23. September 2017





Noch ein Atelierbesuch, bei Claudia Sawallisch. Künstlerhaus 19, Schlachtensee, Wasgenstraße 75. S-Bahn Schlachtensee. Spaziergang, bißchen verlaufen. Als ich ankam, war der Ausstellungsbereich leer und ich ging nach oben. wo die Ateliers sind, auch das von Claudia. Kleine Runde, familiär gewissermaßen, Sofa, Stühle im Kreis, Wein. Claudia raucht, einer steht vom Sofa auf und singt a capella Summertime, weil er zu Ende geht. Ein anderer steht auf, singt Fly me to the moon. Heiterkeit. Claudia zieht große Leinwände, die sich senkrecht an der einen Wand stapeln hervor. Geflügelte Wesen. Schätze. Mir tut es immer ein wenig weh, wenn kostbare Bilder einfach übereinander oder hintereinander liegen, wie langweilige Aktenordner, die ins Regal geräumt werden, damit sie nicht herumliegen. Bilder müssen atmen und gesehen und bewundert werden, sonst sind sie beleidigt. Besonders bei zwei sehr großen Werken hätte ich gerne verboten, dass sie zurück in die Lücke gesteckt werden. Natürlich braucht man Platz. Verstehe ich schon. Aber einige Bilder sollten, wenn sie außergewöhnlich gelungen sind, immer sichtbar sein. Ich hatte den Impuls, oder zu bewahrenden Hintergedanken, mir die Bilder zu merken, für eine Gelegenheit, wenn sie gezeigt werden können. Das mache ich jetzt häufiger. Später, danach, an anderen Tagen war ich in den Ateliers von Katia Kelm und Evelyn Sommerhoff, und ich habe auch da unsichtbare Merkzettel angeklebt. Ich habe Lust mit Lieblingswerken von befreundeten Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellung zu machen. Von mir wäre auch das eine oder andere dabei. Auch ein paar Leinwände, die ich vor vielen Jahren bemalt habe. Man würde vielleicht eine innere Verwandtschaft entdecken. Ich brauche nicht lange, um zu sehen, ob ein Bild meines wäre. Dass ich bilslang nichts kaufte, ist nur dem Umstand geschuldet, dass mir der Platz zum Hängen fehlt. Vor einer Woche bei Evelyn Sommerhoff war ich besonders kauflustig. Aber nur in der Phantasie. Aus Höflichkeit würde ich niemals sagen "Ich nehme das. Und das. Und das auch!". Das ist ein Riesen-Kompliment. Auch wenn es nicht realisiert wird. Aber ich könnte die Bilder eben ausstellen. Ich wäre bestimmt eine grandiose Galeristin. Es wären sehr atmosphärische Räume und es gäbe Musik im Hintergrund und immer etwas zu trinken. Etwas sehr Gutes. Man könnte sich hinsetzen oder auch legen. Vielleicht eine Ottomane hier, eine Chaiselongue da. Ein kleines Tischchen, ein schönes Sofa. Wie man mit Bildern lebt, sie hegt und pflegt.







23. September 2017

Ihr Wahl-O-Mat Ergebnis:

Tierschutzpartei 77,6 %
Menschliche Welt 75 %
Tierschutzallianz 73,7 %
Die Partei 73,7 %
Die Linke 73,7 %
DU. Die Urbane 73,7 %
V-Partei³ 73,7 %
DKP 73,7 %
Bündnis Grundeinkommen 73,7 %
Demokratie in Bewegung 73,7 %
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands 71,1 %
Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale 71,1 %
Bergpartei 71,1 %
Grüne 67,1 %
Piraten 67,1 %
Deutsche Mitte 67,1 %
Gesundheitsforschung 65,8 %
Die Humanisten 60,5 %
Die Grauen 60,5 %
Allianz Deutscher Demokraten 60,5 %
SPD 59,2 %
Ökologisch Demokratische Partei 59,2 %
Bürgerrechtsbewegung Solidarität 59,2 %
CDU/CSU 52,6 %
FDP 52,6
Volksabstimmung 52,6 %
Freie Wähler 48,7 %
Partei der Vernunft 48,7 %
Bayernpartei 47,4 %
NPD 38,2 %
AfD 38,2 %
Die Rechte 34,2 %

