07. März 2026





Galerie Beyond. Reality. , Schlüterstraße 70 in Charlottenburg

07. März 2026







Schönes Wochenende aus Berlin! Sonne scheint, wolkenlos, tippe am offenen Fenster, wie Gott mich schuf. Gestern mit Kessler-Zwillinge-Gedenkmütze zur Galerie "Beyond. Reality." in der Schlüterstraße 70, wo Elfi Mikesch, Kamerafrau, Regisseurin und Fotografin, die von Anbeginn die Kamera bei Rosa von Praunheim geführt hatte, in ihrer Ausstellung "EXIST", Bilder aus mehreren Jahrzehnten ihres Schaffens zeigt. "Gedenkmütze" weil ich nach dem Abschied von Alice und Ellen Kessler im vergangenen November eine Doku sah. Sie spazierten in Hamburg an der Alster entlang und jede hatte so eine Ballonmütze auf, in verschiedenen Farben. Die wollte ich dann auch. Deswegen.

06. März 2026

Ich vermute, das war heute ein anderer Koch als der, der gestern den guten Schweinerollbraten und neulich die hervorragenden Königsberger Klopse gezaubert hat. Es gab gerade Fischfilet, von welchem Fisch, konnte ich nicht identifizieren. Hat nach fast nichts geschmeckt und war nur gedünstet, leider nicht in guter Butter angebraten, was sehr geholfen hätte. Dazu einen langweiligen Kartoffelbrei, was eine Verwechslung war. Die neue Servicekraft, sehr bemüht, mit osteuropäischem Akzent, älteres Modell, guckt mich oft an, als ob sie mich nicht versteht, sich aber nicht traut, es zuzugeben. Ich hätte lieber die Ofenkartoffeln gehabt, Drillinge mit Rosmarin, dann war es schon zu spät. Wirklich gar nicht gut geraten war der Spinat. Ich mag Spinat ausgesprochen gerne, bereite ihn selbst oft zu, aber immer von frischen Blättern, diesen "Baby-Spinat"-Beuteln. Der auf meinem Teller heute sah aus wie wenn man so eine Packung frische Spinatblätter aufmacht und drei Wochen später wieder betrachtet. Dunkelgrün schleimige Fäden, reif für den Kompost. Nicht, dass ich unterstelle, dass es verdorbener Spinat war, der auf dem Teller landete, sah aber so aus. Wenn ich frischen oder Tiefkühlspinat dermaßen zerkoche, dass er keinerlei Biss und Kontur mehr hat, wäre meine Empfehlung ihn zu pürieren und mit einem dicken Schuss Sahne und Gewürzen zu verfeinern oder besser gesagt: zu optimieren. Habe heute kein Feedback zum Essen gegeben, wollte nicht herummäkeln, damit die neue Kraft keinen peinlichen Moment hat, so kurz vorm Wochenende. Sie kann ja auch nichts dafür. Ich spare aber nie mit Lob, wenn es besonders gut geschmeckt hat und bitte immer darum, dass es an den Koch weitergegeben wird. Durch mein recht regelmäßiges Mittagessen dort, finde ich immer Gehör, wenn ich eine kleine Abwandlung vom Standard-Menü möchte, klappt immer. Meine Lieblings-Service-Mitarbeiterin, die Italienerin, hat mir heute gesagt, dass ich der einzige Gast bin, der regelmäßig Hauptmahlzeit, Getränk und Nachtisch nimmt. Und selbstverständlich alles aufisst, aber das ist ja keine Neuigkeit.

