13. oktober 2007

Der Mensch als organisches Wesen, bestehend aus Natur und Geist, der Mensch in seiner Leiblichkeit - mit Leiblichkeit ist das sinnliche und das geistige Wesen in seiner Freiheit zugleich gemeint - ist so Prinzip und Ausgangspunkt für natürliche wie spirituelle Erscheinungen. Damit offenbart er seine Doppelexistenz: Zwei getrennte Welten sind in ihm eine unlösbare Verbindung eingegangen. Das bedeutet weiter, daß im Menschen das rein Sinnenhafte, Tierhafte, Materielle überhöht ist. Er hat den Geist in sich aufgenommen, der ins Unendliche, Metaphysische strebt. Zwischen Geist und Natur, zwischen geistigen und physischen Vorgängen läßt sich keine exakte Grenze ziehen, eben weil der Mensch als Person beiden Bereichen zugehört.

[ Erzbischof Dr. Kardinal König; 1978 Nichts als Neugier. Interviews zu Fragen der Parapsychologie ]

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