Aha. (kann mich gar nicht an Fragen mit Tieren erinnern). "Menschliche Welt" und "DU." (und einige andere) musste ich erst googeln. "DU. Die Urbane - eine Hip Hop Partei" (...) "Hip-Hop ist unser Alleinstellungsmerkmal, deswegen steht es bei uns im Namen. Ich kann jedem in drei Minuten erklären, was Hip-Hop bei uns bedeutet. Die CDU bräuchte da sicher länger um mir zu erklären, was an ihnen noch christlich ist. Und ich würde es trotzdem nicht verstehen." Raphael Hillebrand. Bundesvorsitzender. Und V-Partei war mir auch nicht geläufig. "Partei für Veränderung, Veganer und Vegetarier". Das erste V ist ganz mein Ding, aber die anderen beiden "Veganer und Vegetarier"... hm. Die DKP konnte auch ordentlich punkten. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Tja. Nun bin ich ungefähr so schlau wie vorher, was ich morgen wählen soll. Ich wollte jetzt eigentlich einer Partei zuliebe meine Essensvorlieben nicht umstellen müssen. Dass ich derart weit weg von den Grünen bin, überrascht mich dann doch, als frühere, altgediente Grün-Wählerin. Das letze mal waren auch DIE PARTEI und die Linke on top, gefolgt von den Piraten. Letztere sind nun auch im Mittelfeld bei den Grünen. Darf man als Schnitzelesser überhaupt eine Tierschutzpartei wählen? Im Wahl-o-mat wurde gar nicht nach Essensvorlieben gefragt. Aber für nachhaltige ökologische Landwirtschaft bin ich natürlich in jedem Fall, das kommt auch der geschmacklichen Qualität beim Fleisch zugute. Und, weiß jemand von meinen Lesern schon, wo morgen das Kreuz gemacht wird? Ich habe eine engere Wahl und entscheide dann irgendwie impulsiv nach Tagesform. Oder so. Hip Hop ist leider eher im Ausnahmefall meine Musik. Gibt es eigentlich eine Musik-Partei? Nix gefunden. Eine Mode-Partei ist auch nicht dabei. Da wäre natürlich GMK Spitzenkandidat, das hat er schon mal in Aussicht gestellt. Werde mich heute nicht mehr weiter damit belasten. Morgen Wecker stellen, habe um Zwei am Nachmittag eine Verabredung zum Fotografieren, da muss ich das unbedingt vorher hinkriegen. Spätestens um 13 Uhr in die Wahlkabine in der Kastanienbaumschule, da vorne, um die Ecke in der Gipsstraße befindet sich das Lokal meiner morgigen Wahl.

23. September 2017



gestern in SOeHT7

18. September 2017



Die Treppe nach oben. Es sind viele Stufen. Wir hatten noch Wein, den nahmen wir mit, weil der Garten geschlossen wurde. Auf der Terrasse war eine Gesellschaft, die sich kannte und unter sich bleiben wollte, sollte. Da setzt man sich nicht dazu oder bittet aufzurücken. Outdoor-Lounge-Möbel, flackernde Kerzen in der Sommernacht. Innen ist es auch schön, die Türen zur Terrasse und den Balkonen standen weit auf. Alles in heimeliges Dunkel getaucht, Lampenschirme, rote Wände, schwere Ledersessel. Zu weich gepolstert, man versinkt mehr, als man möchte, so ein bißchen in der Falle, und rückt an die vorderste Kante von Sessel und Sofa. Daran merkt man, dass es neue Möbel sein müssen, die Traditionszitate sind nur Kulisse. Waren Sitzmöbel früherer Epochen nicht sogar immer besonders gut und kompakt gepolstert? Aber wir blieben noch, weil die Playlist so vertraut war. In welcher Bar laufen diese ganzen Stones-Songs,, die man merkwürdigerweise nicht so oft gehört hat, dass man sich nicht mehr freuen würde. Grandiose Räume und die Bilder, diese Bilder. Allen voran die Fotografie mit Keith Richards und Ronny Wood. In der Mitte Gerd Müller mit seinem Vollbart und daneben Franz Beckenbauer. Eindeutig in München. Wo sonst hätte sich so ein Foto ergeben. Schon interessant, wann eine Fotografie, die jemanden abbildet, mit dem man nicht innig verbunden ist, einen Wert jenseits der persönlichen Bindung bekommt. Als Zeitdokument eines besonderen Szenarios. Hier auf eine kuriose Art, in der Widersprüchlichkeit des Aufeinandertreffens von zwei sehr frei lebenden Rockstars und zwei eher in ihrem bayrischen Fußballclub-Korsett gefangenen Kickern. Obwohl natürlich auch Stars. Man sieht dem Bild an, dass Keith und Ronnie gebeten wurden, für das Bild zur Verfügung zu stehen. Wahrscheinlich hatten sie an dem Abend ein Konzert im Olympiastadion hinter sich und waren zur After Show Party mit Müncher Prominenz geladen. Gerd Müller war auch ein Rebell in seiner Gilde. Hat sich immer wieder politisch aus dem Fenster gelehnt. Wahrscheinlich war er gar nicht so linksradikal, nur für bayrische Verhältnisse. In Bayern galt vermutlich auch die Berliner CDU als linksliberal. Ich überspitze, aber habe die Ohren gespitzt, als ich - frisch eingetroffen - die ersten Diepgen-Interviews in der Berliner Abendschau hörte, Mitte der Achtziger. Was der für Berliner Verhältnisse konservative Ebi Diepgen von sich gab, klang in meinen Ohren in etwa so tolerant und moderat, wie ich es sonst von bayrischen SPD-Politikern kannte. Das Bild. Keith und Ronnie und Müller und Beckenbauer. Rock'n'Roll trifft Kompromiss und Opportunismus. Verewigter Widerspruch. Ina und ich waren uns eins, dass dieses Bild hervorragend ist, da an dieser schummrigen Wand in der Lebensstern-Bar. Wir verliießen das Einstein und verbrachten die weitere Nacht in der Victoria-Bar, nicht weit von da.





