14. Mai 2023







Als mich Ina vor ein paar Tagen animierte, mit Ihr zum Maskenball der Künstlerinnen zu gehen, stand ich vor der Herausforderung, mir eine Maske zu besorgen! Oder zu basteln. Nachdem ich mich ergebnislos im Bett gewälzt hatte, stand ich am Tag des Balls, gestern am Samstag recht früh auf, um eine alte Stiermaske aus Pappe zu suchen, die ich vor zwanzig Jahren mal gebastelt hatte. Ich konnte sie aber nicht finden. Ich ärgerte mich fast schon, dass das Motto "Maske" war, schließlich musste ich nun lange genug Maske tragen, auch ohne Ball. Ich wurde schon ein bißchen bockig. Dann fiel mir ein, dass ich doch noch unbenutzte FFP2-Masken in meinem Haushalt habe. Damit musste sich doch was anstellen lassen. Auf jeden Fall wollte ich Luft kriegen, aber die Ohrenhenkel könnte man bestimmt brauchen. Ich holte die Nagelschere und fing an zu operieren. Zuerst schnippelte ich das Mittelteil raus und stellte fest, dass das weder gut aussieht, noch bequem ist, das Kinnteil störte. Ich operierte weiter. Am Ende waren nur noch die Ohrenhenkel dran und ein schmaler Rand vom oberen Ende. Auf der Seite war der Rand noch breiter, da habe ich dann keck Fransen hineingeschnitten. Ich wollte mehr Fransen! Das waren dann die vier anderen FFP2-Masken. Es gefiel mir ganz gut und ich konnte das Ding in die Tasche stecken. Fertig für den Maskenball! Ich war damit zwar nicht die absolute Ballkönigin aber die originelle Idee wurde gelobt. Und auch nachhaltig, irgendwie!









14. Mai 2023

Bin heute noch gar nicht zum Bloggen gekommen, wegen Fotos. Also denen von gestern Abend. Ich war mit Ina beim Ball der Künstlerinnen im Camaro-Haus. Und da treffe ich unerwartet aber hocherfreut Katia! Sie sah einfach toll aus, für mich eine der besten Verkleidungen. Sie ist als Sachbearbeiterin gegangen! Mit Bürotasse und selbst gebastelter Marlboroschachtel in der Bluse. Toll. Einfach toll. Und schicker Haarfrisur, sehr gepflegt! Da, in dem Flickr-Album sind alle Bilder, könnt ihr schon mal gucken:

13. Mai 2023



Und nun hereinspaziert, in den Haupttempel der großen Projektion. So viel Wien ums Eck in Berlin! Die Fortsetzung folgt anderntags, voraussichtlich morgen. Muss mich nun kunstgerecht präparieren. Es steht ein Maskenball an, hoffe, meine Maskerade kommt an!



13. Mai 2023





Aparte Installation. Die Schrift schreibt sich von Zauberhand. Feine Typographie der Wiener Secession und der Zeitschrift Ver Sacrum.

13. Mai 2023







Hernach passieren wir ein Chambre séparée. Ein funkelnder, turmhoher Raum mit Spiegeln und Goldpailletten. Ein Kind wollte gar nicht mehr weitergehen, es war so verliebt in sein Spiegelbild in der Glitzerwelt. Erwachsene trauen sich nie, sich so lange anzuschauen, obwohl sie es doch vielleicht auch gerne möchten!



13. Mai 2023





Im Eingangs-Parcours von Klimts Kuss empfangen einen Zitate-Banner. Mutmaßlich Zitate von Klimt, aber so ganz sicher kann man sich da nie sein. "Alle Kunst ist erotisch" steht da zum Beispiel. Könnte von ihm sein. Für ihn war das sicher der Fall. Für mich auch, aber bei Einigen wird sich da Widerspruch regen. Gustav war jedenfalls der Chef-Erotiker unter den Künstlern seiner Zeit, da gibt es kein Vertun. Der gute Schiele hat ihn sich zum Vorbild genommen, er war sein Schüler. Klimt war Schieles Mentor und hat ihn unterstützt, indem er Zeichnungen von ihm kaufte. First Things First: bitte Schularbeiten machen und das erotische zeichnerische Werk von Klimt studieren. Nicht immer nur Adele, den Kuss und die Attersseebilder und jovial abwinken. Nachsitzen!

13. Mai 2023





Gestern Nachmittag begab es sich, dass ich mich in die Musikbrauerei in der Greifswalder Str. 23 begab. Dort läuft noch heute und morgen die Multimedia-Hommage an Gustav, die Show heißt "Klimts Kuss". Hat mir gefallen, so in den Bildern zu baden. Ich konnte mich unverzüglich auf das Visuelle einlassen, ohne Schautafeln zu lesen, weil ich unendlich viel über Gustav und sein Werk gelesen habe. Auch mit Emilie Flöge habe ich mich eine Weile wissenschaftlich befasst. Aber letzten Endes wird das auch in dem großen Raum mit den psychedelischen Projektionen noch einmal erzählt. Ich kriege den Begriff nicht über die Lippen, wie so aufbereitete Shows mit Visuals neuerdings genannt werden, nicht, weil ich einen Sprachfehler hätte, sondern aus sprachästhetischen Gründen. Das Wort, das mit i anfängt und mit v aufhört, klingt für mich wie eine Operationsmethode, unangenehm. Ich bin da empfindlich. Ich habe hundertvierzehn Fotos dort gemacht, poste ich noch nach und nach. Hier sind alle, für den Gesamteindruck.



