21. Januar 2026

Gerade Mail an die Objektbetreuerin der Hausverwaltung meiner Wohnung geschrieben (nur vormittags telefonisch erreichbar):
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Betreff: Hei-Sa-Tec ist fertig mit der Rohr-Erneuerung - wie geht es weiter?


Hallo Frau ...,

soeben hat mich der Monteur informiert, dass der Austausch der Heizungsrohre abgeschlossen ist. Für die Montage war es erforderlich, die Öffnung zum Schacht zu vergrößern, es wurde wohl ein Stück herausgesägt.

Nun ist mir nicht klar, ob der Monteur an Hei-Sa-Tec ein Foto schickt und Sie das dann bekommen und daraufhin entscheiden, ob die Öffnung wieder verkleinert werden soll. Wenn es wieder eine ähnliche Reparatur gäbe, wäre das Problem ja erneut, dass ein größerer Zugang erforderlich ist.

Wegen mir muss da nichts verkleinert und geändert werden, da ich wieder meinen Kleiderschrank davor schieben werde und es mir egal ist, wie die Öffnung aussieht. Aber da haben Sie wahrscheinlich das letzte Wort.

Ich bin interessiert, alles so bald wie möglich wieder zurück zu räumen, da ich meinen Kleiderschrank derzeit nicht benutzen kann, ihn leerräumen musste und verschieben. Nun hatten Sie ja auch noch erwähnt, dass eine "Trockenfirma" sich um die feuchten Stellen bei den Nachbarn kümmern wird. Das ist bei mir definitiv nicht erforderlich, ich hatte keine feuchten Stellen, keine Stockflecken und keinen Schimmel, einfach gar nichts.

Können Sie mir bitte so bald wie möglich eine Rückmeldung geben, ob ich noch eine weitere Begehung zu erwarten habe und wann ich den Schrank wieder zurückstellen darf?

Vielen Dank!

Sie können mich gerne auch anrufen.

Mit freundlichen Grüßen

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Man fragt sich. Wieso konstruiert ein Architekt oder eine Heizungsinstallationsfirma einen zu kleinen regulären Zugang zur installierten Technik? Zu klein, um ein kaputtes Rohr angemessen auszutauschen? Die bisherige Luke zum Heizungsschacht in der Größe von ca. 45 x 45 Zentimeter ist nun auch kein Blickfang, da kommt es auf zehn Zentimeter mehr oder weniger auch nicht mehr an. Bei der Nachbarin verbirgt sich die Luke zum Schacht und auch der Sicherungskasten in ihrer Putzkammer. So eine Kammer habe ich nicht, bei mir ist es direkt an der Wand im Flur. Habe keine Lust auf weitere Termine und auch keine dringende Notwendigkeit für den Rückbau. Bin gespannt, was die Hausverwaltung dazu meint. Allerdings weiß ich nicht, wie das jetzt konkret aussieht, habe die beiden Monteure vertrauensvoll in meiner Abwesenheit arbeiten lassen. Aber das Gute an solchen Begebenheiten ist: man hat immer frischen Content zum Bloggen! Sexiere Sachen habe ich momentan eh nicht zu berichten. Gestern die Stoffbilder von den Einkaufsbeuteln gerahmt. Sieht staatstragend aus. Bin verblüfft.

Edit: Firma "Trockenheld" kommt morgen 14 - 16 Uhr zwecks Feuchtigkeitsmessung pipapo.

20. Januar 2026



Grün ist die Hoffnung. Mal wieder eine Variante der Strelitzie, farblich passend zum letzten Zettel an meiner Tür. Mittlerweile hat sich aufgeklärt, wer mir die schöne Blume mitgebracht hatte. Es war Saskia! Danke dafür, ich habe mich sehr gefreut und tu es noch! Nachher rahme ich die Bilder, die ich auf die sechs Einkaufsbeutel gekritzelt habe. Zu diesem Zweck die Henkel abgeschnitten und die Beutel geteilt. Ist ja doof, wenn man immer nur eine Seite sehen kann. Ich brauche keine zusätzlichen Einkaufsbeutel. Würde ich sie benutzen, wären sie irgendwann voller Schlieren vom Abstellen und ausgelaufenen Sahnebechern und nach der Waschmaschine wären die Bilder grauer Matsch. Wäre schade drum. Ich weiß zwar nicht, was ich mit den zwölf Bildern soll, aber eigentlich schweben sie vor meinem geistigen Auge als Block an einer passenden Wand. Die ich leider nicht habe. Aber irgendwann findet sich eine. Und wenn es nur vorübergehend in einer Galerie ist. Sind sehr schöne Rahmen geworden, die ich beauftragt habe. Massivholz, Profil heißt "Florenz", Antikgold, Sonderanfertigung für das Maß 34 x 37 cm.

