12. November 2023



Lieber Jan,

ich finde, heute wäre der Tag, um einmal zu erzählen, wie es kam, dass Du als kleiner Steppke daheim auf dem Schoß von Loriot ❤ gesessen bist.

12. November 2023







Nochmal drübergegangen, zum dritten mal, immer noch nicht zufrieden, aber lass es erst mal liegen. Eigentlich gehört es in die Paris Bar, aber da ist ja keine Ecke mehr frei. Außer vielleicht auf der Toilette. Aber welche? Damen? Herren? Unauffällige Ecke? KALEIDOSKOP III – AUSGEHEN. "Es handelt sich um Abmalerei" - "Paris Bar" (Goetz Valien gewidmet). Memorabilia: Tickets (Nick Cave & The Bad Seeds; 2018 Waldbühne, Rolling Stones; 2018 Olympiastadion, Rotfront; 2016 SO36, Berlin Beat Club; 2018 Stadtklubhaus Hennigsdorf, Release Lüül – „Der stille Tanz“; 2022 Musikbrauerei), Flyer (Jan Sobottka, Emil Nolde, Danielle de Picciotto, Hedwig & The Angry Inch, Nänzi, Nico, Udo P. Klein, Café Bleibtreu), Zeitungsartikel (Kippenberger Paris Bar, van Gogh), Fotos (2 x G. Nielsen), zerstückelter Ethno-Seitenstreifen Orsay-Jeans Achtziger Jahre, orange Linsen, roter Schotter, Blattgold, Kleber, Acryl, Rahmenrückwand, Rahmen, 96 x 54 cm, 1./2./3./15. Mai, 24. August., 24./28./29./30. September, 1./3./4./7./8. Okt., 8./9. Nov. 2023, Staatliche Museen v. Gaganien.











11. November 2023



Geheime, versteckte Skulpturen-Ecke. Muss ich noch vorziehen und dokumentieren. Hier gestapelte Vierkant-Säulen und ein Hase.



10. November 2023





Novemberlicht, Sonne hinter Wolken. Gestern um halbzwei in meiner Werkstatt, später am Nachmittag alle Lampen angemacht. Was ich nicht als Problem anführen möchte. Es ist eben so in der Jahreszeit, an einem Tag ohne Sonne. Nichts Schlimmeres soll uns widerfahren. Ich bin überhaupt kein Typ, der übers Wetter lamentiert. Regentage finde ich ausgesprochen gemütlich, ich erwarte von mir selbst nicht, mich ohne Not draußen aufzuhalten und kann vor mich hinwerkeln und wursteln. Kommt Sonne durch, ist es auch ok, ich halte das Gesicht dann eine Weile mit geschlossenen Augen in die Sonne und weiter gehts. Also ich raste nicht aus, vor lauter Ekstase über Sonneneinstrahlung. Die höhere Intensität der Farben gefällt mir aber schon auch, wenn die Sonne darauf scheint. Bin ich draußen, schirme ich mich gegen harten Wind mit meiner Sonnenbrille ab. Auf Regenwegen zackig von A nach B, mit Kapuze oder Tüte über den Kopf halten. Für den Winter habe ich spektakuläre (Kunst-)Pelzmützen und ein Potpourri an Stiefeln. Ich lüfte ab und zu durch, damit frischer Sauerstoff in den Räumen ist, aber verziehe mich während des Lüftens immer in einen wärmeren Raum und dann schnell wieder die Balkontür zu. Kalt zu duschen käme mir niemals in den Sinn. Ich glaube nicht an Abhärtung durch kaltes Wasser, abgesehen davon, dass es sich ungemütlich anfühlt. Immer schön warmhalten! Auch den Hals. Mitunter staune ich, mit welcher sportlichen Hartnäckigkeit manche jungen Frauen - es sind eigentlich nur junge Frauen, bei denen ich das beobachte - sich an gefährlich kalten Tagen draußen ohne Schal präsentieren. Die Jacken manchmal nur halb zugezogen, die nackte Haut liegt frei, vom Hals bis zum Brustansatz. Kinder, Kinder! Wenn ihr dann verkühlt und verrotzt im Bett liegt, ist das nicht so sexy. Aber jeder, wie er will. Heute haben wir auch wieder Wolken, aber die gute Sonne versucht sich durchzuarbeiten.





09. November 2023





Meine neue Iso-Schreibtisch-Teekanne. Da darf nur Darjeeling rein. Vorhin angemalt: Streifen, Streifen, Streifen! Ich liebe Streifen.



