haha - auch strange - ein halbes Glas Bordeaux, ein Schälchen Darjeeling, ein viertel Glas Bordeaux, ein halbes Schälchen Darjeeling, ein halbes Glas Bordeaux, ein kleines Schälchen Barjeeling, ein dreiviertel Glas Bordeaux, ein bißchen Darjeeling, Bordeaux Bordeaux Bordeaux... zum Glück tirnkt trinkt man in meinem Alter nur noch gutes Zeug. Also meistens. Also jetzt ;-)
Abends, will ich schlafen gehn
Vierzehn Engel um mich stehn
Zwei zu meinen Häupten
Zwei zu meinen Füßen
Zwei zu meiner Rechten
Zwei zu meiner Linken
Zweie, die mich decken
Zweie, die mich wecken
Zweie, die mich weisen
Zu Himmels Paradeisen
Evenings when I go to sleep
Fourteen angels with me keep
Two stand at my head
Two at the foot of my bed
Two are at my right hand
Two are at my left hand
Two in covers tuck me
Two at morning wake me
Two that point the way to rise
To heaven's paradise
Sonne flutet Schreibtisch. Eine Hand breit. Zwei Armlängen. Links und rechts Schatten. Obwohl die schattige Fläche viel größer ist, dominiert der handbreite Sonnenstrahl die Atmosphäre. Der Schatten ist nebensächlich, weil der Blick sich auf das Licht richtet. Die Hoffnung hängt an einem Lichtstrahl, einem Funken. Und sei er noch so klein.
Your eyes are lode-stars
and your tongue’s
sweet air
More tuneable than lark
to shepherd's ear
When wheat is green
when hawthorn buds
appear
Sickness is catching
O, were favour so
Yours would I catch
fair Hermia, ere I go
My ear should catch
your voice
my eye your eye
My tongue should catch
your tongue's
sweet melody
Were the world mine
Demetrius being bated
The rest I'd give
to be to you
translated
~
Ein Angelstern ist
Euer Aug die Töne
der Lippe süßer
als der Lerche Lied
dem Hirten scheint
wenn alles grünt
und blüht
Krankheit steckt an
o tät's Gestalt
und Wesen
Nie wollt ich
angesteckt von Euch
genesen
Mein Aug lieh'
Euren Blick
die Zunge lieh'
Von Eurer Zunge Wort
und Melodie
Wär mein die Welt
ich ließ damit
Euch schalten
Im Grunde nur eine Frage der Zeit, wann das erste Gaga Nielsen-Opus mit Titania/Oberon-DiaMonologen erscheint. Schließlich durfte ich bereits den Puck im Sommernachtstraum geben (Anno Dingens Neunzehnhundertsowienoch - aber Titania! Das ist meine wahre Rolle!)
Und dieses Lied mag ich auch sehr. Immer wenn ich es höre, denke ich, wie gut es doch auf Rumours gepasst hätte. Es hätte sich nahtlos eingefügt. Hätte kein Mensch gemerkt. Aber dieser Song von den Magnetic Fields ist viel jünger als die alte Scheibe von Fleetwood Mac. Ich würe ihn gar nicht kennen, wenn ein unersetzlicher Caféhausbesitzer ihn mir nicht hätte zukommen lassen. Ich hör diesen Song nicht oft oder er kommt zufällig, aber wenn, dann ein paar mal hintereinander. Einmal lief das Lied einen ganzen Abend lang stundenlang. Es wurde mir erst zuviel, als es Zeit war, schlafen zu gehen.
Vor achtzehn Jahren auf Santorin. Ich war mit dem Schiff angekommen, sechseinhalb Stunden Fahrt von Piräus. Ein Häuschen bezogen, das ich erst bei meiner Ankunft suchte, in Oía, es war schon Abend, als das Schiff anlegte. Die Rückwand Fels, in den Berg der Kaldera gehauen. In einem winzigen Lokal mit liebevoll gedeckten Tischen aß ich zum ersten mal zu Abend. Bestimmt irgendeinen Fisch. Blick auf die anderen Kykladeninseln in der Ferne. Ein Blick wie aus dem Flugzeug. Wer Santorin kennt, weiß sofort, was ich meine. Analoge Bilder. Ich hab sie nie hochgeladen. Bis auf jene Seite, die den Beginn der Strecke markieren sollte.
Und da lief diese Musik. Von Wim Mertens. Ein Soundtrack, ein score. "Der Bauch des Architekten". Und die Sonne sank in irgendeinem furiosen Kupferton in die Ägäis. Das war ein guter Moment. Und auch der Wein. Ich mochte damals sehr gerne Weißwein, gerade den aus Santorin. Die Weinreben kringelten sich auf der Erde. Ende April, Anfang Mai. Die Touristen waren noch nicht da, die Saison hatte noch nicht richtig begonnen. Überall wurden die Mauern neu gekalkt, die Blumenbilder auf dem Asphalt erneuert. Solche Bilder hatte ich nie irgendwo zuvor gesehen in Griechenland. Blumen, wie von Kindern gemalt, so breit wie die Straße, mit dickem, weißem Pinselstrich. Und der Wind aus der Kaldera wehte jede Nacht den Sand unter der klappernden Tür in mein Schlafzimmer. Der Wind trägt einen Namen. Ich habe ihn vergessen.