26. April 2026

"Ich glaube, ich habe Ihnen nie gesagt, warum ich Sie gerne und nicht nur für Stunden, sondern oft sehen möchte. Weil ich mir nämlich einbilde, dass wir über alles reden sollten, worüber man sonst wenig Lust hat, noch mit irgendjemand zu reden, und dass es einen Sinn hätte. Ich möchte mit Ihnen sogar über das Schreiben, über Gedichte und wie alles veränderbar wäre, reden, und was zu tun ist und warum, ohne Plan und erstarrte Ansicht. Auch streiten möchte ich mit Ihnen, damit man noch einmal etwas herausfindet und nicht, damit man recht behält, und man könnte an allen Enden anfangen und doch kein Ende finden."
Ingeborg Bachmann an Hans M. Enzensberger, "schreib alles was wahr ist auf", S. 39

Karo-Kessler. Es wächst sich zur Marotte aus mit jenen Mützen.


g a g a - 26. April 2026, 11:22


26. April 2026 um 15:48
… da hat Ingeborg Bachmann etwas in Worte gefasst, was ich aus tiefster Seele mitempfinden und mitleiden kannn… (Ja, der Text ermutigt…) – Herzlichen Dank dafür! – Die Mützen? Wie für Sie gemacht! Ein bisschen Romy ist auch immer dabei…
Margarete
26. April 2026 um 18:06
Ja, Ich merke es auch! Aber immer soo spät! Die Fehlerteufelchen und der kleine Schlaganfall sind sich einig!
Gaga Nielsen
26. April 2026 um 18:21
<3
Christoph Martius
Da steckt ja soviel Erkenntnis und Wahrheit in diesen Zeilen, ich könnte weinen vor Freude. Gibt es eigentlich eine Plural von Wahrheit?