16. juni 2005

schnecke 11

14. juni 2005

passion

there has fallen a splendid tear from the passion flower at the gate. she is coming, my dove, my dear; she is coming, my life, my fate; the red rose cries, she is near, she is near; and the white rose weeps, she is late, the larkspur listens, I hear, I hear; and the lily whispers, I wait.
tennyson


gestern fotografiert

12. juni 2005

agave
aloe vera

12. juni 2005

irgendwo in berlin

07. juni 2005

"und da war johanna, die große starke frau mit der stimme zarah leanders. johanna war die attraktion auf der bühne. sie sang beim strippen. sie hatte nur ein lied im programm und ein paar spärliche handbewegungen, mit denen sie ihren körper entkleidete, vor dem ein rubens vor ehrfurcht erstarrt wäre. sie stand dann fast nackt, mit dem rücken zum publikum auf der bühne, die beine leicht zu einem festen stand gespreizt, die runden strammen arme in die runden strammen hüften gestemmt, und wiegte ganz leicht und andeutungsweise ihren gewaltigen, festen körper im takt des novak-liedes. dann sang sie mit verruchter stimme: „aber der novak läßt mich nicht verkommen, aber der novak läßt mich nicht verkommen.“ das war ungeheuer beein- druckend. sie strahlte etwas von einer überfrau aus, und die männer näherten sich ihr mit dem größten respekt. johanna war verschlossen, ihr leben war offensichtlich so tragisch, wie ihre stimme zu singen vermochte. sie hat sich das leben genommen. der novak hatte sie verkommen lassen."

da fällt mir komischerweise jetzt erst beim tippen wieder ein, dass in meinem ausweis, unter anderem, auch johanna steht. nur virginia, die amerikanische ex-ehefrau (mit hinternlangen, mich tief beeindruk- kenden indianerhaaren und einem matratzenlager statt möbeln) des cousins meiner mutter nannte mich so, bei unserer einzigen begeg- nung – ich war vielleicht elf. sie sprach den namen englisch aus 'joana'. keine sorge - ich werde mich nicht verkommen lassen. sämtliche selbstmordüberlegungen wurden zu ende gedacht und für schlecht befunden.
...
"das milieu hatte seine anfängliche exotik verloren. ich war schnell zur insiderin geworden. seine inneren gesetze, seine zwangsläufige amoralität, seine abhängigkeiten und gnadenlosigkeit begannen mich zu berühren und abzustoßen. in einer dramatischen nacht, als der gutmütige dicke gerd, halb wahnsinnig vor eifersucht und bewaffnet mit einem riesigen fleischerhaken, seine schöne schreiende erika über die kleine freiheit trieb in der absicht, sie zu zerfleischen, verließ ich die bar, die straße, das milieu. daß es mich festhalten könnte, ich mich in ihm verlieren könnte, hatte ich nie befürchtet."

das schreibt eine frau, die auf ihrem lebensweg ein paar monate als stripperin auf st. pauli gearbeitet hat. sie sagt u. a. über sich und ihre geschichte: „ich bin parteilich, subjektiv und emotional. nur auf diese weise habe ich mir eh und je die welt erschlossen, mich den menschen zugewandt und haben sich die menschen mir zugewandt.“ diese zeilen sprechen mich sehr an. ihr name ist inge viett. das buch heisst nie war ich furchtloser.

05. juni 2005

kuerbis
kürbisblüte am küchenfenster

04. juni 2005

von meinem bett aus sehe ich dieses bild. ich fand es vor zwei oder drei jahren bei meinen eltern, auf dem dachboden.

imfeuer

ich suchte nach bildern von mir, die ich als kind gemalt hatte. sie waren in einem, von meinem vater in den dachstuhl eingebauten schrank. da lagen sie gemeinsam mit den bildern, die mein bruder gemalt hatte.

bei einigen fällt es mir schwer zu erkennen, ob es von ihm oder mir gemalt ist, da auf manchen der name fehlt. meistens aber erinnere ich mich und erkenne es dann doch irgendwie. bei diesem bild gibt es keinen zweifel. er hat mit dem pinsel seinen namen auf die rückseite geschrieben. er malte es vielleicht mit sieben, acht oder neun. auf der rückseite steht kein jahr.

als ich es sah, erinnerte es mich an die bilder, die mich nach seinem tod vor dem einschlafen verfolgten. sein körper wurde verbrannt und ich musste mir immer wieder seinen kopf in den flammen vorstellen. seine augen, seine haare, seine hände. das bild tröstet mich. es hat meine zwangsvorstellung erlöst. in aller furchtbarkeit tröstet mich, dass er es selbst gemalt hat. diesen ernsten kopf mit den teufelshörnern im feuer. darum liebe ich dieses bild so sehr.

imfeuer2

04. juni 2005

wohin.
ich könnte würfeln. wenn ich einen würfel hätte. ich könnte tarotkarten ziehen, hingen sie mir nicht zum halse heraus. das einzige orakel, das ich noch befrage, ist ein globus, eine kleine weltkugel. ich lasse sie über den boden rollen und da, wo sie stehenbleibt, die stelle, die den boden berührt, ist das ziel.

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