07. Mai 2011
Es waren zwei Kinder, die spielten am Fluss. Sie bauten ein Floß und ließen es schaukeln. Auf Kieseln und Wellen, flußauf und flußab, durch Schilf und durch Gras, bei Regen und Wind. Es war so ein Spaß. Da kam eine Dürre, der Fluss wurde kleiner, das Flußbett, das blieb. Nur noch ein Rinnsal, das Rinnsal bald trocken. Erst Schlamm, dann nur Erde. Die Erde hat Risse, das Floß an der Seite, am trockenen Ufer, da war niemand mehr.

Der Junge, jetzt älter, erinnert das Spiel. Das Spielen auf Wellen, das Fließen des Fusses. Das Mädchen, auch älter, sieht ihn von Weitem, erkennt seinen Haarschopf und winkt mit der Hand. Er zeigt auf das Floß und bückt sich zur Tasche, im trockenen Flußbett, sie schaut ihn nur an. Die Füße im Flussbett, zerissene Erde. Er nimmt eine Flasche und zeigt ihr ein Rinnsal, im trockenen Flußbett, das sofort versiegt. Sie schüttelt den Kopf und packt seine Schultern, so fest sie nur kann. "Das ist nur ein Rinnsal, das ist doch kein Fluss! Das Floß braucht ein Flussbett, das Flussbett braucht Wasser, so viel wie wir hatten, siehst du das nicht?" Der Junge wird wütend, die Flasche zerspringt. Die Splitter am Bein, der Hand und im Herzen. Der Haut und in Haaren, das Spiel geht nicht weiter, es gibt kein Zurück. Der Junge ruft zornig: "Du hinderst den Fluss!" Der Fluss ist ein Flussbett seit Tagen und Jahren, die Flasche des Jungen, sie bringt ihm kein Glück. Es gibt keinen Zauber, der Fluss will nicht fließen, er findet kein Wasser, das ist sein Geschick. Der Junge alleine, zuhause mit Wasser, es gibt eine Rinne, da spielt er sein Glück. Ein Floß, ein paar Hölzer, da fließt es, das Rinnsal, ein ganz kleines Bächlein, beinah ein Fluss. Die Rinne ist kleiner, sie braucht nur ganz wenig, doch wichtig war einer, ein anderer Fluss.

Der Junge, jetzt älter, erinnert das Spiel. Das Spielen auf Wellen, das Fließen des Fusses. Das Mädchen, auch älter, sieht ihn von Weitem, erkennt seinen Haarschopf und winkt mit der Hand. Er zeigt auf das Floß und bückt sich zur Tasche, im trockenen Flußbett, sie schaut ihn nur an. Die Füße im Flussbett, zerissene Erde. Er nimmt eine Flasche und zeigt ihr ein Rinnsal, im trockenen Flußbett, das sofort versiegt. Sie schüttelt den Kopf und packt seine Schultern, so fest sie nur kann. "Das ist nur ein Rinnsal, das ist doch kein Fluss! Das Floß braucht ein Flussbett, das Flussbett braucht Wasser, so viel wie wir hatten, siehst du das nicht?" Der Junge wird wütend, die Flasche zerspringt. Die Splitter am Bein, der Hand und im Herzen. Der Haut und in Haaren, das Spiel geht nicht weiter, es gibt kein Zurück. Der Junge ruft zornig: "Du hinderst den Fluss!" Der Fluss ist ein Flussbett seit Tagen und Jahren, die Flasche des Jungen, sie bringt ihm kein Glück. Es gibt keinen Zauber, der Fluss will nicht fließen, er findet kein Wasser, das ist sein Geschick. Der Junge alleine, zuhause mit Wasser, es gibt eine Rinne, da spielt er sein Glück. Ein Floß, ein paar Hölzer, da fließt es, das Rinnsal, ein ganz kleines Bächlein, beinah ein Fluss. Die Rinne ist kleiner, sie braucht nur ganz wenig, doch wichtig war einer, ein anderer Fluss.
g a g a - 7. Mai 2011, 21:04