06. Juli 2026

Vor einigen Wochen hörte ich mich einen ganzen langen Abend durch sämtliche auffindbaren Aufnahmen des Evergreens Bésame Mucho, komponiert und getextet von der mexikanischen Komponistin Consuelo Velázquez und von ihr 1941 veröffentlicht. Die für mich aber bei weitem schönste, zarteste Version ist die der japanisch-brasilianischen Sängerin und Gitarristin Lisa Ono aus dem Jahr 2005. Mit jedem Hören gefällt sie mir noch mehr. Das gelingt keiner anderen Aufnahme dieses Liedes, das so viele namentlich bekanntere Sängerinnen und Sänger interpretiert haben. Lisa Ono verbrachte ihre Kindheit und Teile ihrer Jugend in Brasilien, lebte später in Japan, wo sie große Bekanntheit erlangte, indem sie den Bossa Nova, den sie so im Blut hat, den Japanern näher brachte. In ihrer langen Bühnenlaufbahn hat sie auch mit Größen wie Bossa Nova-Legende Antônio Carlos Jobim musiziert.

05. Juli 2026



S-Bahngäste vom 23. Juni, die drei waren links von mir, auf der anderen Seite, die Sitzkonstruktion stimmt nicht ganz, es waren Zweier-Bänke gegenüber, aber ich hatte keine Lust mehr, das nochmals zu erklären, der Gesamteindruck passt auch so. Und rechts, außerhalb des Bildes, saß die junge Frau mit dem Fächer von neulich, auf dem FRISCHE LUFT stand. Ich wusste, die kriege ich nicht alle vier aufs Bild, denn ich konnte sie auch mit bloßem Auge nicht alle gleichzeitig betrachten. Die Haare der stehenden Frau mit dem Kleidersack waren noch etwas länger, aber meiner Erfahrung nach wären sie zu lang geworden, hätte ich erbeten "länger" oder "bis zur Taille". Gemini neigt da etwas proaktiv, vielleicht auch streberhaft zu Übertreibungen. Man muss Fingerspitzengefühl für ihn entwickeln. Ich denke, jetzt ist es erst mal genug mit S-Bahngästen, habe nun diverse Abteile konstruiert und umgebaut, sonst wird es mir selbst langweilig. Hat aber bis hierhin Spaß gemacht. Demnächst vielleicht Portraits von näher.

05. Juli 2026



Auch in der heißen Woche, 24. Juni 2026, vormittags gegen zehn, links Bäckerladen Steinecke, rechts zur S-Bahn Hackescher Markt, etwa Neunzehnjährige mit schwarzem Bikinioberteil und schwarzer knapper Hose. Reduce to the Max. Das Ensemble geschnitten wie ein vierziger-Jahre-Zweiteiler, flache Sandalen, beige Stoff-Beuteltasche mit rosa und zartgrünen Tupfen über der Schulter.

05. Juli 2026



Einer der heißeren Tage vorletzte Woche. Ein Radfahrer, rotblond, Bartstoppeln, nackter Oberkörper, behaarte Brust, lockere helle Hose mit Bändchen, fährt quer über den Platz vor dem S-Bahn-Eingang Hackescher Markt, kurvt sehr geschickt um mich herum. Man sah zwar spärliche Kleidung, aber nackte Oberkörper eher nur bei Straßenbauarbeitern. So sah er nicht aus. Er hat es sicher gerne luftig und fand es schön, den Fahrtwind intensiv zu spüren.

04. Juli 2026



Am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, vormittags. Frau, ca. 28, schlank, schulterlange, glatte dunkelbraune Haare steht neben Lampengeschäft in der Hardenbergstr., langes, figurbetontes schwarzes Kleid mit langem Schlitz, sie blickt zur Sonne, Augen geschlossen, Smartphone in der Hand, ein Bein im Ausfallschritt nach vorne, wie das legendäre Jolie-Bein bei den Oscars. Als ich nah an ihr vorüberlaufe, lacht sie mich sonnentrunken blinzelnd an.

04. Juli 2026





Feine Lesung im Terzo Mondo, bin wegen Lydia hin, aber die anderen waren auch hörenswert. Lesungen locken mich allgemein nicht so sehr, weil ungefähr die Hälfte derer, die ganz gut schreiben kann, nicht zwingend die eigenen Texte virtuos vorträgt, was ja ohne Frage eine Kunst für sich ist, insofern werfe ich es auch einem Autor nicht vor, wenn er oder sie keine besondere Befähigung dafür hat. Allerdings verstehe ich nicht, wenn man sich dann auf die Bühne begibt und vor Publikum in ein Mikrophon liest. Das war an dem Abend jedenfalls kein Problem. Dass Lydia hervorragend vorträgt, wusste ich ja. Vielleicht bin ich auch etwas befangen, aber ich fand, ihre Art vorzulesen war die Kurzweiligste.





Am Flügel saß der Komponist und Lyriker Andreas Staffel, rechts Frederic Wianka. Links und rechts neben mir waren Ina, Jenny und Saskia. Wir hatten vorher noch gegessen und danach gab es wieder eine musikalische Einlage vom Terzo Mondo-Gastgeber Marc, begleitet von einem zweiten Gitarristen. Am schönsten ist mir seine Version von Chris Isaaks "Wicked Game" in Erinnerung. Sehr, sehr schön war das. Musste daran denken, das ich Chris Isaak Ende der Achtziger live im Quartin Latin erlebt hatte. Dr. Motte stand eine Weile vor ihm und fotografierte oder filmte ihn. Die Serviererin erwähnte, das sei "Dr. Motte", niemand hatte danach gefragt und ich verstand "Dr. Hoppe". Wer ist Dr. Hoppe? Ach so... dann erst erkannte ich den Loveparade-Godfather selbst.



04. Juli 2026



Da war ich noch putzmunter, vor dem elenden Kater. Gestern ganz, ganz schlimm. Heute immer noch Nachwehen oder er ging nahtlos über in meine im vierzehn-Tages-Rhythmus fällige Migräneattacke. Ich werde es nie erfahren. Morgen sollte das Elend wieder vorüber sein. Bilder vom Donnerstag, der Morgen vor dem Abend im Terzo Mondo. War schön, der Abend. Insofern...



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Tatsächlich... die...
14.07.26, 16:42
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Sieht ein wenig wie...
14.07.26, 15:59
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Saskia Rutner Klasse...
14.07.26, 14:49
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Diana 13. Juli 2026...
13.07.26, 14:19
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Thias Teuwen Trotzdem...
11.07.26, 15:49
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Jenny Kittmann Mega,...
11.07.26, 11:34
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Liebe Gaga, das ist...
11.07.26, 02:42
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Margarete 10. Juli...
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Ich bin so vorsichtig,...
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Wago-Klemmen sind...
09.07.26, 22:38
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Tolle Sache, diese...
09.07.26, 18:35
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Doro H. wie schön!...
06.07.26, 09:06
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ANH 5. Juli 2026 um...
05.07.26, 15:27
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Georg Nägle ❤ freut...
04.07.26, 21:40
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Lydia Gebel Leider...
28.06.26, 15:36

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