16. März 2010

believe it or not: ich gehe schlafen

15. März 2010

Wenn ich an einem tiefen Punkt bin, nehme ich hin und wieder nicht ganz unverzweifelt astrologische Bücher zur Hand. Die Ephemeriden. Das Buch der Transite. Die letzte Wahrheit ist: man findet sie nicht darin. Sicher, Stückwerk - aber das zentrale Geschehen... nein. Oder ich bin unfähig. Im Gegenteil kann man sogar sehr verzweifelnd vor viel zu großartigen Aspekten sitzen, so großartig, dass man es nicht wagte, sie auszusprechen, sich über das allzu ferne Paradies wundernd. Interaspekte, Synastrie, Composite, nie gesehenes Gewimmel von Konjunktionen zwischen Sonnen, Monden, Jupitern, Venus und Mars, Merkur nicht zu vergessen, Neptun, Pluto, Uranus, Saturn, Aszendent und Deszendent. Ich meine: Jupiter in Konjunktion mit meinem Deszendent. Darf's ein bißchen mehr sein. Ach, alles nutzloses, konstruiertes Menschenwerk. Gestern sage ich zu meiner Freundin, "Weißt du, wir beide sind nicht anpassungsfähig oder -willig genug. Nicht geschmeidig genug. Nicht weich und süß genug. Sicher, das sind wir auch, wenn uns gerade danach ist, wenn die Situation etwas Süßes hervorzulocken angetan ist. Aber nicht als Prinzip. "Noch was Süßes Schnuffi? Darf's noch ein bißchen Schlagsahne sein?" (Das Mutti-Prinzip) (hier bitte empörten MännerSöhnchen-Aufschrei imaginieren: "Na und, was ist denn daran schlecht?). Süß pah. Ich bin nicht mehr fünfzehn. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass das Leben so besonders süß wäre, dass man nun gar nicht mehr ein noch aus wüsste, vor lauter Süßigkeiten. Gelegentlich gut und schön. Aber sicher doch. Aber nicht als oberste menschliche Schlüsselqualifikation. Süß sein. Fuck it". Lachen am anderen Ende der Leitung. Wahrscheinlich ein Eintrag, den man besser nicht bloggen sollte, so man opportunistisch gestrickt wäre. Was ich nicht bin. Also scheiß drauf.


blue turns black turns grey turns blue turns grey turns black turns

Das war ein dunkler Tag heute. Das Wetter? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Aber ich boxe mich da schon wieder raus. Muss eben sein, jetzt. Muss ich durch. Macht mich stärker. Alles. Bärenstark.

Und dann die Weltherrschaft!
Küsschen!

14. März 2010

Ich denke an den Brief in meinem Schlafzimmer. Und meinen daneben. In Wahrheit zwei E-Mails. Und einen anderen, dritten, richtigen, auf Papier. Ich kaufte Briefpapier, dann. Sehr schönes. Nun liegt es hier. Unbeschrieben. Ich habe so ein kleines Kästchen mit Briefmarken drin. Schöne, fast alle schon gestempelte. Um ein bißchen zu übertreiben, wenn ich einen schönen Brief schicken will. Es sind sogar ein paar ganz alte darunter. Auf einer ist ein golden violettes Jugendstilmotiv. Auf einer anderen ein weißer Baum. Die Blätter sind wie ein Relief auf dem Papier der kleinen Marke eingeprägt. Sehr kostbar.

Ich fand die Marke, als ich noch bei meinen Eltern lebte, als Kind. Im Briefmarkenalbum meines Großvaters, der bis in die Siebziger Jahre Briefmarken sammelte und mir das Album später zum Spielen gab. Eine Marke hab ich immer bei jedem Umzug mitgenommen und aufgehoben. Eine Briefmarke mit einem blühenden weißen Baum. Noch war mir kein Brief kostbar genug, um sie aufzukleben. Ich zögerte jedesmal. Auch als ich vor ein paar Jahren viele herzensnahe Briefe schrieb. Diese kleine Marke behielt ich und wählte andere, auch sehr schöne, um die Umschläge schöner zu machen.

Ich habe mir sogar ein Tintenfass gekauft. Schwarz. Um den alten Füllfederhalter bei diesem Brief wieder auszuprobieren. Um alles angemessen zu machen. Weil der Füllfederhalter so lange nicht in Gebrauch war, fragte ich im Schreibwarengeschäft, was zu tun sei, ich wollte alles richtig machen. Die Verkäuferin sagte, ich solle den Füllfederhalter aufgeschraubt zwei Tage wässern, bevor ich ihn neu fülle. Das tat ich. Sogar drei Tage. Es eilte ja nicht. Ich wollte nur schreiben, wenn ich in einer besonders schönen Stimmung dafür wäre. Dann füllte ich den Füllfederhalter mit der schwarzen Tinte. Ich fand, sie sähe zu leblos aus, beinah tot, die schwarzgraue Tinte. Blau hat mehr Seele. Ich wollte ja einen Brief mit Seele schreiben. Ich kritzelte auf dem Papier herum und probierte aus, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlen würde, später dann. Wenn ich den Brief schreiben würde. Die Feder war sehr hart. Es fühlte sich etwas kratzig an, nicht geschmeidig. Ich wollte gerne mit einem weichen Strich schreiben.