18. September 2017



Kuriose Begebenheiten im alten Einstein. Verabredung mit Ina. Zeit vergessen - aber ich war zuerst da, in der alten Villa in der Kurfürstenstraße in Schöneberg. Viel zu selten ist man dort. So ein Ort, entdeckte man ihn im Urlaub, man würde ihn in der Postkarte an die Lieben erwähnen. Falls man noch Postkarten schreibt. Schreibt man noch Postkarten? Ich bekomme manchmal welche von kid37. Aus Wien. Und von Hiddensee. Und freue mich total. Und schreibe selber keine. Nur virtuelle Postkarten, wie diese hier. Also eine Postkarte an meine Leser, vom alten Cafè Einstein. "Stammhaus" wird es untertitelt, seit es das zweite Unter den Linden gibt. Ich hörte zum ersten mal vom Einstein bei einer 3-Sat-Übertragung. Es war eine live-Sendung, die Ärzte waren zu Gast. Wann könnte das gewesen sein? Ich lebte damals noch nicht in Berlin, war aber auf jeden Fall in die Ärzte verliebt, und wenn die da auftreten, ist das bestimmt ein brauchbarer Ort. Ich muss das mal eben recherchieren - - - ok - finde nichts. Aber so war es. Vielleicht war es zur Berlinale 1984 oder 85 oder 86... egal. Als ich Sechsundachtzig nach Berlin zog, führten mich meine Erkundungen auch ins Einstein, das versteht sich von selbst. Ich hatte unheimlichen Respekt vor dem Lokal. Im Dschungel hatte ich einen Liebhaber kennengelernt, der beim Film arbeitete, mit Frau von Trotta Rosa Luxemburg drehte, und die Premierenfeier war im Einstein. Ich wäre gern dabei gewesen, aber ich war nur eine Liebschaft, jemand, den man in der Nacht trifft. Das verbinde ich auch mit dem Einstein. Die Ober waren immer ein bißchen elitär seinerzeit, aber vielleicht kam es mir auch nur so vor. Als wir uns da neulich verabredeten, Ina und ich, war es ganz anders. An diesem Abend, Ende Juli, waren die Innenräume völlig leer, die Gäste waren draußen im lauschigen Hof, und ich wählte einen Tisch unter der Pergola. Sie erinnerte mich an eine Filmszene mit Romy Schneider und Alain Delon. Die beiden sitzen beim Heurigen, er in seiner schneidigen Offiziers-Uniform, sie als das Mädel aus der Bäckerei - oder war das Helmut Lohner und gar nicht Delon? Verwechsle ich eventuell, zu faul zum überprüfen. Dabei hab ich den Film vermutlich sogar auf einer alten VHS-Kassette. Jedenfalls war der Platz, den ich für Ina und mich gewählt hatte, ein sehr schöner und poetischer. Ich habe das gar nicht angemessen fotografiert, dabei hätte es niemanden gestört. Da wir nicht verabredet hatten, wo wir uns im Einstein treffen, teilte ich dem Ober mit, dass ich noch eine Freundin erwarte und bat ihn, sie zu dem von mir gewählten Tisch im Garten unter der Pergola zu führen, sobald sie da sei. "Eine schöne blonde Frau!" Der Ober nickte beflissen und versprach hoch und heilig, genau dies zu tun. Ich saß derweil unter den rankenden Blättern und bestellte Wein und Wasser und studierte die Karte. Es war noch hell, ein Sommerabend, ganz lau. Am Tisch hinter mir ein englisch sprechendes Paar, er bedeutend älter, bestellte eine Flasche Champagner. Die Palmenblätter wippten, ich hatte Lust zu rauchen und stellte fest, dass meine Zigarettenschachtel so gut wie leer war. Ina brauchte offenbar noch etwas länger, ich wartete und dachte, ich könnte einstweilen Zigaretten holen, der andere Kellner hatte mir versichert, dass es einen Automaten im Keller gibt. Eine gute Möglichkeit, die Zeit zu überbrücken. Also hinein in die Villa und die Stufen nach unten zu dem Automaten. Ich rauche ja sehr unregelmäßig, aber wenn, mit Hingabe. Wenn ich mich bevorrate, dann so gut wie immer im Supermarkt, beim Kauf der Lebensmittel. Oder hin und wieder beim Rosen-Kiosk