29. April 2026



Habe gerade den Abschiedsbrief von Jonathan Meese an seine vor einer Woche verstorbene, sehr verehrte Frau Mutter gelesen. Außerdem war gerade der Bezirksschornsteinfeger von Mitte da und hat einen Rauchmelder ausgewechselt, der seit ein paar Wochen nervig in circa 20-Stunden-Abständen zweimal gepiepst hat. Der Schornsteinfeger war in voller Montur mit schwarzer Kluft mit goldenen Messingknöpfen und hohem, schwarzem Zylinder. Ich hab ihn aber nicht angefasst - auch nicht danach gefragt. Gestern hab ich gehört, dass manche den Schornsteinfeger nicht anfassen oder am goldenen Knopf reiben, sondern ihn kneifen! Das täte ich mich ja noch viel weniger trauen. Ganz schön kess. Ist das vielleicht eine regionale Spezialität im Hohen Norden, in Schleswig-Holstein und Hamburg? Beim Googeln hab ich gar nichts darüber gefunden, nur, dass manche Glücksritter dem Feger mitunter ihren ausgefüllten Lottoschein zum Betatschen hinhalten.

P.S. jetzt mit Bild, gemalt 1970 oder 1971 (war ich fünf oder sechs)

28. April 2026



Und wieder blüht die Magnolie in den Prinzessinnengärten.



Eigentlich möchte ich gar nicht weiter erklären, wie die Gärten zweitausendachtzehn zu diesem disneyhaften Namen gekommen sind. So kann man sich einfach vorstellen, dass Königin Luise von Preußen als Kronprinzessin dort gewandelt ist (...eher unwahrscheinlich). Aber indirekt gibt es doch eine Verbindung. Es gibt in Kreuzberg eine Prinzessinnenstraße und die erhielt ihren Namen am 3. Januar 1855 zu Ehren der Prinzessinnen aus dem Hause Hohenzollern. In jener Straße, in der ich übrigens im Sommer 1986 für drei Monate in der Hausnummer 1 - 3 wohnte, wurde ein hippiehaftes, gemeinnütziges Gartenkollektiv begründet, das mit den Prinzessinnengärten in der Herrmannstraße, auf dem ehemaligen Gelände des Alten St. Jacobi Friedhofs einen riesengroßen Ableger bekommen hat. Jetzt habe ich den Prinzessinnen-Namen doch erklärt. Dort gibt es nur noch circa fünfhundert alte Gräber, die nicht verlängert werden können, wenn sie bald auslaufen. Neue Bestattungen finden dort seit vielen Jahren nicht mehr statt. Das junge, blühende Leben hat Einzug gehalten. Im vorderen Bereich ist ein Gartencafé und im Sommer gibt es dort Open air-Kinovorstellungen. Ganz hinten, Richtung Tempelhofer Feld, beginnen dann die Gemüsegärtlein und Hochbeete mit pittoresken Gartenmöbeln, dazwischen Skulpturen. Die Magnolie ist recht nah vorne beim Café, abseits vom Weg.





28. April 2026







Leicht versteckte Lieblingshecke in den Prinzessinnengärten. Bei meiner kleinen Werkstatt, knappe Minute Fußweg um die Ecke.

27. April 2026



Wilde Wiesentulpen, Nachfahren früherer Grabblumen in den Prinzessinnengärten. Gestern bei einem kleinen Spaziergang.



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Lydia Gebel Ohhhhr....
30.04.26, 10:25
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Die Hemmschwelle ist...
30.04.26, 10:23
arboretum
Zu mir kam einige...
29.04.26, 22:50
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Margarete 27. April...
27.04.26, 19:13
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Saskia Rutner Tolles...
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Margarete 26. April...
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Jenny Kittmann 24....
24.04.26, 00:36
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Es kann ja schon als...
23.04.26, 21:25
kid37
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22.04.26, 17:22
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ANH 21. April 2026...
21.04.26, 20:48
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ANH 21. April 2026...
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Jenny Kittmann Was...
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