19. Juli 2023

Kleine Unterbrechung meiner Berichterstattung zur Eroberung der Siegessäule, aus aktuellem Anlass. Gestern Abend gab es in Babelsberg ein Wiedersehen mit Georg "Cosmic". Im Studio F von Rotor Film fand ein Prelistening des am 21. Juli erscheinenden neuen Albums "Starcatcher" von Greta Van Fleet statt, einer Band mit vier Jungs aus Michigan, die 2019 einen Grammy bekam, und Georg hatte mich gefragt, ob ich Lust hätte, mitzukommen. Ich hatte zwar bislang keine Verbindung zu der Band, aber war neugierig, auch auf das Studio, das als Europas größtes Studio für Audio-Postproduction bei Spielfilmen gilt, auch wegen des großen Screens. Colorgrading bei Visuals und Filmen lässt sich dort auch ideal bearbeiten. Leider durfte man drin keine Fotos machen, aber auf der Website von Rotor und in einem Bericht vom Deutschlandfunk sind Bilder von dem sehr großzügigen Studio zu sehen. Wir saßen in bequemen Ledersesseln, genau in der Mitte, drei Meter hinter dem meterlangen Mischpult mit über zwanzig Monitoren und hörten uns das Werk an. Moderiert von Christiane Falk von Radio Eins. Danach wurden zwei Bandmitglieder live zugeschaltet und es gab ein kleines, launiges Gespräch mit Fragen der Zuhörer. Auf der Seite war ein kleiner Tresen mit Snacks, Obst und Getränken. Von der schwülen Luft draußen war im Studio nichts zu merken, es war ideal temperiert, geradezu erholsam. Ein spektakulärer Arbeitsplatz. Danach machten wir draußen auf dem Gelände noch ein paar Bilder. Was unbedingt sein muss, wenn man sich fünf Jahre nicht gesehen hat. Wir haben uns upgedatet und ausgetauscht. Es ist schön, alte Weggefährten hin und wieder zu treffen, man spürt auch sehr, wie schnell doch Lebenszeit vergeht. Jetzt sind wir Fiftysomethings. Aber immer noch cool...!









18. Juli 2023







Nun aber nach oben. Wuchtig, wuchtig, der Aufgang. Wie lebhaft und vielfältig das samtige Grau des hellen Betons an der Decke ist.



18. Juli 2023





In diesem Teil der Ausstellung, im Tortenboden der Siegessäule, scheinen Vergleiche angestellt zu werden, weltweite. Empire State Dings, Eiffelturm, schiefer Turm von Pisa, wer hat den Größten...?



18. Juli 2023



Drinnen. Mächtige Betonpfeiler. Zuerst: Ausstellung gucken. Im Bereich "Siegessäule heute" wird die Love Parade als Highlight gewürdigt, obwohl Zweitausendfünfzehn auch schon wieder ein halbes Jahrzehnt Vergangenheit. Eine nachhaltige Ausstellung.









17. Juli 2023



Tür. Tür. Tür. Ticket. Eintritt ist teurer geworden, jetzt vier Euro. Die 0,50 € Rabatt im Café Viktoria hab ich leider jetzt erst entdeckt. Blöd. Zweitausendfünfzehn brauchte ich schon eine Lesebrille, die habe ich beim Ausflug kein einziges Mal aufgesetzt. Das Kleingedruckte auf so einem Kassenbon hat mich nie interessiert.





17. Juli 2023



Da hinein. Auf dem Relief sieht man die erste Love Parade 1873. Damals gab es noch keine Trucks mit Musikanlage und Verstärkern, deswegen mussten alle, die nicht zu Fuß bei der Love Parade mitmachen wollten, ein Pferd mitbringen. Da konnten dann am Sattel und Zaumzeug auch kleine Trommeln festgebunden werden und Köcher für die Flöten und eine Flasche aus Fell für die Getränke. Da auch 1873 schon Drogen und Alkohol als Proviant bei geselligem Beisammensein sehr beliebt waren, sind manche vom Pferd gefallen und wurden dann ein bißchen mitgeschleift, das sieht man auch sehr gut naturgetreu auf dem Relief abgebildet. Es musste ja immer weitergehen mit der Parade, immer zackig im Rhythmus. Bumm bumm bumm. Die Kopfbedeckungen waren zum Schutz gegen die Sonne, weil die Parade von Anfang an im heißen Juli stattfand, den ganzen Tag lang, bis nach Sonnenuntergang.







17. Juli 2023



Das unterste Stockwerk der Mokka-Hochzeitstorte von Goldelse ist aus einer Schicht Nussnougat mit einer Verzierung aus feinster Bitterschokolade. Das zweite Stockwerk der Torte ist aus großen Zigarren-Hippen gebacken, die mit Mokka-Creme gefüllt wurden und ebenfalls mit einer dicken Schicht Nougat überzogen wurden. Der Tortenboden unter und über den gefüllten Hippen-Säulen ist aus mit Mokkalikör getränktem Mürbteig. Die Säule wurde aus feinstem Lübecker Marzipan hergestellt und mit Mandelblättchen, Krokant und Blattgold verziert. In die Mitte der Säule wurde mit einer Spritzvorrichtung über die gesamte Länge Mousse au Chocolat eingefüllt. Goldelse ist aus Rosenmarzipan und trägt Unterwäsche aus Zuckerguss mit Kokosflockenspitze und Lavendelaroma. Ihr Hochzeitskleid ist aus hauchzartem Blattgold.