in der Rosenthaler Straße. Aber an einem Automaten war ich seit ungefähr zwanzig Jahren nicht mehr. Das erklärt meine Verwunderung, dass der Automat von mir einen Beweis meiner Volljährigkeit haben wollte. Ich dachte eigentlich, dass die Dinge des täglichen Bedarfs im Zuge des technischen und logistischen Fortschritts einfacher zu bekommen sind, aber das gilt nicht für Zigaretten. Aha. Nun bin ich im Besitz einer EC-Karte und auch Bargeld war im Portemonnaie, aber das hat leider nicht gereicht, um den Kauf am Automaten zu legitimieren. Ich hatte bereits einen Geldschein in den Automaten gesteckt und wählte die Marke, aber dann wurde der Vorgang blockiert, weil ich mich nicht parallel dazu ausgewiesen hatte, also den Personalausweis nicht in den Leseschlitz eingeführt. Und zwar deshalb, weil mein Personalausweis das gar nicht kann, meines Wissens. Ich habe seinerzeit, als ich das neue biometrische Ding bekommen hatte, quasi abgelehnt, dass er digital lesbar ist. Oder so ähnlich. Weiß nicht mehr. Wie auch immer, ich stand genervt vor dem Zigarettenautomaten im Keller vom Einstein und drückte auf die Taste für die Geldrückgabe. Und nun purzelte ein Goldregen in den Münzschacht. Was ich als Schein eingeführt hatte, wurde mir nun in fünfzig-Cent-Münzen heimgezahlt. Zehn Euro in fünfzig-Cent-Münzen. Ich danke. Ich schaufelte den Münzberg in mein nur noch schwer verschließbares Portemonnaie und ging wieder die Treppe nach oben. Da empfing mich der ältere Ober, der mich auch begrüßt hatte, mit einem breiten, warmen Lächeln und den Worten: "Sie werden schon erwartet! Ich begleite Sie zu Ihrem Tisch, Ihre Freundin wartet schon geraume Zeit!" Einen Moment überlegte ich, ob Ina bereits gekommen sein könnte, und nun auf mich warten würde - wobei - so lange war ich ja nun auch wieder nicht unten beim Zigarettenautomaten... Der Oberkellner führte mich mit fürsorglicher Geste die Treppe nach unten in den Garten und zielsicher zu dem mir bereits bestens bekannten Tisch unter der Pergola. Der Tisch war immer noch leer. Ich schaute den Kellner irritiert an. Er schaute mich irritiert an und begann entschuldigend zu stammeln - - - "Aber - äh - da war doch Ihre Freundin....?" Ich: "Aber das bin doch ICH!!! Ich habe keine Zwillingsschwester! Ich bin es selber!!!" Er "Ah ja - mein Gott - ich dachte - weil Sie sagten, die Freundin ist eine schöne blonde Frau!" Ich setzte mich abermals an den Tisch und nahm einen Schluck Wein. Der jüngere Ober, der unserem Tisch zugeteilt war, kam vorbei, ich erzählte ihm, dass ich nicht in der Lage war, mir Zigaretten an dem Automaten zu holen, weil ich nicht beweisen konnte, dass ich volljährig und daher befugt sei. Ich klagte mein ganzes Elend. Er versicherte, dass das überhaupt kein Prolbem sei, er könnte das für mich regeln. Ich nannte ihm die Marke und er servierte mir das Päckchen wenige Minuten später. Und dann kam auch endlich Ina, in einem tollen roten Armani-Kleid, sich für die Verspätung entschuldigend. Ich erzählte ihr das Drama am Zigarettenautomat, und die ja auch irgendwie interessante Verwechslung von dem schon etwas betagten Ober. Sie lachte und ich fand es dann auch nur noch ulkig. Wie in einem alten Hans Moser-Film. Ich bestellte mir ein kleines Schnitzel und revidierte die Bestellung nochmal - lieber doch das große. Das war es dann auch. Später gingen wir noch nach oben in die Lebensstern-Bar, da gibt es eine kleine extra Bildstrecke. Und beim Gehen freuten wir uns über das Bild von Romy in der Eingangshalle. Sie passt da ganz wunderbar hin. Man freut sich einfach. Das alte Einstein ist schon etwas sehr Besonderes.