Aber zuerst die Tinte. Ich musste mich um die Farbe der Tinte kümmern. Ich ging wieder in ein Schreibwarengeschäft, diesmal ein anderes. Ich erzählte dem Verkäufer von meinem alten Füllfederhalter und was man mir geraten hatte. Er meinte, "klauen Sie ihrer Oma oder ihrem Opa ein Kukident, das wirkt sofort". Ich sagte, "Ich habe keine Oma und keinen Opa mehr. Die sind alle unter der Erde." Dann kaufte ich ein kleines Tintenfass mit blauer Tinte. Ich überlegte, ich könnte die blaue in die schwarze Tinte mischen, das wäre kein so simples Königsblau, mehr so graublau. Das könnte sehr schön aussehen. Ich hatte mittlerweile auch Faserstifte zum Schreiben besorgt, mit einem weichen Strich. In Blau und in Schwarz. Für alle Fälle. Zuhause mischte ich ein wenig von der blauen Tinte in die Schwarze und zog den Füllfederhalter neu auf. Der Strich war immer noch sehr hart, ich legte den Füller ein bißchen mutlos beiseite und dachte, ich könnte ja, wenn es so weit wäre, dann doch mit dem schwarzen oder blauen Faserschreiber schreiben. Was sich eben am besten anfühlen würde.

Ich dachte schon darüber nach, wie ich den Brief beginnen wollte. Dass ich vielleicht schreiben würde, dass ich mir extra Briefpapier gekauft habe und dass es das erste Mal seit zehn Jahren wäre, dass ich jemandem einen handgeschriebenen Brief schicken würde. Ja, so wollte ich es machen. So könnte der Brief anfangen. Alles andere würde sich dann von selbst ergeben. Ich hatte vorsichtshalber zehn Blatt von einem sehr schönen Papier gekauft. Ich wusste ja nicht, wieviel ich schreiben würde, wenn es soweit wäre. Und zwei Briefumschläge. Vielleicht würde ich nur fünf Seiten oder weniger schreiben, dann hätte ich noch Papier für einen zweiten Brief, für später vielleicht. Ich dachte, ich würde den Brief wenige Tage später schreiben. In Ruhe, vielleicht an einem Nachmittag. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint und man schon den Frühling ahnen könnte. Vielleicht an einem Sonntag. Mit guten Gedanken im Herzen. Dieser Sonntag war noch nicht der richtige. Ich war zu traurig. Ich will mit einem schönen Brief antworten. Auch wenn darin gar keine Frage ist. Ich will den Rosenblättern antworten, die in der Mitte liegen.

13. März 2010



►watch on youtube

Four days will quickly steep themselves in night
Four nights will quickly dream away the time
And then the moon, like to a silver bow
New bent in heaven, shall behold the night

William Shakespeare, A Midsummer Night's Dream, Act 1, Scene 1, Hippolyta


Vier Tage tauchen sich ja schnell in Nächte
Vier Nächte träumen schnell die Zeit hinweg
Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen
Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun



12. März 2010

Wenn Du einen grünen Zweig im Herzen trägst, wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.

Chinesisches Sprichwort

11. März 2010

Jetzt muss ich mich aber am Riemen reißen. Keine flapsigen Einträge mehr, sonst ist es vorbei mit dem guten Ruf. Gestern vor dem Schlafengehen gerade noch kulturvoll Elisabeth Schwarzkopf verlinkt. (und sehr schön von vierzehn Engeln geträumt, vor dem Einschlafen...). Andererseits kann man sich das auch einmal erlauben. Wer will schon dauernd hochgestochenes Zeug lesen. Dass mir dieser ganze Shakespeare-Kram und so weiter Notaus Balsam auf der Seele ist, steht auf einem anderen Notenblatt im großen Konzert.

11. März 2010

Heul doch.

11. März 2010

Die altbackene "Miss Russia" ist auch weiter. Aha.
Nun ja.

11. März 1010

och ja, das hätte ich auch noch hingekriegt, da mit dem kessen weißen Brautanzug von Anja Gockel sophisticated gucken. Aber hat schon eine Hübsche ausgesucht (Nielsen guckt Topfmodel).

11. März 2010

heieiei, wie haben die das denn hingekriegt, die flachbrüstige - na, ah - dingens - dieses Model, schon geeignet - ah - in dem neuen YSL-Spot, dass die so üppig obenrum aussieht. Erstaunlich. Kate... ja, Kate Moss! Aber schon okay, die Gute. Schöne sexy Fresse. Rock'n'Roll halt. ha!

P.S. Ich bin übrigens nicht betrunken, ich schreib nur so.

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Highland Cattle |...
02.04.25, 23:11
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Lydia Gebel Ahhh,...
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Lydia Gebel Warst...
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Margarete 29. März...
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Christoph Martius Was...
29.03.25, 19:43
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