31. Juli 2026

Mein Pulver für die Woche verschossen. Ausruhen. Warten aufs Gewitter, möge sich was entladen. Ich werde nicht anfangen, hier ständig über mir zusetzende zu hohe Luftfeuchtigkeit zu jammern, aber heute hat sie mir wieder das Genick gebrochen. Gestern, einer der an sich gefürchteteren Tage wegen hoher Temperatur, nämlich 37 Grad, ging relativ entspannt an mir vorüber. Es war nämlich trockene, warme Luft, nicht diese tropisch feuchtklebrige dreißig Grad-Schwüle, die mich heute lähmte. Gestern ging ich sogar mittags mutig nach draußen, die Tische hatten alle Halbschatten, aber vielleicht drängte mich Vitamin-D-Defizit in die knallige Sonne. Ging an einen Platz ohne Tisch, wieder mit Tablett auf dem Schoß, aß einen bunten Salat und einen Nachtisch, eine Cola dazu. Da saß ich ein halbes Stündchen und genoss es sogar.

Ich wunderte mich selbst. Schlug die langen Hosenbeine weit hoch, damit die Sonne an meine Beine kam. Danach wieder ins klimatisierte Gebäude, wo ich bis kurz vor Sieben blieb. Um die Zeit war es dann auf dem Heimweg schon moderater, ich habe also die gestrige Höchsttemperatur gar nicht mitgekriegt, aber deutlich gespürt, dass die Luft leicht und trocken war, wie ich es mag. Ich will keine Temperaturen über 35 Grad beschönigen, aber kapiere inzwischen, wie mein Organismus auf die anderen Details des jeweiligen Klimas reagiert, eben Luftfeuchtigkeit. Nun genug davon, noch bin ich nicht im Ruhestand und bemühe mich, derlei allzu körperliche Senioren-Konversationsthemen künftig eleganter zu umschiffen. Schulde ich auch meinem inneren Karl Lagerfeld.

g a g a - 31. Juli 2026, 22:38


Na du siehst aber frisch aus. Solltest mich mal sehen. Müde Augen, nicht wegen Luftfeuchtigkeit sondern aus Überarbeitung.
Gaga Nielsen
Die Bilder sind vom Montag, nicht von heute. Da war es nicht so warm. Bei über dreißig Grad ziehe ich keine langärmligen Jacken an und in einer so schwachen Verfassung wie heute mache ich* keine Fotos.
*Karla Lagerfeld