16. September 2017



Ich werde dieser entzückenden Dame im Laufe des späteren Nachmittags einen Besuch abstatten. Es handelt sich um die Malerin Katia Kelm, die heute und morgen ihr Berliner Atelier für die Meute öffnet. Es soll Kaffee und Würstchen geben. Und noch andere Sachen, wie zum Beispiel selber gemalte Bilder von außergewöhnlicher Qualitat. Das Bild da oben ist bei der re:publica-Veranstaltung im Mai 2014 entstanden. Ich habe sie aber schon früher paparazzt. Zum Beispiel im Sommer 2006 in der Coca-Cola-WG in Charlottenburg. Sie hat den anderen Chicks with Balls zugehört und sich auf den Bällen geräkelt, und später selber aus ihrem Blog gelesen, was sie in ebenfalls unvergleichlicher Qualität gemacht hat. (Sehr schöne Beine auch!) Sie hat auch einen sehr tollen und berühmten Mann, den hat sie aber verdient.




Das allererstemal habe ich Katia in echt bei einer Lesung in einer Kneipe in der Choriner Str. gesehen. Das war im Januar 2006, bei einer Neujahrslesung. Lyssa hat auch gelesen, da war sie noch Bloggerin, heute Mozilla-Chefin, nicht zu glauben. Auch Modeste und die Kaltmamsell haben damals gelesen, jede auf ihre sympathische Art. Aber bei Katia dachte ich, diese Frau gehört auf die Bühne. Sehr ungewöhnlich auch, dass sie beim Lesen ihrer Texte selber lachen musste, und es wirkte nicht peinlich, sondern hat zusätzlich zur Erheiterung beigetragen. Normalerweise kommt das ja nicht so gut, wenn ein Komiker bei der geplanten Pointe schon mal als erster lacht, damit das Publikum weiß, dass das lustig war. Bei Katia war das allerdings unbeabsichtigt und das Publikum brauchte auch keinerlei Hinweis, dass es losgehen darf mit der Heiterkeit. Ich war dann ein bißchen verliebt, in unsere Schwadroneuse aus Hamburg, so hieß ihr Blog damals. Danach waren wir in einer Kneipe mit einem russischen Namen. Offenbar durfte da geraucht werden. Ah ja, Prassnik. Ordentlich getagged.

