28. April 2026

Und wieder blüht die Magnolie in den Prinzessinnengärten.

Eigentlich möchte ich gar nicht weiter erklären, wie die Gärten zweitausendachtzehn zu diesem disneyhaften Namen gekommen sind. So kann man sich einfach vorstellen, dass Königin Luise von Preußen als Kronprinzessin dort gewandelt ist (...eher unwahrscheinlich). Aber indirekt gibt es doch eine Verbindung. Es gibt in Kreuzberg eine Prinzessinnenstraße und die erhielt ihren Namen am 3. Januar 1855 zu Ehren der Prinzessinnen aus dem Hause Hohenzollern. In jener Straße, in der ich übrigens im Sommer 1986 für drei Monate in der Hausnummer 1 - 3 wohnte, wurde ein hippiehaftes, gemeinnütziges Gartenkollektiv begründet, das mit den Prinzessinnengärten in der Herrmannstraße, auf dem ehemaligen Gelände des Alten St. Jacobi Friedhofs einen riesengroßen Ableger bekommen hat. Jetzt habe ich den Prinzessinnen-Namen doch erklärt. Dort gibt es nur noch circa fünfhundert alte Gräber, die nicht verlängert werden können, wenn sie bald auslaufen. Neue Bestattungen finden dort seit vielen Jahren nicht mehr statt. Das junge, blühende Leben hat Einzug gehalten. Im vorderen Bereich ist ein Gartencafé und im Sommer gibt es dort Open air-Kinovorstellungen. Ganz hinten, Richtung Tempelhofer Feld, beginnen dann die Gemüsegärtlein und Hochbeete mit pittoresken Gartenmöbeln, dazwischen Skulpturen. Die Magnolie ist recht nah vorne beim Café, abseits vom Weg.



g a g a - 28. April 2026, 15:07


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