10. August 2026
Meine Reiseplanung musste bereits upgedated und korrigiert werden. St. Peter Ording ist viel zu weit westlich und Krakau viel zu weit südlich. Gemini hat mir recht schnell die Augen geöffnet. Was gut ginge, wäre die Bahn-Route: Berlin - Ribnitz Damgarten - Ahrenshoop - Heringsdorf - Stettin - Leba - Stettin - Berlin.

Warum nicht mal Stettin angucken. In Leba interessiert mich vor allem die Dünenlandschaft der berühmten Wanderdünen dort. Das Angebot an Unterkünften in Leba ist nicht so, dass ich begeistert wäre. Es gibt ein Schloßhotel in Strandnähe, das vielleicht noch am ehesten. Ist aber auch kein Schnäppchen, falls man denkt, Polen wäre speziell günstig. Aber das soll nicht das Thema sein. Ich habe in Nidden/Nida in Litauen vor fast zwanzig Jahren die große Wanderdüne erlebt, das hat mich arg beeindruckt. Die flache Ostsee an sich mit ihren ewig gleichen Sandstränden ohne Steilküsten und Felsen ist nicht so meins, aber für zwei Tage könnte das in Verbindung mit der Dünenlandschaft ganz nett sein.
In Heringsdorf auf Usedom, wo ich auch noch nie war, interessiert mich die alte Architektur der drei Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin, da gibt es eine ganz nette Auswahl an Unterkünften. Ich mag es architektonisch entweder gerne historisch oder richtig modern. Alles dazwischen ist nicht so attraktiv. Atmosphärisch muss die Unterkunft sein und nicht irgendwie schmuddelig verkeimt mit 80er-Jahre-Mobiliar à la Jugendherberge und Nylonstores am Fenster. Womöglich schmale Stockbetten! Schlaftechnisch bin ich die Prinzessin auf der Erbse, ein breites Bett muss her, mindestens Queensize. Ohne Besucherritze! Kleiner Kühlschrank und Wasserkocher, um selber Kaffee und Tee zu kochen, wäre ein Traum, falls es ein Hotelzimmer ist. Ich gucke mal, was ich in Stettin so finde, diesbezüglich. Ich war länger in keinem Land ohne Euro-Währung.
Den Bad Schandau-Trip zu den Schrammsteinen im Elbsandsteingebirge mache ich extra, Berlin - Bad Schandau - Wanderung zu den Schrammsteinen - zurück nach Berlin. Knapp zwei Stunden Zugfahrt ohne Umsteigen.
Je mehr ich darüber schreibe, umso mehr bin ich es mir schuldig, es wirklich zu machen. Das ist ein Trick! Ich könnte auch ganz mutig gar keine Unterkünfte buchen, vorher nur recherchieren und dann vor Ort entscheiden, was ich nehme, auf meinen Glücksstern hoffen. Das hat auch was, wenn man nicht so genau weiß, wo man an jedem der kommenden Tage schläft. Irgendwo kommt man ja immer unter im Notfall, wenns ganz blöd läuft. Ich habe das früher ab und zu gemacht, z. B. bei einer Rundreise per Zug auf eigene Faust, immer die Küste von von Sizilien entlang. Wenn mir ein Bahnhof gefiel, bin ich ausgestiegen. Nur einmal eine richtig hässliche Unterkunft erwischt, weil alles ausgebucht war, sonst sehr gute Zimmer erwischt.
Dass Ahrenshoop mit dabei ist in der Route, ist nur, weil es irgendwie auf dem Weg liegt und ich schon Jahrzehnte davon höre und es auch mal gesehen haben will. Ich rede doch gerne mit. Ribnitz-Damgarten ist ein Umsteigebahnhof, den man nutzen muss, um mit der Bahn von Berlin hinzukommen. Ich war da schon mal mit einer Freundin, vor ca. 30 Jahren. Sie hatte ein Haus in der Nähe und zeigte mir diverse Orte in der Ecke, wie Rostock und Warnemünde und Dierhagen und Heiligendamm mit dem alten Kurhaus, das heute ein Luxushotel ist.
