11. März 2010

haha - auch strange - ein halbes Glas Bordeaux, ein Schälchen Darjeeling, ein viertel Glas Bordeaux, ein halbes Schälchen Darjeeling, ein halbes Glas Bordeaux, ein kleines Schälchen Barjeeling, ein dreiviertel Glas Bordeaux, ein bißchen Darjeeling, Bordeaux Bordeaux Bordeaux... zum Glück tirnkt trinkt man in meinem Alter nur noch gutes Zeug. Also meistens. Also jetzt ;-)

10. März 2010

Abends, will ich schlafen gehn
Vierzehn Engel um mich stehn
Zwei zu meinen Häupten
Zwei zu meinen Füßen
Zwei zu meiner Rechten
Zwei zu meiner Linken
Zweie, die mich decken
Zweie, die mich wecken
Zweie, die mich weisen
Zu Himmels Paradeisen

Engelbert Humperdinck




Evenings when I go to sleep
Fourteen angels with me keep
Two stand at my head
Two at the foot of my bed
Two are at my right hand
Two are at my left hand
Two in covers tuck me
Two at morning wake me
Two that point the way to rise
To heaven's paradise

10. März 2010

Sonne flutet Schreibtisch. Eine Hand breit. Zwei Armlängen. Links und rechts Schatten. Obwohl die schattige Fläche viel größer ist, dominiert der handbreite Sonnenstrahl die Atmosphäre. Der Schatten ist nebensächlich, weil der Blick sich auf das Licht richtet. Die Hoffnung hängt an einem Lichtstrahl, einem Funken. Und sei er noch so klein.

09. März 2010

Your eyes are lode-stars
and your tongue’s
sweet air
More tuneable than lark
to shepherd's ear
When wheat is green
when hawthorn buds
appear
Sickness is catching
O, were favour so
Yours would I catch
fair Hermia, ere I go
My ear should catch
your voice
my eye your eye
My tongue should catch
your tongue's
sweet melody
Were the world mine
Demetrius being bated
The rest I'd give
to be to you
translated

~

Ein Angelstern ist
Euer Aug die Töne
der Lippe süßer
als der Lerche Lied
dem Hirten scheint
wenn alles grünt
und blüht
Krankheit steckt an
o tät's Gestalt
und Wesen
Nie wollt ich
angesteckt von Euch
genesen
Mein Aug lieh'
Euren Blick
die Zunge lieh'
Von Eurer Zunge Wort
und Melodie
Wär mein die Welt
ich ließ damit
Euch schalten

William Shakespeare

08. März 2010

TITANIA
What angel wakes me from my flowery bed?

BOTTOM
The finch, the sparrow, and the lark,
The plain-song cuckoo gray,
Whose note full many a man doth mark,
And dares not answer nay
for, indeed, who would set his wit
to so foolish a bird?
Who would give a bird the lie,
though he cry 'cuckoo' never so?

TITANIA
I pray thee, gentle mortal, sing again
Mine ear is much enamour'd of thy note.
So is mine eye enthrallèd to thy shape;
And thy fair virtue's force perforce doth move me,
On the first view, to say, to swear, I love thee.

BOTTOM
Methinks, mistress,
you should have little reason for that:
and yet, to say the truth,
reason and love keep little company
together now-a-days:
the more the pity
that some honest neighbours
will not make them friends.
Nay, I can gleek upon occasion.

TITANIA
Thou art as wise as thou art beautiful.


~

TITANIA
Weckt mich von meinem Blumenbett ein Engel?

ZETTEL
Der Kuckuck, der der Grasmück
So gern ins Nestchen heckt
Und lacht darob mit arger Tück
Und manchen Ehmann neckt
Denn sein Rufen soll
eine gar gefährliche Vorbedeutung sein,
und wem jückt es nicht ein bißchen
an der Stirne, wenn er sich
Kuckuck grüßen hört?

TITANIA
Ich bitte dich, du holder Sterblicher,
Sing noch einmal!
Mein Ohr ist ganz verliebt
In deine Melodie;
auch ist mein Auge
Betört von deiner lieblichen Gestalt;
Gewaltig treibt mich deine schöne Tugend,
Beim ersten Blick dir zu gestehn,
zu schwören:
Daß ich dich liebe.

ZETTEL
Mich dünkt, Madame,
Sie könnten dazu nicht viel Ursache haben.
Und doch,
die Wahrheit zu sagen,
halten Vernunft und Liebe
heutzutage nicht viel Gemeinschaft.
Schade, daß ehrliche Nachbarn
sie nicht zu Freunden machen wollen!
Gelt, ich kann auch spaßen,
wenn's darauf ankommt.

TITANIA
Du bist so weise, wie du reizend bist.


Wiliam Shakespeare



Call me Titania

Im Grunde nur eine Frage der Zeit, wann das erste Gaga Nielsen-Opus mit Titania/Oberon-DiaMonologen erscheint. Schließlich durfte ich bereits den Puck im Sommernachtstraum geben (Anno Dingens Neunzehnhundertsowienoch - aber Titania! Das ist meine wahre Rolle!)

