14. Juni 2026



Ruhiges Wochenende. Drei letzte Eindrücke aus den alten Brigitte-Heften. Hoffe, die gezeigten Einblicke haben meine Leserinnen unterhalten. Vielleicht auch ein paar Leser. Ich hatte immer wieder kulturelle Erinnerungs-Flashbacks. Auch bei einer Annonce für "Echten Käse aus Holland", nicht abgelichtet, die dringend anriet, das in der Anzeige abgedruckte Rezept für Toast Hawaii unbedingt mit echtem Holländischen Käse auszuprobieren, es sei so unvergleichlich besser. Essen und Haushaltsführung spielte auch eine Rolle in regelmäßigen Rubriken. Rezepte, Rezepte, Rezepte.



Die "Brigitte-Diät" war damals noch nicht erfunden, aber es gab Gymnastik-Tipps und Werbung für Schlankheits-Dragées. Kurios war auch ein empfohlener Haushaltshelfer: eine durchsichtige Kunstoffdose mit Deckel und einem runden kleinen Loch als Aussparung, verschließbar mit einem Schlüssel. Das Ding diente zum Stromstecker aufbewahren. Höherer Sinn und Zweck der Büchse: Kleinkinder vor Elektrogeräten zu schützen. So konnte der Stecker eines einzelnen Geräts gezogen und für Kinderhände unzugänglich weggesperrt werden. War vielleicht kein Verkaufsrenner, da ich bis dato nie davon gehört habe, nur Steckdosenabdeckungen kannte ich. Was mir aber auch dämmerte beim Durchblättern, welchen Beitrag Stars in Sachen Kulturrevolution leisteten. Wenn ein Idol wie Romy Schneider in großer Auflage öffentlich ihr artiges Image ablegte, sich eigensinnig zeigte, war das auch Anregung, ja ein gangbarer Weg für die jungen Leserinnen. Man starb offenbar nicht an etwas Rebellion.

13. Juni 2026





Reklame für Körperpflege-Mittel, Schönheitstipps. Dokumente einer Epoche. Bei der Annonce für Scherk-Gesichtswasser zuckte ich innerlich kurz zusammen. In meiner frühen Jugend, wahrscheinlich in den Jahren der Pubertät mit unreiner Haut, circa ab 1977, kaufte mir meine Mama in der Drogerie Scherk-Gesichtswasser. Mit einem Wattebausch wurde nach dem Waschen des Gesichts morgens und abends das alkoholhaltige Gesichtswasser zur abschließenden porentiefen Reinigung aufgetupft. Anfang der Achtziger Jahre verschwand das beliebte Produkt der altehrwürdigen, jüdischen Berliner Parfüm-Marke Scherk vom Markt. Die Firmengeschichte mit Zwangsverkauf der Firma 1938 an Schering, Emigration und der relativ frühen Restitution 1948, nach Rückkehr der Nachkommen nach Deutschland mit Bemühungen ab 1946 der Wiedererlangung der alten Firma, ist bemerkenswert und erfuhr 2010 eine eigene Würdigung mit der Ausstellung "Du bist bei Parfümören angekommen" im Jüdischen Museum in Berlin - leider versäumt.



Gesichtswasser war nicht das einzige Körperpflegemittel bzw. Haushaltsprodukt, an das ich im Elternhaus herangeführt wurde, das ich auf mich gestellt, als junge Erwachsene nicht notwendig erachtete. Mundwasser habe ich zuletzt als Jugendliche benutzt, von Zahnarztbehandlungen abgesehen, wo man zwischendurch immer mit einem bereitstehenden Becher zum Spülen aufgefordert wird. Ich erinnere mich an drei Mundwasser-Marken: Odol, Lacalut und Mallebrin. Letzteres zog einem alles zusammen, mein Vater schwor darauf. Auch Haarfestiger, Haarspray, Wäsche-Stärke, Weichspüler, Möbel-Politur ("Pronto"), Scheuerpulver ("Ata"), Desinfektionsmittel ("Sagrotan") oder gar Tropfen zum Einnehmen gegen schwere Beine habe ich in meinem Haushalt bislang nicht.

12. Juni 2026



Auch Empfehlungen für neu erschienene Bücher sind 1961 in der Brigitte und mehrere abgeschlossene Kurzgeschichten, wie diese hier. Habe ich noch nicht gelesen, aber hole ich nach. Immer mit tollen Illustrationen versehen. Man muss sich noch mal vor Augen führen, dass eine Seite von den alten Heften fast DIN A3 groß ist. Also sind die ganzseitigen Bilder auch sehr gut geeignet, um sie aus dem Heft zu trennen und eingerahmt aufzuhängen. Als ich das Inhaltverzeichnis der beiden alten Hefte gelesen habe, fiel mir auf, dass bei beiden leider mehrere Seiten fehlten, je zehn, die sich auf den Wohn- und Einrichtungsteil bezogen. Sehr schade, hätte ich mir gerne durchgeblättert. Darin gab es u. a. immer ein sogenanntes "Brigitte-Zimmer". Ein Raum, der komplett von Brigitte wechselnd neu eingerichtet wurde und abfotografiert. Der ebay-Händler hatte die alten Brigitte-Hefte vielleicht von seiner Mutter, die damals immer den Einrichtungsteil extra gesammelt hat. Ich schätze, er hat das gar nicht geprüft, ob die Hefte vollständig sind. Aber ich will jetzt auch keine Mängelrüge machen und Zirkus veranstalten, freue mich auch so über die antiquarischen Hefte.

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Margarete 14. Juni...
14.06.26, 13:02
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Margarete 12. Juni...
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Margarete 8. Juni...
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Margarete 7. Juni...
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Margarete 7. Juni...
07.06.26, 19:21
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Margarete 7. Juni...
07.06.26, 19:19
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Saskia Rutner Wow!!...
07.06.26, 10:51
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Margarete 6. Juni...
06.06.26, 18:52
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Ina Weisse Nicht mehr...
06.06.26, 14:11
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Margarete 5. Juni...
05.06.26, 23:53
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