Und auf eigene Faust war ich mal kurz auf Rügen, wollte die Kreideküste bei Jasmund angucken. Aber das ist dort kein toller Badestrand, nur Kiesel und schlammig und schattig. War auch kein Badewetter. Saßnitz hatte auch schöne alte Bäderarchitektur, süße alte weiß geschnitzte Ferienvillen, Fassaden wie Spitzendeckchen. Aber es hat mich kein Rügen-Virus gepackt. Insofern habe ich auch keine größeren Erwartungen, dass mir Usedom den Vogel raushaut. Aber wer weiß. Ich bin einerseits beruhigt, wenn mir auch freigeistigere Ossis ebenso wie Wessis sagen, dass sie es dort atmosphärisch und kulturell eher muffig finden (ich spreize mich gerade, um das Wort "ostig" zu vermeiden), andererseits beUNruhigt es mich im gleichen Maß. Ich will mir vorurteilsfrei selbst ein Bild machen, ob man es dort schön haben kann und ob sich seit meinen letzten Besuchen in der Ecke etwas getan hat.
Da fällt mir ein, wenn ich einfach nichts vorher fest buche, könnte ich auch ganz spontan entscheiden, in eine komplett andere Richtung als angedacht zu reisen. Angenommen, mir fällt in Heringsdorf schon die Decke auf den Kopf, könnte ich spontan Richtung Westen, zur Nordsee und vielleicht dann doch St. Peter Ording. Oder auch noch weiter und noch mal nach Sylt. Da war es nämlich schon in vieler Hinsicht sehr angenehm. Ich wollte es nur nicht so kurz hintereinander wiederholen. Andererseits hatte ich nach meiner Rückkehr letzten September so viele Bücher über Sylt gelesen und so viel entdeckt, was ich nicht sehen konnte, auch diverse interessante Lokale, dass das auch immer noch eine interessante Option wäre. Ich spüre gerade deutlich: ich habe Lust auf ein bisschen Reiseabenteuer, so etwas wie Unwägbarkeit.

Warum nicht mal Stettin angucken. In Leba interessiert mich vor allem die Dünenlandschaft der berühmten Wanderdünen dort. Das Angebot an Unterkünften in Leba ist nicht so, dass ich begeistert wäre. Es gibt ein Schloßhotel in Strandnähe, das vielleicht noch am ehesten. Ist aber auch kein Schnäppchen, falls man denkt, Polen wäre speziell günstig. Aber das soll nicht das Thema sein. Ich habe in Nidden/Nida in Litauen vor fast zwanzig Jahren die große Wanderdüne erlebt, das hat mich arg beeindruckt. Die flache Ostsee an sich mit ihren ewig gleichen Sandstränden ohne Steilküsten und Felsen ist nicht so meins, aber für zwei Tage könnte das in Verbindung mit der Dünenlandschaft ganz nett sein.
In Heringsdorf auf Usedom, wo ich auch noch nie war, interessiert mich die alte Architektur der drei Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin, da gibt es eine ganz nette Auswahl an Unterkünften. Ich mag es architektonisch entweder gerne historisch oder richtig modern. Alles dazwischen ist nicht so attraktiv. Atmosphärisch muss die Unterkunft sein und nicht irgendwie schmuddelig verkeimt mit 80er-Jahre-Mobiliar à la Jugendherberge und Nylonstores am Fenster. Womöglich schmale Stockbetten! Schlaftechnisch bin ich die Prinzessin auf der Erbse, ein breites Bett muss her, mindestens Queensize. Ohne Besucherritze! Kleiner Kühlschrank und Wasserkocher, um selber Kaffee und Tee zu kochen, wäre ein Traum, falls es ein Hotelzimmer ist. Ich gucke mal, was ich in Stettin so finde, diesbezüglich. Ich war länger in keinem Land ohne Euro-Währung.
Den Bad Schandau-Trip zu den Schrammsteinen im Elbsandsteingebirge mache ich extra, Berlin - Bad Schandau - Wanderung zu den Schrammsteinen - zurück nach Berlin. Knapp zwei Stunden Zugfahrt ohne Umsteigen.