08. März 2010

beyond sophistication

07. März 2010



Lange tot und tiefverschlossen
Grüßt mein Herz die schöne Welt
Seine Zweige blühn und sprossen
Neu von Lebenskraft geschwellt
O! ich kehre noch ins Leben
Wie heraus in Luft und Licht
Meiner Blumen selig Streben
Aus der dürren Hülse bricht

Die ihr meine Klage kanntet
Die ihr liebezürnend oft
Meines Sinnes Fehle nanntet
Und geduldet und gehofft
Eure Not ist aus, ihr Lieben
Und das Dornenbett ist leer
Und ihr kennt die immertrübe
Kranke Weinende nicht mehr

Wie so anders ist's geworden
Alles was ich haßt und mied
Stimmt in freundlichen Akkorden
Nun in meines Lebens Lied
Und mit jedem Stundenschlage
Werd ich wunderbar gemahnt
An der Kindheit goldne Tage
Seit ich dieses Eine fand

Diotima! selig Wesen
Herrliche, durch die mein Geist
Von des Lebens Angst genesen
Götterjugend sich verheißt
Unser Himmel wird bestehen
Unergründlich sich verwandt
Hat, noch eh' wir uns gesehen
Unser Wesen sich gekannt

Da ich noch in Kinderträumen
Friedlich wie der blaue Tag
Unter meines Gartens Bäumen
Auf der warmen Erde lag
Da mein erst Gefühl sich regte
Da zum erstenmale sich
Göttliches in mir bewegte
Säuselte dein Geist um mich

Ach und da mein schöner Friede
Wie ein Saitenspiel, zerriß
Da von Haß und Liebe müde
Mich mein guter Geist verließ
Kamst du, wie vom Himmel nieder
Und es gab mein einzig Glück
Meines Sinnes Wohllaut wieder
Mir ein Traum von dir zurück

Da ich flehend mich vergebens
An der Wesen kleinstes hing
Durch den Sonnenschein des Lebens
Einsam, wie ein Blinder, ging
Oft vor treuem Angesichte
Stand und keine Deutung fand
Darbend vor des Himmels Lichte
Vor der Mutter Erde stand

Lieblich Bild, mit deinem Strahle
Drangst du da in meine Nacht
Neu an meinem Ideale
Neu und stark war ich erwacht
Dich zu finden, warf ich wieder
Warf ich meinen tragen Kahn
Von dem toten Porte nieder
In den blauen Ozean.

Nun, ich habe dich gefunden
Schöner, als ich ahnend sah
In der Liebe Feierstunden
Hohe Gute! bist du da
O der armen Phantasien
Dieses Eine bildest nur
Du, in deinen Harmonien
Frohvollendete Natur

Hab', ins tiefste Herz getroffen
Oft um Schonung sie gefleht
Wenn so klar und heilig offen
Mir ihr eigner Himmel steht
Wenn die Schlacken, die mich kümmern
Dieses Engelsauge sieht
Wenn vor meines Friedens Trümmern
Dieser Unschuld Blume blüht

Habe, wenn in reicher Stille
Wenn in einem Blick und Laut
Seine Ruhe, seine Fülle
Mir ihr Genius vertraut
Wenn ihr Geist, der mich begeistert
An der hohen Stirne tagt
Von Bewundrung übermeistert
Zürnend ihr mein Nichts geklagt

Aber, wie, in zarten Zweigen
Liebend oft von mir belauscht
Traulich durch der Haine Schweigen
Mir ein Gott vorüberrauscht
So umfangt ihr himmlisch Wesen
Auch im Kinderspiele mich
Und in süßem Zauber lösen
Freudig meine Bande sich

Friedrich Hölderlin

φ

06. März 2010



►watch on youtube

05. März 2010

Und dieses Lied mag ich auch sehr. Immer wenn ich es höre, denke ich, wie gut es doch auf Rumours gepasst hätte. Es hätte sich nahtlos eingefügt. Hätte kein Mensch gemerkt. Aber dieser Song von den Magnetic Fields ist viel jünger als die alte Scheibe von Fleetwood Mac. Ich würe ihn gar nicht kennen, wenn ein unersetzlicher Caféhausbesitzer ihn mir nicht hätte zukommen lassen. Ich hör diesen Song nicht oft oder er kommt zufällig, aber wenn, dann ein paar mal hintereinander. Einmal lief das Lied einen ganzen Abend lang stundenlang. Es wurde mir erst zuviel, als es Zeit war, schlafen zu gehen.

04. März 2010

Vor achtzehn Jahren auf Santorin. Ich war mit dem Schiff angekommen, sechseinhalb Stunden Fahrt von Piräus. Ein Häuschen bezogen, das ich erst bei meiner Ankunft suchte, in Oía, es war schon Abend, als das Schiff anlegte. Die Rückwand Fels, in den Berg der Kaldera gehauen. In einem winzigen Lokal mit liebevoll gedeckten Tischen aß ich zum ersten mal zu Abend. Bestimmt irgendeinen Fisch. Blick auf die anderen Kykladeninseln in der Ferne. Ein Blick wie aus dem Flugzeug. Wer Santorin kennt, weiß sofort, was ich meine. Analoge Bilder. Ich hab sie nie hochgeladen. Bis auf jene Seite, die den Beginn der Strecke markieren sollte.

Und da lief diese Musik. Von Wim Mertens. Ein Soundtrack, ein score. "Der Bauch des Architekten". Und die Sonne sank in irgendeinem furiosen Kupferton in die Ägäis. Das war ein guter Moment. Und auch der Wein. Ich mochte damals sehr gerne Weißwein, gerade den aus Santorin. Die Weinreben kringelten sich auf der Erde. Ende April, Anfang Mai. Die Touristen waren noch nicht da, die Saison hatte noch nicht richtig begonnen. Überall wurden die Mauern neu gekalkt, die Blumenbilder auf dem Asphalt erneuert. Solche Bilder hatte ich nie irgendwo zuvor gesehen in Griechenland. Blumen, wie von Kindern gemalt, so breit wie die Straße, mit dickem, weißem Pinselstrich. Und der Wind aus der Kaldera wehte jede Nacht den Sand unter der klappernden Tür in mein Schlafzimmer. Der Wind trägt einen Namen. Ich habe ihn vergessen.

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Highland Cattle |...
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Lydia Gebel Ahhh,...
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Lydia Gebel Warst...
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Margarete 29. März...
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Christoph Martius Was...
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