termin am Dienstag zu checken, ob es dabei bleiben kann, die Revisionsklappe schon da ist bzw. wann ich das erfahre. Und am Dienstag um/ab 7 - 9 (morgens!) kommt ISTA um den/die Kaltwasserzähler auszutauschen. Lauter Termine, die mich in innere Anspannung versetzen, obwohl sie nicht schlimm sind. Aber ich muss funktionieren, Wecker respektieren, ungewohnte Wege nehmen. Dr. van der Meer lege ich meine Kopfschmerztabellen seit November vor und werde ihm zusammenfassend berichten, was am besten geholfen hat. Das Imigran Nasalspray 20 mg war es leider nicht. Eletriptan Bluefish 20 einfach dosiert zu schwach, doppelt dosiert gute Wirkung, ebenso Rizatriptan 5 mg doppelte Dosis. Die hatten auch nicht so eine Erschöpfung als Nebenwirkung zur Folge, wie ich es von Sumatriptan 100 kenne. Einfache Dosis allerdings bei beiden zermürbend geringe Wirkung.



Einen Eintrag habe ich allerdings unterschlagen, weil er einen falschen Eindruck liefern würde. Ich hatte an einem Abend vor gut zehn Tagen viel zu viel von einem guten Tropfen getrunken, kein Wasser dazwischen, eigentlich hatte ich schon beim vorletzten Glas gemerkt, ich habe zuviel und nur reflexhaft leer getrunken und mir noch eins spendieren lassen. Ich hatte eindeutig davon einen ziemlichen Kater. Nachdem ich mich erleichtern konnte, um es mal elegant auszudrücken, war ich wieder recht schnell ansprechbar. Die Entgiftung wirkte sofort. Das ist bei Migräneattacken leider gar nicht der Fall, zumal wenn es sich auf bohrenden Schmerz in der linken Kopfhälfte beschränkt. Aber genug von diversen Malessen. Denkzettel: Kleber für Sockelleiste holen u. Montag Abend kleben!

22. Februar 2026





Die Biike in Kampen! Die Puppe ist ganz früh gefallen, vielleicht ein Orakel für einen frühen Sommer am Roten Kliff. Kampen hat gemeinsam mit Wenningstedt und Braderup eine Biike auf dem Golfplatz beim Leuchtturm gebaut. Nicht ganz so viele Leute wie in Tinnum, aber auch schön. Freue mich schon auf mehr Bilder vom Syltfernsehen SYLT 1, gibt ab spätestens Montag umfassende Berichterstattung über alle Biiken. Letztes Jahr ist die Biike von Westerland gar nicht abgebrannt, also die Tonne ist nicht gefallen. Das war den Westerländern etwas peinlich, aber eben Schicksal. Ist wohl nie vorher passiert. Es gibt immer ein bisschen Wettbewerb, wer die größte und tollste Biike hat. Sie müssen auch bewacht werden, damit niemand aus dem Nachbardorf einen Streich spielt und die Biike vorher abfackelt, was gemein wäre...!

22. Februar 2026





Wenn der Fackelzug an der Biike angekommen ist, spricht der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin oder sonstige berufene Ortsvorsteher ein paar zukunftsweisende Worte und gibt die Biike frei. Dann heißt es TJEN DI BIIKI ÖN! Die Sylter Nationalhymne wird auch gerne gesungen. In Tinnum war kein Petermännchen auf dem Mast, sondern ein Tönnchen. Es hat ein ganzes Weilchen gebraucht, bis es gefallen ist und der Winter amtlich vorbei war!



22. Februar 2026





Der Fackelzug gestern zur Tinnum-Burg, zur Tinnumer Biike. Fotos vom Livestream, Drohnenbilder aus Sylt. Der Fackelzug wie flüssige Lava...! Sicher ein unvergessliches Erlebnis, dabei zu sein.



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Margarete 24. Februar...
24.02.26, 16:35
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Das ist tatsächlich...
23.02.26, 23:26
kid37
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Saskia Rutner Klingt...
23.02.26, 19:58
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Margarete 23. Februar...
23.02.26, 13:16
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Saskia Rutner Das...
20.02.26, 23:59
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NeonWilderness
Die SecRet DINNeR...
19.02.26, 18:51
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Margarete 18. Februar...
19.02.26, 10:51
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Lydia Gebel Im Dunkeln...
18.02.26, 21:20
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Lydia Gebel Aha! Oder...
18.02.26, 21:12
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Ah, klasse, dass es...
18.02.26, 20:56
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Margarete 18. Februar...
18.02.26, 20:52
NeonWilderness
Interessant-mondäne...
18.02.26, 20:43
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Margarete 18. Februar...
18.02.26, 18:17
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Margarete 17. Februar...
17.02.26, 12:05
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Nora Sturm Was geht...
16.02.26, 17:35
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Schöne Assoziation...!
16.02.26, 00:11

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