20. Januar 2026



Eine neue Botschaft an meiner Tür! Von Familie XY. Gestern Abend, bevor es dann endlich losging mit der elektrischen Spirale vom Fachmann, klingelte ein Paar, also Familie XY, um nochmal persönlich anzukündigen, dass es nun so weit ist, und auch, um sich für das Nichtbenutzen vom Küchenabfluss zu bedanken. Ganz sympathisch. Neu eingezogen, die jungen Leute. Ich vermute, dass noch ein Kind dazugehört oder vielleicht sogar zwei. Weil man Botschaften doch andernfalls nicht als Familie unterschreibt oder? Die Spirale hat ganz schön lange im Rohr rotiert. Ich habe sicher auch davon profitiert. Heute früh zu Bett, da die Monteure morgen bereits für ab 7 Uhr angekündigt sind, da möchte ich frisch wirken.

19. Januar 2026



Ein ganz neuer Zettel! Heute am äußeren Türrahmen meiner Wohnungstür klebend. Andere Nachbarn, anderes Problem. Wurde dem Inhalt zufolge schon gestern angebracht, da es heute noch nicht Mittag war, als ich ihn sah. Kann mich erinnern, dass es gestern tagsüber zweimal ganz kurz geklingelt hat, aber ohne Hartnäckigkeit. Manche klingeln ja unten an der Eingangstür stehend überall, wenn sie zu den Briefkästen wollen, um ihr Flugblättchen, ihren Reklamezettel einzuwerfen. Da bin ich nicht kooperativ. Außerdem pflege ich zuhause eine Form von Autismus. Das war vorgestern und gestern schon Herausforderung genug für meinen Sympathikus, mich kooperierend, was bedeutet kommunizierend, mit den Folgen des kaputten Heizungsrohrs zu befassen.

Da mir der zweite Zettel nicht bekannt war, habe ich gestern und heute durchaus den Küchenabfluss benutzt. Aber nichts Ekliges runtergespült, hauptsächlich klares Wasser laufen lassen. Frage mich, ob die Familie X, die den Zettel geschrieben hat, bei jeder Verstopfung vom Küchenabfluss die Hausverwaltung anruft oder davor andere Maßnahmen ausgelotet hat, die erfolglos blieben. Ich kenne erstaunlich wenige Haushalte, eigentlich gar keinen außer meinem, der eine eigene Abfluss-Reinigungsspirale hat. Ohne die hätte ich auch schon öfter jemanden rufen müssen.

Nur ein einziges Mal habe ich einen Fachmann zur Rohrreinigung beansprucht, das war, bevor ich die Spirale hatte. Damals gab es auch wirklich etwas zu fräsen. Das Küchenabflussrohr hatte eine dicke, betonharte Kruste, zu der u. a. auch ich fleißig beigetragen hatte, indem ich bis dahin den unsinnigen "Frag Mutti"-Rat befolgt hatte, den Kaffeesatz meiner French Press in den Ausguss zu spülen, von wegen "reinigt das Rohr". Laut Fachmann ein super Rezept, wenn man eine schöne Kruste züchten möchte.