Je mehr ich darüber schreibe, umso mehr bin ich es mir schuldig, es wirklich zu machen. Das ist ein Trick! Ich könnte auch ganz mutig gar keine Unterkünfte buchen, vorher nur recherchieren und dann vor Ort entscheiden, was ich nehme, auf meinen Glücksstern hoffen. Das hat auch was, wenn man nicht so genau weiß, wo man an jedem der kommenden Tage schläft. Irgendwo kommt man ja immer unter im Notfall, wenns ganz blöd läuft. Ich habe das früher ab und zu gemacht, z. B. bei einer Rundreise per Zug auf eigene Faust, immer die Küste von von Sizilien entlang. Wenn mir ein Bahnhof gefiel, bin ich ausgestiegen. Nur einmal eine richtig hässliche Unterkunft erwischt, weil alles ausgebucht war, sonst sehr gute Zimmer erwischt.
Dass Ahrenshoop mit dabei ist in der Route, ist nur, weil es irgendwie auf dem Weg liegt und ich schon Jahrzehnte davon höre und es auch mal gesehen haben will. Ich rede doch gerne mit. Ribnitz-Damgarten ist ein Umsteigebahnhof, den man nutzen muss, um mit der Bahn von Berlin hinzukommen. Ich war da schon mal mit einer Freundin, vor ca. 30 Jahren. Sie hatte ein Haus in der Nähe und zeigte mir diverse Orte in der Ecke, wie Rostock und Warnemünde und Dierhagen und Heiligendamm mit dem alten Kurhaus, das heute ein Luxushotel ist.
Und auf eigene Faust war ich mal kurz auf Rügen, wollte die Kreideküste bei Jasmund angucken. Aber das ist dort kein toller Badestrand, nur Kiesel und schlammig und schattig. War auch kein Badewetter. Saßnitz hatte auch schöne alte Bäderarchitektur, süße alte weiß geschnitzte Ferienvillen, Fassaden wie Spitzendeckchen. Aber es hat mich kein Rügen-Virus gepackt. Insofern habe ich auch keine größeren Erwartungen, dass mir Usedom den Vogel raushaut. Aber wer weiß. Ich bin einerseits beruhigt, wenn mir auch freigeistigere Ossis ebenso wie Wessis sagen, dass sie es dort atmosphärisch und kulturell eher muffig finden (ich spreize mich gerade, um das Wort "ostig" zu vermeiden), andererseits beUNruhigt es mich im gleichen Maß. Ich will mir vorurteilsfrei selbst ein Bild machen, ob man es dort schön haben kann und ob sich seit meinen letzten Besuchen in der Ecke etwas getan hat.
Da fällt mir ein, wenn ich einfach nichts vorher fest buche, könnte ich auch ganz spontan entscheiden, in eine komplett andere Richtung als angedacht zu reisen. Angenommen, mir fällt in Heringsdorf schon die Decke auf den Kopf, könnte ich spontan Richtung Westen, zur Nordsee und vielleicht dann doch St. Peter Ording. Oder auch noch weiter und noch mal nach Sylt. Da war es nämlich schon in vieler Hinsicht sehr angenehm. Ich wollte es nur nicht so kurz hintereinander wiederholen. Andererseits hatte ich nach meiner Rückkehr letzten September so viele Bücher über Sylt gelesen und so viel entdeckt, was ich nicht sehen konnte, auch diverse interessante Lokale, dass das auch immer noch eine interessante Option wäre. Ich spüre gerade deutlich: ich habe Lust auf ein bisschen Reiseabenteuer, so etwas wie Unwägbarkeit.
g a g a - 10. August 2026, 18:22


Tipp: Von Maxim-Gorki über die Badstraße und Kulmstraße (oder gleich über die Strandpromenade) zum "Weißen Schloss" für das Nachmittagskännchen Kaffee auf der sehr schönen Terrasse (ca. 1km Fußweg). Kann man auch abends sehr gut (+teuer) essen. [Leider haben sie vor einigen Jahren einen Teil der wunderschönen, großen Eichen gefällt; tragisch!]