07. März 2026



Rosa... ach Rosa. Rosa von Praunheim. 25. November 1942 - 17. Dezember 2025. Fotografiert von Elfi Mikesch, Beyond. Reality.





07. März 2026

[nächtliche Message an Jan]





"Ich war heute bei Beyond Reality, aber erst kurz vor Sieben, warst schon weg... schade. Bin nur ca. zehn Minuten geblieben, paar Bilder gemacht. Elfi Mikesch hinten in der Ecke sitzend, im Gespräch mit einer Frau, die auch saß. Hab sie nur im Vorbeigehen von oben mit der Kamera gestreift... Klaus Memmert lud mich noch ein, nachher mit ins Terzo Mondo zu gehen, aber danach war mir nicht so... bin dann gleich nach Hause... (...) Die Fotografien, die Rosa zeigten, mochte ich am liebsten. Und das von Werner Schroeter als jungem Mann, das große Portrait."

07. März 2026



Der zarte Rebell Werner Schroeter, im Alter von neunzehn Jahren, eingefangen von Elfi Mikesch. Ähnliche Gesichtszüge wie Gil Ofarim, der sich in der Öffentlichkeit verstolpernde Sohn von Abi, dachte ich einen kurzen Moment. Klaus, der Galerist, zeigte sich etwas überrascht, dass ich Werner Schroeter auf Anhieb erkannte.



Nicht nur, weil mir seine Verbindung zu Rosa von Praunheim sofort wieder präsent war, der in diesem kleinen Ausstellungsraum mehrfach vertreten ist. Unser aller schmerzlich vermisster, geliebter Rosa. Bei dem expressiven Frauenportrait wusste ich nicht gleich, wer da zu sehen ist. Ute Lemper fiel mir vage ein, aber die Ästhetik des Bildes wirkt wie aus einer anderen Ära, könnte auch Joan Crawford sein. Um die eingefangen zu haben, müsste Elfi Mikesch älterer Generation sein. Es ist: Tabea Blumenschein.

07. März 2026





Galerie Beyond. Reality. , Schlüterstraße 70 in Charlottenburg

07. März 2026







Schönes Wochenende aus Berlin! Sonne scheint, wolkenlos, tippe am offenen Fenster, wie Gott mich schuf. Gestern mit Kessler-Zwillinge-Gedenkmütze zur Galerie "Beyond. Reality." in der Schlüterstraße 70, wo Elfi Mikesch, Kamerafrau, Regisseurin und Fotografin, die von Anbeginn die Kamera bei Rosa von Praunheim geführt hatte, in ihrer Ausstellung "EXIST", Bilder aus mehreren Jahrzehnten ihres Schaffens zeigt. "Gedenkmütze" weil ich nach dem Abschied von Alice und Ellen Kessler im vergangenen November eine Doku sah. Sie spazierten in Hamburg an der Alster entlang und jede hatte so eine Ballonmütze auf, in verschiedenen Farben. Die wollte ich dann auch. Deswegen.