In Sachen Heizungsrohr-Reparatur gibt es noch nichts Neues, außer dass die Firma Hei-Sa-Tec nun nach zwei Monteuren sucht, die die Reparatur ausführen, haben noch keine gefunden. Wird wohl ein Tages-Einsatz, also ein gesamter Arbeitstag dafür anberaumt. Wenn es morgen oder übermorgen dann so weit ist, gebe ich denen meinen Schlüssel und dann können sie wirtschaften. Muss ich nicht daneben stehen, wie ein Wachhund. Die können ja auch entspannter arbeiten, wenn nicht dauernd jemand um sie rumschwirrt. Dauert wohl nun doch länger als nur drei Stunden. Jedenfalls habe ich dann heute einen entspannten Abend, weil ja nun alles bereit ist für die Aktion. Habe überlegt, ob ich die Sitzbank dahin stelle, wo der Schrank war und den Schrank gegenüber. Eher nicht. Der Schrank passt so schön in diese Ecke.

P.S. habe soeben den Reparaturtermin für die Heizungsrohre bekommen, Mittwoch, 21. Januar 2026 zwischen 7.00 Uhr und 7.30 kommen die Monteure und arbeiten dann bis ca. 16 Uhr an der Heizungstechnik.

18. Januar 2026









Frau Nielsen wichtig. Ich leide soeben wieder unter Verschieberitis. Es steht an, alles, was auf dem Schrank ist, runterzuräumen, die Klamotten und Schachteln im Schrank rauszuräumen und dann das Möbel auf die gegenüberliegende Seite an die Sitzbank zu ziehen, so dass der Installateur, der morgen oder übermorgen ans Werk gehen will, an den Schacht mit den Heizungsrohren kommt. Den habe ich nämlich ganz clever hinter dem Schrank versteckt. Die Rückwand aber weggelassen, damit die Monteure zwecks Wartung rankommen. Der Sicherungskasten ist auch da. Bislang war es in den 27 Jahren, die ich hier wohne, nie nötig, näher ranzukommen und weiträumiger zu rangieren. Aber nun wohl doch. Meine Nachbarin unter mir, die mir gestern diese Botschaft an die Tür geklebt hat, beobachtete vorgestern erstmalig eine feuchte Stelle an einer Fußleiste neben dem Kabuff, das sie auf dem Zettel Putzkammer nennt. Es befindet sich an der gleichen Stelle wie mein Kleiderschrank und das Heizungszähler-Gedöns, daher war naheliegend, dass es von mir kommt. Und wie Recht sie hatte. Ich klingelte bei ihr gestern am späten Nachmittag, nachdem ich den Zettel gesehen hatte, ich war gerade aus meiner Werkstatt heimgekommen. Die sehr angenehme Dame (besonnenes Naturell) zeigte mir die Stelle, wir plauderten, ich registrierte die gelungene Einrichtung der Wohnung, recht elegant. Künstlerische, gut gerahmte Schwarzweiß-Fotografien an den Wänden. An der Stelle, wo ich einen Balkon nach hinten raus habe, hat sie eine Essecke, gefiel mir. Sie hatte schon den Notfalldienst der Heizungsfirma angerufen, und rief nochmal an. Ich sprach mit dem Mann, er begab sich auf den Weg zwecks Ortsbesichtigung. Als er kam, hatte ich die eine Seite vom Schrank schon so geleert, dass er gut an den Schacht kam. Da fotografierte er mit seinem Smartphone rein. Das scharfe Foto zeigte auch für einen Laien erkennbar den Schaden. Zwei parallel laufende Kupfer-Heizungsrohre waren zu sehen, das eine intakt und sauber, das rechte total verkrustet, wie eine Tropfsteinhöhle. Das war der Übeltäter, da tropfte Heizungswasser raus und nach unten. Hätte ich niemals gesehen, weil ich nicht um die Ecke gucken kann. Nun muss ich also den Weg bereiten, damit das gesamte Rohr ausgewechselt werden kann. Genauen Termin hab ich noch nicht, aber könnte schon morgen sein. Erfahre ich morgen ab zehn. Ich versuche es konstruktiv zu sehen. Eine Gelegenheit, dahinter und auf dem Schrank mal sauber zu machen und vielleicht finde ich ja den schönen Kugelschreiber, der mir im Flur abhanden gekommen ist. Ein besonders schönes Modell, schwarz mit silbernen Intarsien.