12. Mai 2023









Da fehlen mir selbst die Worte. Die goldene Schachtel ausgekippt. Was so zueinanderfindet, im Goldrausch. Als ich das letzte Fragment setzte, kam im Zufallsmodus "When we walked in fields of Gold", die Aufnahme von Eva Cassidy (geschrieben von Sting).







KALEIDOSKOP I. Goldene Zeiten. "When we walked in fields of Gold." Spannkeile, Goldfolie, Messingteile, geknacktes Keller-Vorhängeschloss, geflochtenes Lederarmband, kupferfarbene Taschenhenkel, Spiegelscherben, Moser Roth-Caramell-Schokoladenpapier, handbemalte Streichholzschachteln von Ana Schönsteiner, Streichholzschachtel Theatercafé Schweinfurt, Lindt-Osterhasengoldpapier, Klimt-Beethoven-Fries-Bild-Schnipsel von Info-Flyern 2014 Wiener Secession, LOVE-Stretchborte von Surfbooties, Domaine Houchart-Côtes de Provence-Rotwein-Etikett (Flasche 2008 mit Cosmic im Hanffeld getrunken), Fotoschnipsel Designerstuhl, Schokoladenschachtel Original Beans, Gaga Nielsen-Visitenkarten, Haftnotiz mit Tel.-Nr. Jan und Telefonkritzelei, ausgeschnittene Drucke von Ausstellungsflyer, Verpackungsfüllstoff Papiernetz, Fragment VOGUE-Seite, Schnipsel Tagesspiegel-Zeitungsartikel mit Sonnenuntergang mit Palmen-Foto, Teetassengoldscherbe, aufgefaltete Trüffel-Goldschachtel, Zacken-Fragmente Ausdruck Gaga Nielsen-Bild "Evolution", Postkartentüte mit Aufdruck "AT PUNKT", blattvergoldetes Textilnetzfragment, blattvergoldete Papier-Zieharmonika, Eichenblätter vom Anita-Berber-Park, Jenny Kittmann-"Bargeflüster"-Booklet-Kuvert mit Widmung 17.11.2022, Herzblatt aus Pfütze Joachimstraße, Drucke von Frantisek-Kupka-Bildern "Amorpha, warm chromatic" und "Ordonnance sur verticales en jaune" 1913, Nielsen-Verpackungskarton, aufgesammelte Havel-Muscheln, Briefmarke aus den Siebzigern mit Jugendstilkopf, orange Halsmanschette Ginflasche, Fragmente zerlegte Geschenkschachtel mit Roségold-Arabesken, Etiketten von vier Flaschen Grauburgunder Schloss Bockfließ "Adele I" mit Klimt-Motiv, Ausdruck Gaga Nielsen-Bild "Feuer des Lebens", Foto Gaga Nielsen, aufgetrenntes Paillettenmäppchen, Postkarte mit Portrait-Zeichnung von Leonardo da Vinci, Flyer von Karl Neukauf-Konzert 2017, zerteilter Ausdruck "The Wassail" von Charles Rennie Mackintosh 1900, Neil Young-Portraitfoto Siebziger Jahre, Zuckertütchen Café Einstein, Visitenkarten UFA Talentbase und Ana Schönsteiner, Zündholzheftchen Grill Royal, Visitenkarte Café Bleibtreu, goldfarbene Metallsägeblätter, oranger Einbandkarton, Klebstoff, Kleiderbügelrundhölzer, Bambus-Stöckchen von Blumentöpfen, Papprückwand, Barockrahmen Bordeauxgold, 107,5 x 157,5 cm, 10. - 11., 13. - 16., 18. - 19., 21. - 25., 27. - 29. April 2023 und 7. - 11. Mai 2023, Staatliche Museen von Gaganien























11. Mai 2023





Der Mai
, so schön. Mit das Beste, was das Leben auf Erden zu bieten hat. Im Frühling verlieben sich die Menschen in die Erde, die lebende Materie. Herrliche, flirrende Materie. Die Erdmaterie. Das ist nicht verwerflich, sondern Würdigung des irdischen Lebens. In dem Moment, wo man durch das lichternde Grün streift, gehört es einem, auf jedem Meter. Und wer danach kommt, der hat es auch. Ich frage mich manchmal, ob Menschen, die viel Geld für einen Garten mit Zaun ausgeben, dieses Gefühl nicht kennen, durch eine grüne Wildnis zu streifen, mit dem Gefühl, dass einem das alles gehört. Mir reichen diese Sekunden von Besitz. Wichtig ist die Freiheit, diese Schätze besuchen zu können. Das ist der Reichtum.



11. Mai 2023





Moos und Magnolie, Mai in den verwilderten Prinzessinnengärten. Was so ein wundervolles Grabmal wohl einmal gekostet haben mag? Unbezahlbar, wie nun Moos ihr Haar zum Leben erweckt.



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