06. März 2026

Ich vermute, das war heute ein anderer Koch als der, der gestern den guten Schweinerollbraten und neulich die hervorragenden Königsberger Klopse gezaubert hat. Es gab gerade Fischfilet, von welchem Fisch, konnte ich nicht identifizieren. Hat nach fast nichts geschmeckt und war nur gedünstet, leider nicht in guter Butter angebraten, was sehr geholfen hätte. Dazu einen langweiligen Kartoffelbrei, was eine Verwechslung war. Die neue Servicekraft, sehr bemüht, mit osteuropäischem Akzent, älteres Modell, guckt mich oft an, als ob sie mich nicht versteht, sich aber nicht traut, es zuzugeben. Ich hätte lieber die Ofenkartoffeln gehabt, Drillinge mit Rosmarin, dann war es schon zu spät. Wirklich gar nicht gut geraten war der Spinat. Ich mag Spinat ausgesprochen gerne, bereite ihn selbst oft zu, aber immer von frischen Blättern, diesen "Baby-Spinat"-Beuteln. Der auf meinem Teller heute sah aus wie wenn man so eine Packung frische Spinatblätter aufmacht und drei Wochen später wieder betrachtet. Dunkelgrün schleimige Fäden, reif für den Kompost. Nicht, dass ich unterstelle, dass es verdorbener Spinat war, der auf dem Teller landete, sah aber so aus. Wenn ich frischen oder Tiefkühlspinat dermaßen zerkoche, dass er keinerlei Biss und Kontur mehr hat, wäre meine Empfehlung ihn zu pürieren und mit einem dicken Schuss Sahne und Gewürzen zu verfeinern oder besser gesagt: zu optimieren. Habe heute kein Feedback zum Essen gegeben, wollte nicht herummäkeln, damit die neue Kraft keinen peinlichen Moment hat, so kurz vorm Wochenende. Sie kann ja auch nichts dafür. Ich spare aber nie mit Lob, wenn es besonders gut geschmeckt hat und bitte immer darum, dass es an den Koch weitergegeben wird. Durch mein recht regelmäßiges Mittagessen dort, finde ich immer Gehör, wenn ich eine kleine Abwandlung vom Standard-Menü möchte, klappt immer. Meine Lieblings-Service-Mitarbeiterin, die Italienerin, hat mir heute gesagt, dass ich der einzige Gast bin, der regelmäßig Hauptmahlzeit, Getränk und Nachtisch nimmt. Und selbstverständlich alles aufisst, aber das ist ja keine Neuigkeit.

05. März 2026



Lasse mich etwas müde mit GNTM berieseln. Gestern Abend auch keine großen Taten mehr vollbracht - aber: der Schrank steht wieder an der Wand, noch weitgehend leer. Schiebetüren noch nicht eingehängt, nur den Einlegeboden mit der einen Stange und die andere Stange. Teppichboden im Flur gesaugt. Muss ja auch immer Essen kochen, Kräfte sammeln, essen, trinken, nachdenken, was man Lesern zumuten kann. Gerade waren die beiden Geschäftsführerinnen vom Label Kaviar Gauche in der Sendung. Da ging mir das Herz gar nicht auf, irgendwie steril von ihrer Art her, komische Vibes, unemotional, geschäftsmäßig. Dafür guckt man nicht so eine Sendung. Der Männercast fasziniert mich mehr. Bin gespannt, wie lange die ältere Schweizerin drin bleibt, die finde ich sehr sexy und ausstrahlungsstark. Ihr Akzent irritiert mich. Ist das typisch schweizerisch oder fließt da noch ein anderer Akzent ein? Irgendwie holprig. Ich nehme mir vor, wenigstens noch die Schachtel mit den Halstüchern in den Schrank zu räumen. Für meinen gestört-leistungsbezogenen Seelenfrieden von wegen Tagwerk. Fotos sind auch von der Backstage-Ausstellung bei Sevenstar. Gestern hat mir Chris Bellevue, ein Fotograf, der mehrmals dort war, Fotos geschickt, die er von mir gemacht hat, nicht die beiden hier, zeig ich noch. Passiert nicht so oft, dass mich ein anderer Fotograf so gezielt in Serie einfängt. Wir waren im Gespräch an der Stelle in der großen, langen Galerie, wo das von mir blattvergoldete Bodengitter ist. Ich erklärte ihm, was mir durch den Kopf ging, als ich das machte, da hatte er die Idee, Fotos von dem Teil im Boden und mir zu machen, was nur funktioniert, wenn man sich zu Boden begibt. Ich hatte Lust auf Bilder. Er machte einen Fehler nicht, der mich extrem befangen macht: er dirigierte nicht, machte keine Richtungs-Vorgaben, wie ich sitzen oder blicken soll, das machte mich lockerer als sonst, wenn sich eine Kamera auf mich richtet und brachte eine verspielte Seite hervor.

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Margarete 13. März...
13.03.26, 21:36
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Margarete 11. März...
11.03.26, 05:24
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Margarete 10. März...
10.03.26, 16:43
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Margarete 10. März...
10.03.26, 11:36
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Sebastian Rogler Oh...
08.03.26, 20:25
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Margarete 8. März...
08.03.26, 20:05
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Margarete 7. März...
07.03.26, 13:35
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Margarete 4. März...
04.03.26, 19:00
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Margarete 3. März...
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Margarete 3. März...
03.03.26, 14:31
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02.03.26, 22:15
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james staut hello...
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Jan Sobottka Beifang...
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