18. Januar 2026



SONY VAIO I. , erster Streich. Weißblech-Inlays Notebook Sony Vaio PCG-GRT 896HP, zwölf Spiegelscherben von Julia, Klebstoff, Acryl, Flambierbrenner, 20 x 100 cm, Staatl. Museen v. Gaganien.

























17. Januar 2026

"Wo gibt es rosa und hellblaue Zug-Waggons?" gegoogelt. Nirgendwo, soweit dem Internet bekannt. Aber in meiner nächtlichen Träumerei. Ich stand allein an einem Bahnsteig, es war sehr früh am Morgen. Ich hatte es geschafft, so zeitig da zu sein, um einen Zug zu bekommen, der irgendwohin in Italien fuhr. Ich wartete und wartete, niemand sonst interessierte diese Zugverbindung. Dann kam ein Zug mit puderrosa und hellblauen Waggons. Die Abteile hatten gar keine Fenster, nur mondrianartig unregelmäßig verteilte, quadratische Löcher, wie Schießscharten, er wirkte ganz modern der Zug, fast kubistisch. Die flächigen Fronten waren aus rosa und hellblau lackiertem Wellblech. Der Zug verlangsamte beim Durchfahren das Tempo, aber hielt nicht an. Ich war irritiert. Kurz nachdem er weg war, kamen Menschen auf den Bahnsteig, geradezu ein Strom und ein zweiter Zug kam, ein ganz normal aussehender, so wie früher, in den Siebziger Jahren Züge aussahen, und hielt an. Ich war erleichtert, dass sich die Irritiation geklärt hatte. Die Leute stiegen ein, ich wachte auf. Während ich das schreibe, läuft ein Film, den ich gestern Abend begonnen hatte anzuschauen und wegen Schläfrigkeit anhielt. Eine Verfilmung von 1976 von Ingeborg Bachmanns Erzählung "Drei Wege zum See".



Hier ist der Film verlinkt. Gleich fahre ich ins Atelier, Kaffee getrunken, Wimpern getuscht. Es ist gerade hell geworden. Die interessante Hauptdarstellerin in "Drei Wege zum See", die österreichische Schauspielerin Ursula Schult, war mir überhaupt nicht bekannt. Ich versuchte herauszufinden, was sie sonst gemacht hat, es gibt ein paar Verweise zu wenigen Filmen, auch ihr Geburtsdatum 1922, aber kein Todesdatum. Es ist ja unwahrscheinlich, dass sie noch lebt. Das ist ein Hinweis, dass die Erinnerung an sie in ihren letzten Lebensjahrzehnten, seit das Internet gefüttert wird, versunken ist. Im Film spielt sie eine aus Klagenfurt stammende Fotografin Anfang Fünfzig, die in Paris lebt und ihren verwitweten Vater im Elternhaus am Wörthersee besucht. Eine Erzählstimme liest manchmal Passagen aus dem Buch. Ganz interessant, auch anrührend teilweise, die Empfindungen der Tochter, wenn sie aus ihrer mondänen Welt zurück in das einfache Elternhaus kommt, und auch die des Vaters, der sich über den Besuch der Tochter so freut und sie nach Kräften umsorgt, damit sie es recht schön hat. Der Schauspieler ist mir ein bisschen zu wenig angejahrt, jener Darsteller des Vaters, Guido Wieland, war nur sechzehn Jahre älter als die Schauspielerin Ursula Schult. Aber gut gespielt. In Nebenrollen hochkarätige Namen wie Bernhard Wicki, Walter Schmidinger und Udo Vioff.

16. Januar 2026



Eben gesehen: Wettervorhersage für Berlin ab übermorgen, Sonntag, die ganze Woche sonnig, kein Wölkchen. Fein. Hier zeige ich eine weitere von mir gemorphte Variante meiner Strelitzia Reginae. Wünsche allen einen recht angenehmen Freitagabend.

