17. Juli 2022







Danke an meine zuckersüßen Begleiterinnen Ina und Lydia, ohne die der Stones-Sixty-Abend mit Get Stoned im Frannz Club nur halb so schön gewesen wäre. Ich habe ja noch andere, genauso zuckersüße Freundinnen, die sind aber nicht alle so durch die Bank für Herumgetanze zu Stones-Hits zu begeistern.

Ich kann mir ja immer gar nicht vorstellen, dass jemand die Moves von Jagger und den ganzen Stones-Spirit, der ja schon eine Form der Religion ist, nicht Weltklasse findet.

Ich war schon als Kind Stones-Fan, es wurde dann eigentlich immer schlimmer. Bis auf einen kleinen Einbruch in meinem Fantum Mitte der Neunziger, weil mir ein Stoneskonzert im Olympiastadion nicht so super gefiel. Die Beziehungskrise ist aber längst überwunden. Ich bin einfach nur froh, dass es sie noch gibt.





17. Juli 2022



Alle Fotos vom sehr schönen Stones-Sixty-Jubiläums-Konzert von GET STONED feat. The Sticky Stones am 12. Juli 2022 im Frannz Club in Berlin.

16. Juli 2022



Vorgestern, am 14. Juli 2022. Bei einer Buchpremiere im Bücherbogen am Savignyplatz wurde "Schwule Architekten - Gay Architects, verschwiegene Biografien vom 18. bis zum 20. Jahrhundert" von Wolfgang Voigt und Uwe Bresan vorgestellt. Erschienen im Verlag für Architekturgeschichte Wasmuth & Zohlen. Hier ist eine Leseprobe, zweisprachig in Deutsch und Englisch.



Ich copypaste eine kleine Facebook-Konversation zwischen dem Fotografen Jan Sobottka und mir, bevor ich hinging:

Jan Sobottka
(...) Kommst du?

Gaga Nielsen
Nein, leider nicht, eben erst entdeckt, ich gehe gleich zum Bücherbogen am Savignyplatz, wo eine Buchvorstellung (über schwule Architekten) von Wasmuth und Zohlen stattfindet, um 19:30 Uhr. Ina ist natürlich da.

Jan Sobottka
wie blöd... schade
... schwuler Minimalismus ...vorstellbar?

Gaga Nielsen
es geht nicht um "schwulenspezifische" Architektur (falls es so was überhaupt gibt), sondern um die Geschichte von Architekten, die diesen Aspekt ihres Lebens im letzten Jahrhundert akribisch vertuschen mussten, um arbeiten zu dürfen und an relevante Aufträge zu kommen (wenn ich es richtig verstanden habe...) Natürlich ist schwuler Minimalismus nicht nur vorstellbar, sondern vorhanden, da ästhetische Neigungen nicht von sexueller Präferenz gesteuert sind, soweit ich weiß. Es ist sicher kein Zufall, dass es unter heterosexuellen Menschen sowohl zu Opulenz neigende, als auch Minimalismus liebende gibt. Was dich sicher nicht überrascht 🙂








































15. Juli 2022

Jetzt. Nacht auf dem Balkon. Richtung Süden.

14. Juli 2022

Die schönsten Performances von Mick sind die vom Rock'n'Roll Circus 1968. Nie hat er schöner und lässiger mit der Kamera geflirtet. Eine Augenweide. Bei Sympathy For The Devil zieht er gegen Ende sein Shirt aus und lässt aufgemalte Tattoos an seinem sehnigen Körper sehen. Er singt und kreischt und robbt über den Boden, ganz das schöne Tier. Er sieht leicht bekifft aus, aber sogar das steht ihm, dieser leicht verschleierte, entrückte Blick. Brian Jones dagegen... na ja. Er fügt sich in die Rolle der Nebenfigur, arbeitet das Erforderliche so ab, aber er hat mich nie angezogen.

14. Juli 2022





Sympathy for the Devil, 12. Juli 2022, Get Stoned, Frannz Club

13. Juli 2022

Ohrwurm seit gestern Abend. "Let's drink to the hard workin' people, let's think of the lowly of birth, spare a thought for the rag-tagged people, let's drink to the salt of the earth...." Salt of the Earth vom Beggars Banquet Album von 1968 ist so ein toller Song. Kenne ich seit einem halben Jahrhundert, klar! Aber bis gestern noch nie so gänsehautmäßig live erleben dürfen...



