11. September 2024

Im Gedenken an Caterina Valente. 14. Januar 1931 - 9. September 2024. Von meinem Vater und meiner Mama sehr geliebt. In den Fünfzigern auch besonders die Duette mit ihrem Bruder Silvio Francesco (der bereits vor 24 Jahren starb), wie zum Beispiel "Sag mir Quando". Ganz wunderbar. Ich habe auch Lieblingsaufnahmen von ihr. Vor allen anderen, ihre Interpretation von Michel Legrands "Les Moulins de mon cœur". Hier eine Live-Aufnahme aus dem Pariser Olympia, wo sie am 25. Dezember 1972 mit Legrand ein Konzert gab. Und ihr Bruder Silvio Francesco spielte wunderbar Gitarre dazu. Addio, Caterina. Adiós & Adieu.

11. September 2024

[ Reisenotizen 14. Juli 1991 ]



"Sonntag in Griechenland. Die blühende Insel Spetses mit der „clear air“ verursachte mir trotz Willenskraft-Kampf Atemnot zur Schlafenszeit. Meine Eindrücke sind noch nicht so ergiebig verdaut. Natürlich liebe ich alle Griechinnen und auch die Männer. Die Damen haben großes Talent, das wirk-lich Beste auch aus einem weniger eindeutigen Typ zu machen. Frisur, Make up, Haltung – nötigen wohlwollende Zustimmung ab! Anerkenndes Pfeifen! „Innerlich“ quasi…. Schönes Gelabere. Mein übliches Asthma-Ablenkungsmanöver. Ich muß mich halt erst einleben, „ein-atmen“…. Wie der Appartement-Besitzerin-Sohn oder Neffe erklärt hat: „The Cyclades… - the architecture – yes! – it is more striking – but – it’s too dry… it’s better here…. It’s better….”



Und die gigantischsten Bananen-Bäume, die das Auge je erblickt hat… Ein Blatt, das 2 Meter breit ist und um ein Vielfaches länger. Und wilder Wein und Pfirsiche, noch grün, und alle Kräuter und Bäume, viele Kiefern und hohe Gräser und Blüten, die der Insel ein Frühlingsgesicht geben – und das lauteste Grillen-Zirpen als immerwährendes Hintergrund-Geräusch. Schafe zwischen Panama-Gras beim Blick vom weiß-gekalkten – natürlich – Balkon. Der in Ermangelung einer Hanglage des Hauses, nicht vorhandene Meer-Blick (vom Reiseveranstalter übrigens in keiner Weise zugesagt), hat ein deutsches Paar mit Angeber-Attitüde zu einem hysterischen Anfall mit dem einfältigen und nutzlosen Refrain „But we want to see sea, we want to see sea, we want to see sea!“ hingerissen.



Womit sie sich für die Schublade der blöden Deutschen qualifiziert haben. „They make me ill….“ sagte die Lady aus Athen, „Tell me…. What shall we do about them…? Shall we tell them to go to Hydra?...?” Es gibt einen klassischen Athener. Onassis-Style. Tiefdunkle Sonnenbrillen, häufig Goldrand, Das gute 60er-Jahre-Design. Und beige und weiße Polo-Hemden zu beigen oder weißen Baumwollhosen mit Schlag… Dazu beige oder weiße Slipper. Reeder-Look. Und ein sinnlicher, herrischer Mund unter markanten Nasen. Und eine angemessene, goldene Uhr am angenehm-behaarten Handgelenk. Stolz. Sehr…. Der Steward auf dem „Flying Dolphin“ von Piräus nach Spetses…. In blütenweiße Baumwolle gewandet, die nacht-schwarze Brille (die braunen Oberarme…). Eigensinniger Gesichtsausdruck. Stolzer Grieche, gar nicht lächerlich, sondern jedem eingebildeten New Yorker an Coolness überlegen. Da weiß man, was man hat! (...Da wüßte "frau", was "frau" hätte...)"





Kleine Fußnote zu diesen in einer schlaflosen Nacht auf dieser blühenden Insel Spetsai entstandenen Notizen: ich hatte bis vor achtzehn Jahren, also bis 2006, seit meiner Kindheit jeweils in den Sommermonaten Juni, Juli und August nächtliche Asthma-Attacken, die mir allnächtlich bis Ende August ab drei Uhr nachts den Schlaf raubten. Ich konnte dann nur aufrecht sitzend einigermaßen atmen oder in seltsam gekrümmten Körperhaltungen und hatte immer entsprechende Aerosol-Sprays parat. Kann sein, dass ich 1991 noch kein Spray hatte. Seit 2006 ist dieses Leiden vollständig verschwunden, seit ich meine Ernährung umgestellt habe. Die Attacken wurden durch die Kombination meines überforderten Immunsystems provoziert, wenn gleichzeitig Blütenpollen flogen und ich mir Getreide einverleibte. Nur jeweils ein Aggressor von beiden konnte von meiner Immunsystem-Verteidigungs-Armee abgewehrt werden, beides gleichzeitig ließ mein Immunsystem kapitulieren. Seither vermeide ich Getreide beim Essen und habe seither keine Asthmaanfälle mehr. Ich habe mich also mit 25, als ich das schrieb, weniger gesund gefühlt als heute. Die Charité hat im Rahmen einer Studie festgestellt, dass sich mein Lungenvolumen seither von 70 auf 120 Prozent erhöht hat. Auch ab und zu eine zu rauchen, macht mir nichts aus. Alle Aerosol-Sprays gegen Asthma-Anfälle habe ich vor fünfzehn Jahren entsorgt. Dagegen ließ mich ein Aufenthalt 2004 in Wüstenregionen von Arizona aufatmen. Die extrem trockene Luft der vegetationsarmen Landschaft war überaus erholsam für mich.