08. November 2023



Zuguterletzt will ich noch erzählen, was Lydia und mich an dem Abend in der Galerie amüsierte. Man läuft so durch die Räume und bleibt dann irgendwann an einer Stelle stehen und kommt ins Gespräch. Wir standen eine längere Weile vor zwei Fotografien, die Katja Flint, die Schauspielerin, die in den letzten Jahren auch mit Fotografie experimentiert, angefertigt hatte. Es war eine freie Ecke, wo man gut den Überblick hatte, wer kommt und geht. Lydia und ich wurden mehrfach einzeln angesprochen, ob wir hier ausstellen und explizit einzeln befragt, ob wir Katja Flint sind. Ich war ja selbst interessiert, Frau Flint mal aus der Nähe zu sehen. Sie kam eine Weile später hinzu und stand dann eben auch so herum und unterhielt sich, aber nicht mit uns und sie stand auch nicht vor ihren Bildern. Sie wirkte auch nicht, wie jemand, der in Gastgebermanier interessiert das neugierige Publikum empfängt und auskunftsbereit ist. Ich nehme an, dass aber Lydia und ich so wirkten. Also absolut kommunikationsbereit. So haben wir ein paar nette Unterhaltungen mit Galeriebesuchern gehabt, mit denen wir uns angeregt über die beiden Fotos von Katja Flint ausgetauscht haben, die hinter uns hingen. Leider wird Frau Flint nie erfahren, was da geplaudert wurde. Es war komplex. Das Erlebnis zeigt, dass die Haltung und Ausstrahlung, mit der man sich in einem Raum bewegt, großes Assoziationspotenzial hat. Neulich erzählte mir eine Freundin, dass ihre Lehrerin, bei der sie Querflötenunterricht nimmt, in jungen Jahren mit ihrem Flötenkoffer unter dem Arm souverän und zielgerichtet durch ihr bekannte Hintereingänge von Konzerthäusern ging, um preisgünstig, sprich gratis, Konzertaufführungen beizuwohnen, die sie interessierten. Sie wurde nie aufgehalten. Nach der Ausstellungseröffnung waren wir noch in der Troya Bar, beide zum ersten mal. Es gab loungige Musik, bei der man sich noch einigermaßen unterhalten konnte. Wir redeten über weite Strecken über Max Frisch und Bachmann und meine diesbezüglichen Recherchen. Das Publikum war altersmäßig in der Kategorie Millenials zu verschubladen. Rauchen ist erlaubt, was mir gefiel, obwohl ich und die meisten Gäste das gar nicht wahrnahmen, daher war es auch nicht verraucht. Ganz entspannt, das Lokal, aber von der Klientel her nicht so wahnsinnig charismatisch, wie man es sich gewünscht hätte. War vielleicht auch noch zu früh. Wir waren nur bis kurz vor Eins da, so in etwa.

08. November 2023





Da war ich ganz gut drauf. Mental und überhaupt. Dass ich das betone, rührt daher, dass ich nach dem Abend einige Tage erholungsbedürftig war, obwohl der Exzess überschaubar war. Ich bin voll der Bewunderung, wenn Menschen in der Lage sind, mehrere Abende hintereinander auszugehen. Mir ist das auch mental zu viel. Schwierig ist nicht einmal, alkoholische Getränke ohne einen Abend Pause einzunehmen, das mache ich daheim häufig, ja regelmäßig, aber da kontrolliere ich die Qualität. Das ist mein Problem. Wenn es überall eine nahezu identische Flaschengärung erster Quälität gäbe, könnte ich Katersymptome umgehen, weil ich mengenmäßig eher selten über die verträgliche Grenze gehe. Aber mental brauche ich Pausen. Das war auch schon früher so, als ich zwanzig war. Da ging ich etwa im Rhythmus alle drei Tage aus, das war schon viel und intensiv. Wenn ich mitunter von gleichaltrigen Zeitgenossen höre "früher konnte ich auch mehr vertragen und mal eine Nacht durchmachen", halte ich das für Unsinn. Es gibt eine kultivierte Verdrängung der Unbill und Begleiterscheinungen jugendlicher Ausgeh-Exzesse. Es gab dieselben Kopfschmerzen und denselben Kater und dieselbe Erschöpfung und Zwangspause. Es sei denn, jemand hatte entsprechende Drogen parat, die für neue Ausgeh-Motivation sorgten. Ich habe schon immer ein Durcheinander in der Hinsicht vermieden. So will ich es weiter halten. Bin nun wieder ok.

07. November 2023





Kleine Serie von Lydia, 3. November 2023, Semjon Contemporary



07. November 2023





Begegnungen in der Ausstellung "en face", Semjon Contemporary



06. November 2023







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