Es war ganz wundervoll, das Stones Sixty-Jubiläumskonzert von GET STONED. Der ganze Frannz Club hat Salt of the Earth gesungen... und alle anderen Songs auch. Und Miss You war schon wieder super! Der Sänger hatte einen ganz tollen langen, champagnerfarbenen Satinmantel an, später tolle Glitzerhemdchen und natürlich bei Sympathy for the Devil wieder seinen Zylinder und den Zauberstab. Auch immer sehr apart, wenn das Mikro mal zwischendurch in die Hose gesteckt wird, so schräg in den Hosenbund. Muss natürlich zur Figur passen. Sehr kess, gefällt mir. Die Bläser waren auch sehr attraktiv. Der allgemeine Liebling (bei einer repräsentativen Umfrage) von Ina, Lydia und mir ist der junge Keith-Gitarrist der Gruppe, Flori. Er ist so sehr in der Musik, es fließt entspannt aber doch hochkonzentriert aus ihm heraus. Dabei hat er immer so ein leichtes Schmunzeln um die Lippen. Ganz arg begabt. Also: es war toll. Schön ist auch, dass man für frische Luft in den Biergarten vom Frannz Club kann. Musste mir vorstellen, dass da neulich im Mai tatsächlich die Ärzte auf der relativ kleinen Bühne gespielt haben. Sie hatten eine Clubtour in Berlin und die war natürlich innerhalb von Sekunden komplett ausverkauft. Ist klar. Gestern war aber auch schön voll. Ein sing- und tanzfreudiges Publikum - wie wir! Fotos werden nachgereicht.

12. Juli 2022















St. Klara. Oder vielmehr der moderne Eingangsbereich, eine Vorkapelle mit dem Namen Pirckheimerkapelle. Wir sind nur wenige Meter vom Königstor entfernt, dem Eingang zum Handwerkerhof in der Königstraße. St. Klara ist etwas nach hinten versetzt in der Königstraße Ecke Klaragasse. Alles fotografiert auf meinem Weg zwischen meinem Hotel, dem Sorat Saxx am Hauptmarkt und dem Hauptbahnhof.

Ich habe keinerlei Erinnerung an St. Klara und diese ganz spezielle Ecke, wie ausradiert. Mich zog der 2006 bis 2007 umgebaute, nun moderne Spitzbogen-Eingang von weitem magnetisch an. Da der Tag heiß war, um die 32 Grad oder mehr, lockte der kühle, schattige Eindruck. Die eigentliche alte, konservierte Kapelle ist darüber indirekt zugänglich, ich warf einen Blick durch ein Innenfenster auf den mittelalterlichen Gottesraum. Grandioser Vorraum, klasse zeitgenössische Innenarchitektur. Wie ich immer sage: wenn der Entwurf, die Qualität hochkarätig ist, verträgt sich Neues sehr gut mit Altem, das ebenfalls eine hohe Qualität hat. Nie bei Architektur und Formgebung sparen, niemals! Wie wir sehen, sind Bauwerke mit das Nachhaltigste, was unsere Zivilisation hervorgebracht hat und leider Gottes sind darum eben auch die missratensten Bauwerke überaus nachhaltig, um diesen mittlerweile ausgeleierten Modebegriff zu benutzen. "Nachhaltigkeit" ist nicht per se "gut", sondern lediglich eine zeitbezogene Eigenschaft. Mein Interesse an der Nachhaltigkeit von Billig-Architektur ist gleich Null. Bausünden einstampfen und zwar nachhaltig! Kurzum: was da in der Vorkapelle der St. Klara-Kirche gemacht wurde, ist einfach schön. Magisches Licht. Erhebend.