15. Januar 2026

An Romy-Fans (also eigentlich alle): ich habe gestern erst entdeckt, dass 2009 bislang unzugängliche Filmaufnahmen aus dem Jahr 1964 mit Romy in einer Hauptrolle veröffentlicht wurden, nämlich innerhalb des Dokumentarfilms mit dem Titel "L’enfer d’Henri-Georges Clouzot". Man hatte schon immer mal beiläufig in biographischer Lektüre zur Kenntnis genommen, dass es einen Film von Clouzot gab, bzw. Aufnahmen dafür, der nie fertiggestellt werden konnte, weil Clouzot einen Herzinfarkt erlitt und sich dann anderen Projekten widmete. Der findige Dokumentarfilmer Serge Bromberg kam über die Witwe von Clouzot an die hundertfünfundachtzig alten Filmdosen und machte mit dem bis dahin nie gesehenen, unveröffentlichten Material eine Doku über diese schwierigen, verunglückten Dreharbeiten. Ganz phantastisches Material, weil Clouzet im wahrsten Sinne des Wortes phantastische visuelle Ideen hatte, geradezu psychedelische Aufnahmen von Romy.

Auch verhältnismäßig freizügig und lasziv für die damals 25-jährige Romy, die zur Zeit der Dreharbeiten im Juli 64 am Ende ihrer mehrjährigen Liebesbeziehung mit Delon stand, längst nicht mehr das naive Wiener Mädel "jenseits von Gut und Böse" war und das bei Clouzot auch erstmalig zeigen durfte. Ich las erst gestern davon in einem ebenfalls neueren Buch des Autors Thilo Wydra von 2020 "Eine Liebe in Paris – Romy und Alain". Er erforschte in Gesprächen mit Wegbegleitern Details der Liebesgeschichte von Romy und Alain Delon. Sie wirkt in den Filmaufnahmen sehr kraftvoll und lebendig, beinah von trotziger Vitalität, angesichts ihrer tatsächlichen Verfassung. Die plötzlich durch Delon vollzogene Trennung hatte sie zutiefst erschüttert.

Ende 63 hatte sich Delon mit Nathalie nach Mexiko verabschiedet, Romy nur eine knappe Notiz in der noch gemeinsamen Wohnung hinterlassend, so wird es zumindest kolportiert. Bei den ersten Probeaufnahmen im März 64 hatte sich Alain mit der bereits schwangeren Nathalie verlobt. Alain und Nathalie heirateten im August 1964, Ende September wurde der gemeinsame Sohn Anthony geboren. Noch während der Dreharbeiten im Juli hatte sich Romy immer noch erhofft, dass er zu ihr zurückkehrt. Man kann in diese lasziven Bilder auch ein "Jetzt erst recht!" hineininterpretieren, aber das wird Romy als Schauspielerin nicht gerecht, da sie ohnehin immer alles gab, bis zum Anschlag.

Ihr schauspielerischer Ehrgeiz war enorm, auch weil sie unter einem Minderwertigkeitskomplex insofern litt, dass sie nie eine professionelle Schauspielausbildung erfahren hatte. Kollegen, denen sie das offenbarte, winkten ab mit "Du kannst nichts mehr lernen." Und hatten vielleicht auch Recht damit. Etwas überrascht nahm ich zur Kenntnis, wie souverän sie bei sportlichen Sequenzen wirkt, wenn sie Wasserski fährt oder einen Hechtsprung ins Wasser macht. Obwohl sie ja auch als Sissi schon ganz gut im Sattel saß. Man merkt, dass sie Freude hatte, ihre Muskeln spielen zu lassen. Das wurde nie vorher so eingefangen.