15. September 2017



Beim Abbau in der Tykwerzelle. Jetzt ist jemand anders darin. Das war schon mein Ding, eigene Räume zu haben, ein Universum ohne Kompromisse - im Rahmen der Gegebenheiten. Man lernt mit jedem Schritt, mit dem man sich in die Welt bewegt. Dass ich mich wacker schlage, dachte ich schon. Aber dass ich gerade in den letzten Wochen davor so einen Energiepegel mit tausend Ideen bekomme, war eine interessante Erfahrung. Jetzt könnte ich nach einer Pause so weitermachen. Ich habe ja auch so viel, und es lässt sich immer wieder verwerten. Später, danach, fiel mir mitunter auf, was ich nicht gezeigt habe, weil keine Zeit war, oder weil ich Bilder, die auch das eine oder andere Aha ausgelöst hätten, schlichtweg selbst nicht mehr auf dem Schirm hatte. Nach dem Abbau kam wieder der Fahrer mit griechischem Hintergrund, der als Sechsjähriger nach Berlin kam und hier aufwuchs, mit seinem GO-Transporter. Er hatte einen Freund und Kollegen dabei, die beiden halfen mir tatkräftig, meine Projektionswände und die schweren Taschen mit dem Equipment in die zweite Etage von meinem Atelier in der Schierker Straße hochzutragen. Wir haben uns geduzt, es war regelrecht familiär. Dann habe ich drei Stunden alles ausgepackt und halbwegs verräumt, den Regiestuhl in den großen Raum gestellt, auf die Sitzfläche mein altes Vaio-Notebook mit dem dritten Setup, das nicht zum Einsatz kam, wäre vielleicht auch untergegangen. Oder auch nicht. Dann zuhause ein innerlicher Cut, als hätte ich alles nur geträumt. Die letzten Tage die Lücke im Blog geschlossen, vorhin. Den letzten fehlenden Eintrag hier eingefügt. Alles nachgetragen. Bei zwei besonders langen Kommentarsträngen musste ich lachen und da war klar, dass das doch nicht so idiotisch ist, wie ich selbst manchmal zu mutmaßen geneigt bin. Es ist einfach zu amüsant. Das muss dann jeder selber entscheiden, ob so etwas einen zu archivierenden Wert hat. Wenn meine treuen Blogleser sehen, was ich in gewisser Weise mehr als ein Jahr unterschlagen habe, könnten sie sich vernachlässigt fühlen, aber ich habe ja nun alles getan, um es wieder gutzumachen. Schreibt man das so? Bei der Rechtschreibung bin ich seit langem verunsichert. War ich früher nie. Aber das geht vielen so. Ich denke, man versteht es. Ich versuche immer, verständlich zu schreiben. Wenn ich kryptisch bin, ist es eine Notlage. Noch gar nicht so spät, erst ein Uhr neunzehn. Dachte, es wäre schon später. Ich mochte den Sommer übrigens, mit seinem untypischen Wetter. Da bin ich alleine auf weiter Flur. Es war nie so heiß, dass ich meinen Adlerhorst vor der Hitze dämmen und abdunkeln musste, das ist immer ein gewisser Aufwand. Bei jeder Sonnenstunde war mir wie Frühling. Auch gestern Nachmittag wieder. Gegen Mittag hatten wir Regen, am Nachmittag brach eine Sonne mit einem Licht aus, das etwas von Mai oder März hatte. Dann wieder Wolken. Da mein Leben nicht aus Freibad-Plänen besteht, ist diese wilde Mischung für mich völlig in Ordnung. Nur das eine lange Sommerkleid hätte ich gerne einmal ausgeführt. Aber manchmal gibt es ja auch drinnen Gelegenheiten, keinen Rollkragenpullover zu tragen. Ich kriege heute keinen furiosen Schluss bei diesem Eintrag hin. Manchmal habe ich da ein Händchen dafür, heute nicht. Heute trinke ich nur noch etwas. Ich mache schon genug.

12. September 2017

Ich mochte Heiner Geißler, Partei hin oder her. Im Grunde wäre es ohnehin eine exzellente Strategie, Parteien, die sich im Rahmen unseres Grundgesetzes bewegen, aber Verkrustung, Verhärtung und Optimierungsbedarf erkennen lassen, mit Freigeistern zu unterwandern anzureichern. Seine Einschätzungen wirkten immer unabhängig und besonnen. Ruhe in Frieden, Heiner Geißler.

09. September 2017

ganz wunderbares Cello.



Adrian v. Ribbentrop

08. September 2017

darf im Regiestuhl sitzen

g a g a
Ergebnis Erststimmen...
25.09.17, 10:36
g a g a
in der Wahlkabine:...
25.09.17, 08:30
g a g a
Danke.
21.09.17, 18:28
arboretum
Das Feature lief auch...
21.09.17, 10:50
g a g a
P.S. ich war vorhin...
19.09.17, 08:23
g a g a
fb ~ 19.09.17
19.09.17, 04:34
g a g a
im Abendlicht
18.09.17, 22:56
g a g a
fb ~ 18.09.17
18.09.17, 22:40
g a g a
fb ~ 18.09.17
18.09.17, 18:50
g a g a
fb ~ 18.09.17
18.09.17, 18:46
g a g a
Ungläubig wird...
18.09.17, 13:33
zuckerwattewolkenmond
Ich fand ja
18.09.17, 12:51
g a g a
doch, doch, ich fand...
18.09.17, 12:20
zuckerwattewolkenmond
Deine Story
18.09.17, 10:50
g a g a
übrigens: Photoshop...
18.09.17, 02:00
g a g a
Etwas Ähnliches...
17.09.17, 20:18
Modeste
Das waren schöne...
17.09.17, 19:18
g a g a
g a g a
fb ~ 15.09.17
15.09.17, 19:52

21.47
a
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