10. September 2024



Neunzehnhunderteinundneunzig hätte ich vielleicht noch als Postkartenfotografin durchstarten können. Aber heute... daher: hier und heute Gratis-Postkarten aus meiner analogen Kamera von Annoknips. Der junge Mann mit Besen stand vor dem Eingang vom "Byzantino", das heute anders heißt. Das Restaurant gehört auch der Familie, die mein Apartment bewirtschaftete, dem Orloff-Clan. Und er ist einer der Söhne oder Neffen gewesen. Die sind alle in das Geschäft hineingewachsen. Heute haben sie daraus ein noch schickeres Resort gemacht, es ist das umgebaute, frühere Familienanwesen, wo auch mein Häuschen stand, und haben Studios auf Hydra. Das ehemalige Byzantino Restaurant trägt heute den Namen der Familie. Sieht alles sehr einladend aus. Die Geschäftsführer sind die Söhne der Familie, die mich damals in die Hotspots des Nachtlebens von Spetsai begleiteten. Gentlemenlike.

09. September 2024





Schlafzimmer mit kleiner Terrasse mit gemauertem Bänkchen. Zu Fuß zum Strand über das Schlangen-Mosaik von Agios Nikolaos.



09. September 2024









Die Reise im Juli 1991 nach Spetsai war meine erste Bekanntschaft mit Griechenland. Später, als ich auch andere griechische Inseln besucht hatte, konnte ich erkennen, was besonders an Spetsai war. Der Grieche im Berliner Reisebüro war so Feuer und Flamme, als er mir zu Spetsai riet, dass ich mich einen Moment fragte, ob es sein besonderes Verkaufsgeschick sein könnte, derart viel Enthusiasmus zu zeigen. Zum Geschäftsabschluss gab es einen Metaxa. Ich beschloss, ihm zu vertrauen und sogar ein bißchen zu glauben, dass er selbst am liebsten Urlaub auf Spetsai macht, wie er sagte. Da sich vor Ort alles als sehr vertrauenswürdig erwies und mich die Gastgeberfamilie wie eine ferne Nichte willkommen hieß, hatte sich mein Vertrauensvorschuss als richtig erwiesen. Wenn ich gegen Mittag mein kleines Ferienhäuschen verließ, um zum Strand zu kommen, musste ich einen längeren Weg durch den Garten gehen, vorbei an der Familienvilla, entlang einer Säulenallee über Kieselmosaike. Schöner hätte ich es mir nicht ausdenken können.



09. September 2024

Gut in Athen gelandet! Mich gleich in ein Taxi geschmissen, ich kenne mich ja überhaupt nicht aus hier! Ich muss das Schnellboot kriegen. Das schicke kleine, blau-gelbe, das ist es. "Flying Dolphin". Hat auch prima geklappt. Vorbei an Hydra, schon sind wir da, auf der Insel Spetsai. Mir ist die genaue Fahrzeit entfallen, aber heutzutage ist die Rede von 2 Std. und 5 Minuten. Kam mir kürzer vor, unter zwei Stunden. Die kleinen Flying Dolphins gibt es nicht mehr, wie ich gerade sehe. Am Hafen stehen adrette Einspänner-Pferdekutschen als Taxi, weil es keine Autos auf der Insel gibt.



Das war mir bekannt und sehr recht. Jetzt aber erst mal zu meinem kleinen Ferienhäuschen. Bin bestimmt hingelaufen, ist auch nicht weit vom Hafen entfernt. Hatte einen Plan aus Papier mit, den mir das griechische Reisebüro in der Kantstraße spendiert hatte. Der Inhaber hat mich auch überhaupt drauf gebracht, nach Spetses zu reisen. Ich wollte eigentlich nach Skorpios, aber der Onassis-Clan hat es mir leider nicht erlaubt. Aber anderen auch nicht. Da kam dem Herrn vom Reisebüro Ilios die Idee, dass Spetses für mich interessant sein könnte, ich hatte noch nie davon gehört und war interessiert, nachdem ich hübsche Bilder gesehen hatte und er mir die Geschichte erzählte, warum Spetses und die kleinere Insel Spetsopoula eine besondere Bedeutung für Stavros Niarchos hat, seit Onassis Skorpios gekauft hatte. Der Hahnenkampf der beiden Reeder-Titanen musste immer auf Augenhöhe bleiben. Als Onassis Anfang der Sechziger Jahre Skorpios erworben hatte, brauchte Niarchos dringend auch eine eigene schicke Insel. Daher kaufte er 1962 Spetsopoula, die kleine Insel vor Spetsai, um die High Society dorthin einzuladen und tolle Feste zu feiern. Da Spetsai mit seinem schönen Jachthafen ganz nah war, konnten dort die herrlichen Schiffe seiner vornehmen Gäste ankern und auch ein Fünf-Sterne-Hotel gab es auf Spetsai. Damals nicht selbstverständlich für eine nicht so sehr große griechische Insel.



Spetses war zudem seit langem ein beliebtes Feriendomizil für die wohlhabenderen Athener Familien, so auch für die Familie von Melina Mercouri. Ihr Vater war der Bürgermeister von Athen und so verbrachte die kleine Melina jeden Sommer ihrer Kindheit auf der Insel mit den vielen Pinien und lauschigen versteckten Buchten.

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Margarete 2. März...
02.03.26, 22:15
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01.03.26, 21:07
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Jan Sobottka Beifang...
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