Die Existenz dieser Doku war bei Veröffentlichung 2009 komplett an mir vorbeigerauscht. Nun war ich neugierig, fand gratis nur Trailer und lieh mir den Film dann gestern über Amazon Prime aus. Noch nie gemacht. 3,99 €. Das ist er unbedingt wert. Das einzige was ich darin nicht gebraucht hätte, sind die nachgestellten Szenen mit heutigen Schauspielern, die sich gegenseitig aus dem Drehbuch vorlesen. Zentrales Thema des nie vollendeten Films war Eifersucht. Romy in der Hauptrolle der Gattin eines Hotelbesitzers wird von ihrem Mann unterstellt, dass sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit flirtet und vielleicht auch mehr. Seine quälenden Eifersuchtsgefühle und Ängste werden durch psychotisch übersteigerte Fremdgeh-Phantasien illustriert. Die reale Welt wird in schwarzweiß gezeigt, seine Phantasien in grellen, teilweise unnatürlichen Farben. Visuell überaus faszinierend. Der Film ist mit deutschen Untertiteln erhältlich, aber nicht mit deutscher Audiospur. Auf jeden Fall eine Empfehlung. Wenn man einen Film bei Amazon Prime leiht, kann man sich 30 Tage lang überlegen, wann man ihn startet. Man kann ihn nicht 30 Tage lang hundert mal anschauen. Ich hätte mir überlegen können, ihn nach dem Ausleihklick erst am 15. Februar anzuschauen. Aber ich wollte ihn gleich sehen. Nach Filmstart läuft eine 48-Stunden-Frist, innerhalb derer man ihn zu Ende sehen kann oder auch mehrmals anschauen, danach müsste man ihn wieder erneut ausleihen. Kaufen wäre auch nicht teuer gewesen, ich glaube 7,99 Euro. Dafür bekommt man heute nicht mal eine Kinoeintrittskarte.

14. Januar 2026

Bis jetzt mein Highlight des Tages: Otto Weihe! Als ich heute aus meiner Wohnung kommend, die Auguststraße überquerte, kam ein großes Lieferantenauto an die Kreuzung und ich betrachtete beeindruckt die Aufschrift und ein Foto: "100 Jahre Otto Weihe - seit 1925 Obst und Gemüse für Berlin" (so ungefähr), was ja schon mal extrem beeindruckend ist, dass sich ein Obst- und Gemüsehändler über Krieg und Krisen hundert Jahre gehalten hat.



Aber die Krönung war ein riesiges altes vergilbtes Schwarzweiß-Foto auf dem Laster, von entweder dem ersten Laden im Wedding von 1925 oder dem zweiten von 1933. Ich habe mich so für Otto Weihe und seine Familie gefreut, einfach toll. Meine Nachforschung soeben hat ergeben, dass es inzwischen ein großer Händler und Lieferant ist, der gastronomische Betriebe mit großen Packungen beliefert, inzwischen gibt es auch Wurst und Käse und sonstige Milchprodukte etc. im Sortiment, allerdings keine Getränke. Fortlaufend wurde alles modernisiert, jetzt könnte man leider kein so possierliches Foto mehr vom Geschäft machen, es sind inzwischen riesige Lagerhallen, kein Tante Emma-Laden-Format mehr. Aber ich will nicht klagen. Der heutige Geschäftsführer heißt auch Weihe. Björn. Was ich allerdings bedaure. Nicht, dass er die Geschäfte führt, sondern den Vornamen. Ich finde, er sollte in guter alter Tradition Otto heißen. Hier ist ein unschöner Bruch, denn der Firmengründer Otto Weihe war nämlich Otto Weihe, der II. So ist es in der Chronik nachzulesen. Dann folgte Otto Weihe, der III., hernach Otto Weihe, der IV. Er übernahm in den Siebzigern (1978) die Geschäftsleitung und übergab sie 2011 an jenen Björn. Ob das nun sein Sohn oder sein Enkel ist, weiß ich nicht. Vielleicht kann man ja Hoffnung haben, dass Björn einen Stammhalter, also Thronfolger zeugt und ihn wieder Otto nennt und dann käme mit Otto Weihe, dem V. wieder Ordnung in die Weihe-Dynastie! Dafür ganz viel Glück!

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Margarete 18. März...
18.03.26, 19:59
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Margarete 17. März...
17.03.26, 22:18
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Margarete 17. März...
17.03.26, 16:27
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Margarete 13. März...
13.03.26, 21:36
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Margarete 11. März...
11.03.26, 05:24
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Margarete 10. März...
10.03.26, 16:43
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Margarete 10. März...
10.03.26, 11:36
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Sebastian Rogler Oh...
08.03.26, 20:25
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Margarete 8. März...
08.03.26, 20:05
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Margarete 7. März...
07.03.26, 13:35
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04.03.26, 19:00
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03.03.26, 21:10
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03.03.26, 14:31
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Margarete 2. März...
02.03.26, 22:15
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james staut hello...
01.03.26, 21:07
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01.03.26, 03:03
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01.03.26, 03:02

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