05. März 2026



Lasse mich etwas müde mit GNTM berieseln. Gestern Abend auch keine großen Taten mehr vollbracht - aber: der Schrank steht wieder an der Wand, noch weitgehend leer. Schiebetüren noch nicht eingehängt, nur den Einlegeboden mit der einen Stange und die andere Stange. Teppichboden im Flur gesaugt. Muss ja auch immer Essen kochen, Kräfte sammeln, essen, trinken, nachdenken, was man Lesern zumuten kann. Gerade waren die beiden Geschäftsführerinnen vom Label Kaviar Gauche in der Sendung. Da ging mir das Herz gar nicht auf, irgendwie steril von ihrer Art her, komische Vibes, unemotional, geschäftsmäßig. Dafür guckt man nicht so eine Sendung. Der Männercast fasziniert mich mehr. Bin gespannt, wie lange die ältere Schweizerin drin bleibt, die finde ich sehr sexy und ausstrahlungsstark. Ihr Akzent irritiert mich. Ist das typisch schweizerisch oder fließt da noch ein anderer Akzent ein? Irgendwie holprig. Ich nehme mir vor, wenigstens noch die Schachtel mit den Halstüchern in den Schrank zu räumen. Für meinen gestört-leistungsbezogenen Seelenfrieden von wegen Tagwerk. Fotos sind auch von der Backstage-Ausstellung bei Sevenstar. Gestern hat mir Chris Bellevue, ein Fotograf, der mehrmals dort war, Fotos geschickt, die er von mir gemacht hat, nicht die beiden hier, zeig ich noch. Passiert nicht so oft, dass mich ein anderer Fotograf so gezielt in Serie einfängt. Wir waren im Gespräch an der Stelle in der großen, langen Galerie, wo das von mir blattvergoldete Bodengitter ist. Ich erklärte ihm, was mir durch den Kopf ging, als ich das machte, da hatte er die Idee, Fotos von dem Teil im Boden und mir zu machen, was nur funktioniert, wenn man sich zu Boden begibt. Ich hatte Lust auf Bilder. Er machte einen Fehler nicht, der mich extrem befangen macht: er dirigierte nicht, machte keine Richtungs-Vorgaben, wie ich sitzen oder blicken soll, das machte mich lockerer als sonst, wenn sich eine Kamera auf mich richtet und brachte eine verspielte Seite hervor.

04. März 2026

Meine jüngste Mitteilung vorhin an die Objektbetreuerin wg. meiner Revisionsklappenbaustelle:

"Hallo Frau ...

gestern hat es endlich geklappt, Trocknerheld hat eine neue, größere Revisionsklappe eingebaut (120 cm lang, 40 cm breit), vermutlich haben Sie bereits die Fotos vom Monteur erhalten, die er gemacht hat.

Er hat zügig und gut gearbeitet, abschließend die Kanten verspachtelt, sieht gut aus. Malerarbeiten darüber hinaus waren/sind nicht erforderlich.

Außerdem war wie geplant gestern gegen 19 Uhr auch der Sachverständige von der Objektversicherung bei mir und hat es sich angesehen und von mir den Hergang erläutern lassen. Für ihn war das dann auch alles plausibel und nachvollziehbar und damit erledigt.

Da bei mir nun aus meiner Sicht nichts mehr gemacht oder besichtigt werden muss, räume ich heute endlich meinen Kleiderschrank nach sechs Wochen wieder an die betreffende Wand im Flur.

Viele Grüße"


Außerdem statt Mittagessen neue Zahnfüllungen bekommen, die beiden letzten (ur)alten Amalgamfüllungen entfernt, jetzt irgendein neuer zahnfarbiger Füllstoff drin. Betäubung hält an, muss noch etwas warten mit Essen, damit ich mich nicht sabbernd bekleckere. Damit nicht jedes Mal wieder gefragt wird, ob ich eine Betäubung brauche/will, habe ich dem (neueren) Zahnarzt gesagt: "Ich bin Typ Betäubung - keine Heldin!" Er: "ich auch."

Kollegin meinte gerade, "Jetzt musst Du noch das Amalgam ausleiten. Heilerde essen, das bindet das." Ich: "Hä? Und wenn nicht?" Sie: "Na ja, dann ist das da überall, Spuren davon und dann stirbst du damit (also nicht DAVON) und hast vielleicht aber nie Probleme, manche merken ja auch gar nichts davon."

Hm. Hab schon mal aus anderen Gründen ein Heilerde-Essen-Experiment gemacht, ins Joghurt oder Müsli eingerührt. Mir ist aber komplett entfallen, weswegen ich das genau gemacht habe, zu lange her. Die alten Füllungen, das Material an sich, hatte die Eigenschaft zu arbeiten und sich auszudehnen und das führte zu zwei Quer-Rissen im einen Zahn, hat der Doc vorhin festgestellt. Deshalb will er den langfristig überkronen, sicherheitshalber. Ob es einen Amalgam-Abrieb gibt, der ins System wandert, weiß ich gar nicht. Ich mach mich mal schlau, ob das mit der Heilerde plausibel ist und wie lange das gemacht werden soll. Dass das Material inzwischen nicht mehr für Füllungen verwendet werden darf, obwohl ja sehr langlebig, wird schon gute Gründe haben. Womöglich blühe ich nach so einer Kur auf und entwickle Superkräfte.