17. Juli 2023



Ich habe das Geheimnis recherchiert, wie Wim Wenders die Aufnahmen mit der Goldelse bei "Der Himmel über Berlin" und "In weiter Ferne, so nah!" hingekriegt hat. Das erzählte er in einem Interview mit der WELT. Die Schwarzweißfotos hier sind von mir und zeigen die echte Goldelse. Sie hat androgyne Gesichtszüge, könnte auch ein Jüngling sein. Das Modell von Wim Wenders sieht ein bißchen anders aus, die Pupillen kommen nicht so schön raus.





WELT: Wie haben Sie die Szenen auf der Siegessäule gedreht?



Wim Wenders: Für die Goldelse haben wir ein maßstabgetreues Modell gebaut, zumindest für ihren Oberkörper. Das stand für unseren Dreh auf einer Wiese irgendwo. (In Berlin gab’s ja damals freie und leere Flächen en masse.) Bruno Ganz und Otto Sander konnten bequem auf ihrer Schulter sitzen. Otto hatte aber Höhenangst, da war es ihm auch bei den fünf Metern schon ganz schön mulmig. Und dann mußte er auch noch runterspringen! Wir hatten tausend Pappkartons und Matratzen ausgebreitet, und laut unserem Stunt-Coordinator konnte bei dem Sprung absolut nichts passieren. Aber weil Otto so Angst hatte (umso mehr habe ich ihm angerechnet, daß er dann doch gesprungen ist), passierte dann das Unvermeidliche: Er hat sich den Fuß verknackst und ist in die einzige Ritze reingesprungen, die sich da zwischen all den Kartons versteckt hatte. Erst für den Nachfolgefilm fünf Jahre später, „In weiter Ferne, So nah!haben wir dann auf der echten Goldelse in luftiger Höhe gedreht. Aber da hatte Otto natürlich ein Double!



16. Juli 2023



Sweet Jane... See You in Heaven

16. Juli 2023

Bin immer noch etwas platt. Die Kombination von hohen Temperaturen, steigender Luftfeuchtigkeit und meinem einmal im Monat zyklisch auftretenden Kopfweh, links oben, wo der Hypothalamus, die Hormonfabrik sitzt, ist anstrengend. Früher dachte ich, ich hätte zuviel oder durcheinander getrunken, bis ich dem Rhythmus auf die Schliche gekommen bin. Ich trinke nicht mehr durcheinander und nur beste Qualität. Vor zwei Jahren habe ich angefangen, die Attacken in einen Kalender einzutragen und einen Zyklus identifiziert. Manche Attacken dauern anderthalb Tage, andere, wie diese gerade, bis zu drei. Hat Migräne-Qualität, mit einem einseitig links unter der Schädeldecke drückenden Druckkopfschmerz, ganz punktuell. Oft kann ich es gut durch zwei Aspirin auf einmal abdämpfen, aber nicht komplett. Genug der Leidensberichterstattung. Es geht mir schon besser, aber das Wochenende war daher leider von maximaler Regungslosigkeit geprägt. Freitag wollte ich übers Knie brechen, Jan beim Verein der Berliner Künstler zu treffen. Ich muss mich ja langsam mal wieder ein bißchen in der Szene connecten. Ich war absolut gewillt, zog mir das blauweiße Kleid an, das man auf dem Foto sieht, machte mich einigermaßen zurecht und ging mental motiviert los, obwohl körperlich nur Ruhe suchend. Dieses zuversichtliche Lächeln auf dem Foto ist Fake, fällt unter Autosuggestion, ich war nämlich kurz vorm Kreislaufkollaps. Fünf Minuten nach dem Foto daheim, an der Ecke Auguststraße zur Hamburger Straße, bekam ich so einen schlimmen Schwindel und Herzklopfen, dass ich mich an der Hauswand festhalten musste. Ich hatte einen Moment echte Panik, dass mir gleich das Herz stillsteht, mir wurde schon schwarz vor Augen. Es hatte keinen Sinn, ich musste umkehren, tapste vorsichtig zurück in meine Wohnung. Trank viel Wasser und legte mich hin. Kein weiterer Grund zur Beunruhigung, der Schwindel war sicher nur, weil ich nicht auf die Signale gehört habe, und los bin. Aber wie gesagt, es hat sich schon beruhigt und morgen bin ich wieder superfit. Habe seit Donnerstag Abend keinen Alkohol getrunken. Geht ja mal gar nicht. Bin nicht der Typ für Kamillentee!

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