15. Mai 2026

Schlaflos in Berlin... bin kurz vor zwei ins Bett, nur wach gelegen, alle möglichen Gedankengänge... wieder aufgestanden, in die Küche, ein kleines Jever aufgemacht, trinke ich jetzt. Mal sehen, ob sich Bettschwere einstellt. Vor allem mentale. Die brauch ich. Neulich in irgendeinem Artikel gelesen, eine Psychologin empfiehlt, man soll bei innerer Unruhe aufschreiben, was einen beschäftigt. Ich blogge ja meist am Abend, aber keine Themen, die mich ganz privat umtreiben bzw. nur durch die Blume. Aus Diskretion, nicht aus Heimlichtuerei. Ich habe überhaupt keine Lust oder Motivation, ein geheimes Tagebuch zu führen, indem ich jegliches dokumentiere. Je älter man wird, umso mehr wird einem klar, dass man auch nur ein durchlaufender Posten im Gefüge der Menschheit ist und nicht zu dem kleinen Prozentsatz gehören wird, der noch nach Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten in einem Lexikon auftaucht und dessen Lebensbewegungen dereinst erforscht werden. Von daher erschiene es mir eher als eine lästige Ansammlung von weiteren intimen Sachverhalten. Das hätte alles nur Sinn es zu dokumentieren, wenn ich ein autofiktionales Buchprojekt hätte, dem ich damit zuarbeiten würde. Ist gar nicht auf meiner inneren Agenda. Der erste Vogel zwitschert. Es ist noch stockdunkel. Beruhigend. Nach Einbruch der Helligkeit schlafen zu gehen, ist blöd. Als hätte man billigend in Kauf genommen, dass der neue Tag kastriert wird. Jetzt fange ich an zu faseln. Ein gutes Zeichen, bin wohl kurz vorm Alphazustand. Das Jever ist nun leer.

14. Mai 2026



Aprilwetter im Mai, kleine Chats mit Tanger, da hätte ich mal hin sollen. Völlig überrumpelt, dass heute Feiertag ist, da ich die ganze Woche frei habe. Wollte eigentlich paar Sachen einkaufen. Obwohl - da fällt mir ein, dieser Denns Biomarkt am Gesundbrunnen hat glaube ich an Feiertagen auf. Da könnte ich mal hin. Jetzt wieder ein paar Minuten Sonne. Ist aber kalt draußen. Gestern bei Bio Company (wo ich relativ selten kaufe) Zitronenbasilikum gekauft, im Töpfchen und draußen eingepflanzt, in einen großen Topf. Es hat kleinere Blätter, die wirklich zitronig schmecken, interessanter, als die großblättrige, dem Untergang geweihte italienische Sorte aus dem Supermarkt. Ich checke mal, ob dieser Denns auf hat.

14. Mai 2026

"Als wir aus dem Hotel in die Sonne traten, dachte ich an heiße Junitage zurück, wenn Schwimmen auf dem Stundenplan stand und die Bürkle in den See ging, ihren Badeanzug noch mit den Daumen über die Pobacken zog, die Daumen dort, wo man selbst gerne hingefasst hätte, ehe sie eintauchte und man zugleich mit ihr seine angelesenen Weltsichten davonschwimmen sah, das Stückchen Hegel, das jeder anders verstand, und den Marxismus in Kurzform, die Theorien zur Befreiung der Unterdrückten oder das Einmaleins der Anarchie"

Bodo Kirchhoff, "Verlangen und Melancholie", Seite 67

13. Mai 2026





Nach zwanzig Jahren traf ich (gezwungenermaßen) meine ehemalige Assistentin Saskia Sachs, die mittlerweile anderweitig Karriere gemacht hat, im Foyer vom Zoopalast, wo wir auf meine anderen drei Assistentinnen warteten, um gemeinsam diesen neuen Film über mich anzusehen. Damit das Gefälle zur Realität der etwas verharmlosten Darstellung meiner Person, also Gaga Priestly, in diesem Streifen "Der Teufel trägt Prada 2" nicht allzu augenfällig ausfällt, bemühte ich mich um Haltung und spielte die konziliante, verbindliche Ex-Chefin. Die Sachs schien sich sichtlich für die Selfies mit mir zu begeistern, ich spielte mit. Schließlich kann sie mir später noch nützlich sein, wenn sie wieder bei Runway einsteigt, um sich mit dem unglamourösen Part der Schadensbegrenzung wegen dieser unerquicklichen Geschichte irgendwelcher ausbeuterischen Produktionsbedingungen bei Dior, die leider Gottes aufgeflogen sind, zu befassen. Um das Blatt und den Premiumkunden zu halten, muss man leider Opfer bringen. Ich bin über meinen Schatten gesprungen, wie man sieht. Wer mich persönlich kennt, sieht natürlich, dass mein Lächeln unnatürlich und gespielt ist. Zum Glück kamen bald meine anderen Assistentinnen Jenny, Lydia und Doro, und ich konnte mir das alberne Gelächel sparen, das sie ohnehin nicht von mir kennen.









Nach der Vorführung: "Hätte nicht gedacht, dass ich mal als Spitzenmerkmal eines Films die DROHNEN-BILDER benennen würde, aber war so. Milano und New York City aus der Drohnenkameraperspektive - grandios. (Dialoge eher platt, Plot bemüht politisch korrekt, das devilishe hat bei Miranda ein bisschen sehr nachgelassen. Aber tolle Outfits auch, mehr darf man nicht erwarten!)"

Saskia (Sachs): "Ich fasse zusammen: Es war kein Ohren-, sondern ein Augenschmaus!"

13. Mai 2026



Gaga Priestly bevor sie diese ehemalige "Assistentin" traf.



13. Mai 2026



Gestern vor dem Kino Miranda Priestly mit Paillettenblazer, Schluppenbluse sowie arrogant blasierter Expertise gechannelt.



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Imke Arntjen WOW!!!!!...
14.05.26, 21:25
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Margarete 14. Mai...
14.05.26, 19:22
g a g a
Wow - der Markt hat...
14.05.26, 15:15
g a g a
Margarete 14. Mai...
14.05.26, 12:07
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Margarete 13. Mai...
13.05.26, 23:12
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Saskia Sachs Ich habe...
13.05.26, 14:43
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Gaga Priestly P.S....
13.05.26, 14:04
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Ina Weisse ihr guckt...
13.05.26, 14:02
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Margarete 12. Mai...
12.05.26, 22:41
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Saskia Rutner Schönes...
12.05.26, 14:31
g a g a
wow....! Da könnte...
11.05.26, 21:44
kid37
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ohrenschmaus 10. Mai...
10.05.26, 09:35
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Margarete 9. Mai 2026...
09.05.26, 15:40
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Margarete 7. Mai 2026...
07.05.26, 19:48
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Duke Meyer Basilikum...
07.05.26, 10:15
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Ina Weisse Meiner...
07.05.26, 10:04
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Margarete 6. Mai 2026...
06.05.26, 17:06

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