03. März 2026

Eigentlich sollte ich mich jetzt freuen. Gerade wurde die neue Revisionsklappe zum Heizrohre-Schacht eingebaut. Eine ganz große, es wurde sogar noch mal ein Stück Wand rausgesägt. Er hat gut und schnell gearbeitet, der Trocknerheld, der heute da war.



Aber ich sitze nur belämmert im Wohnzimmer und habe keine Lust zu staubsaugen und den Schrank zurückzurücken und endlich wieder einzuräumen. Sechs Wochen hat es gedauert, immer um den leergeräumten Kleiderschrank gekurvt. Heute Abend um 19 Uhr kommt noch ein Sachverständiger zwecks Besichtigung. Vielleicht ist es eh besser, wenn er die neue Klappe unverstellt besichtigen kann. Während der Handwerker werkelte, war ich im Wohnzimmer und guckte zwei Folgen von einem meiner abonnierten youtube Channels. "Walk With Me Tim". Ein Brite, der die sagenhaftesten Hotels weltweit bereist und jeden Winkel zeigt. Er war mal wieder in Dubai, wo es ja nun wirklich unfassbar prachtvolle 5- bis 7-Sterne-Hotels gibt, da gehen mir die Augen über. Traumhafte Ausstattungen, märchenhaft. Wenn mich nur das Land interessieren würde. Tut es leider nicht. Und das Klima schreckt mich auch. Ich wollte nicht wohin reisen, wo es nur in klimatisierten Innenräumen auszuhalten ist. Außerdem macht Tim so gekonnte Kameraaufnahmen und erzählt auch so prägnant, dass ich eh das Gefühl habe, dort gewesen zu sein. Jetzt habe ich also endlich wieder eine REVISIONSKLAPPE. Das Wort geht mir nie mehr aus dem Kopf. Vorher wusste ich nicht mal, was das ist.

02. März 2026



Ich erlaube mir festzuhalten, dass es in der Kellerbar bei Sevenstar weder Scheu noch Distanz zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebenswelten gibt. Wer sich hier einfindet, hat wenig Drang Schubladen aufzuziehen, Etiketten zu verpassen oder sich zu profilieren mit altklugem Herumpolitisieren.



02. März 2026



Sevenstar Gallery Berlin, 25. Februar 2026, Finissage "Backstage"

02. März 2026



Ein bisschen pinkes Licht und schon wird aus Sevenstar ein Barbie-Haus. Ich habe wirklich das Gefühl, ich habe große, lebendige Barbiepuppen getroffen. Von Mattel. Irgendwie toll...!

02. März 2026





Estelles weiße Spitzenstrumpfhose erinnerte mich an die Strumpfmode der Sixties und Seventies, wo man solche Strumpfhosen zu Miniröcken und Minikleidern trug, kombiniert mit eher flachen Pumps mit Blockabsatz oder Mary Janes - Mary Quant Vibes. Estelles High Heel-Stiefeletten mit Fellborte, die ihr nach viel Tanzen unbequem wurden, haben freilich auch Reiz. Einen Charme von Eisprinzessin, Holiday on Ice. Die beiden Fotos Estelle auf Strümpfen neben Stiefelchen, illustrieren meine Interpretation von "Backstage". Im Grunde ein Raum, wo sich Künstler vor und nach der Show aufhalten, zurückziehen, umziehen, ausruhen, essen, trinken, chillen, rauchen, Kräfte sammeln, sich unterhalten. Die fotografische Interpretation von Chris Steinwegs Ausstellung "Backstage" zeigte eine andere, erweiterte Interpretation. Sicher geht es im Backstage vom Kitkat Club experimenteller zu, als in anderen Backstages, wie eben auch in den Räumen des Clubs, die allen Besuchern zugänglich sind, sehr viel möglich ist. Wie auch immer - man braucht ja auch einen Titel für eine Ausstellung und Backstage macht sich immer gut. Hoffnung auf einen Blick hinter die Kulissen, durchs Schlüsselloch.

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Lydia Gebel Ohhhhr....
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