Seit wann die schmerzensreiche Hiob-Skulptur aus den Fünfziger Jahren von Gerhard Marcks dort steht, vermag ich nicht zu verifizieren. Ich finde es dokumentationswürdig, dass vor einer mittelalterlichen Kapelle eine Figur eines Künstlers steht, der aus der Berliner Secession stammt und dem Bauhaus verbunden war, dessen Werke von den Nazis als entartet eingestuft wurden, außerdem ein Autodidakt, der größtes künstlerisches Renommée erlangte (eigenes Museum) und vieles noch selbst erlebte. Will sagen: in dieser Stadt ist nicht nur Platz für Mittelalter-Folklore, was man zunächst meinen könnte, wenn man meine bisherigen Fotografien sieht. Ich habe mich explizit und mit Wonne den historischen Ecke gewidmet, die ich als Jugendliche als Alltagskulisse selbstverständlich nahm, aber nicht relevant, mich damit näher zu beschäftigen.

Die biblische Geschichte des gramgebeugten Hiob, der nach Ruhm und Erfolg alles verlor, hat in der Bibel übrigens ein Happy End, damit vom lieben Gott begründet, dass er trotz der Plagen an seinem Glauben festhielt. Was für jeden schön ist, der harte Prüfungen durchstehen muss, ob seelisch oder körperlich. Wenn das der Deal sein sollte, glaube ich gerne! Wenn ich auch 1994 bei vollem Bewusstsein aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin.







11. Juli 2022

Morgen, 12. Juli 2022, das große GET STONED feat. The Sticky Tones | 60 Jahre Rolling Stones @ frannz Club Berlin, gibt noch Tickets, rund 23 €. Die sehr gute Band spielt diesmal mit dem ganz großem Besteck, die Brass Section "The Sticky Stones" ist dabei. Das wird ein Fest! Ina, Lydia und ich gehen hin, wir haben schon unsere Tickets. Ich habe vor, um 19 Uhr vor Ort zu sein, Showtime ist 20 Uhr.

11. Juli 2022





















Der Handwerkerhof. Ich hatte schon erwähnt, dass der Handwerkerhof für mich, vom Hauptbahnhof kommend, eine ideale Durchgangspassage zur Königsstraße darstellte. Nicht mehr und nicht weniger. Nie wäre man auf die Idee gekommen, sich dort niederzulassen und etwas zu essen oder trinken oder sich gar dort mit jemandem zu verabreden - völlig indiskutabel. Der Handwerkerhof galt als disneyhafte Touristenfalle. Die mangelnde Authentizität ließ sich schon an der lebkuchenhäuschenartigen Kulissenarchitektur erkennen, dazu Abtrennungen mit Jägerzaun, alles eng und puppenstübchenhaft vollgestopft, eine Kirmesbude neben der anderen, so das harte Urteil. Der Handwerkerhof konnte einfach nicht überzeugen. Man war sich einig, das ist ausschließlich für die touristische Zielgruppe "Christkindlesmarkt" erschaffen worden, die ganzjährig einen kleinen Weihnachtsmarkt benötigt. Als aufgeklärter junger Mensch eilte man schnell durch, um zum place to be zu kommen, nämlich dem exakt gegenüberliegenden KOMM. (Ich komme noch ausführlich dazu)



Ich muss allerdings sagen, als ich nun vor einer guten Woche vom Bahnhof kommend, etwas müde mit meiner schweren Reisetasche durch das Frauentor trat, empfand ich so etwas wie eine kleine Idylle. Fast hätte ich mich in eines der puppigen Lokale in den Halbschatten gesetzt. Ich hatte die rosa Touristenbrille auf. Mein Zeitplan gab das aber nicht so recht her, ich wollte auch erst mal zum Hotel und mein Gepäck loswerden. Es ergab sich dann auch zu einem anderen Zeitpunkt nicht mehr, sich dort niederzulassen, wäre jetzt auch nicht meine allererste Wahl für ein Treffen, aber ich sehe das Ensemble nun mit einer gewissen Altersmilde. Der Handwerkerhof wurde 1971, im "Dürerjahr", seinem 500. Geburtstag, aus der Taufe gehoben und sollte 1972 wieder abgebaut werden. Das Handwerkerdörflein kam so gut an, dass man es im ehemaligen Waffenhof am Frauentorturm ließ. So gibt es bis heute den Handwerkerhof. Was mir jedoch ausnehmend gut gefällt, sind die gestreiften Holztore der beiden Eingänge Königstor und Frauentor. Hier gehe ich aber von der traditionellen Altstadtmöblierung aus. Wirkt auf mich doch recht überzeugend.













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Highland Cattle |...
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