01. Dezember 2022
Morgen Mittag zum Mediziner. Der mir unbekannte Herr praktiziert in der Konstanzer Straße. Hoffentlich überstehe ich die S-Bahn- und U-Bahnfahrt weitgehend ohne peinliche Hustenkrämpfe. Meine bisherige Humanmedizinerin am Rosenthaler Platz hat Ende letzten Jahres die Praxis verlassen, um in der Münzstraße eine eigene Praxis zu übernehmen. Ihre Nachfolgerin am Rosenthaler Platz kann morgen keine Patienten empfangen, weil selber krank. Auf der Website der neuen Praxis meiner Ex-Hausärztin stehen lauter Vorwarnungen, dass Behandlung von Atemwegsinfekten nur nach vorangegangener Absprache erfolgen können. Bei doctolib ist auch erst um Weihnachten bei ihr was frei und morgen nur von 8 - 13 auf. Habe mir daraufhin alle Allgemeinmediziner anzeigen lassen, die morgen einen Termin frei haben. Waren nur eine Handvoll, der zu dem ich morgen gehe, war der Einzige, wo die Reservierung geklappt hat. Bei den anderen hieß es "für diese Art von Behandlung ist keine Terminbuchung möglich". Ich hatte diverse Behandlungsarten ausprobiert, war immer die falsche.
Karl Lagerfeld und ich haben ja nicht nur das Sternzeichen (Jungfrau) gemeinsam. Er konnte Gerede und Gejammer über Krankheiten auch auf den Tod nicht ausstehen. So hat man erst post mortem erfahren, dass es ihm die letzten Monate nicht so ganz super ging. Dahinter steckt ein überdimensionales Bewusstsein für den Sachverhalt, dass man damit das Übel hofiert, ja ich möchte sagen, auf einen Thron setzt. Das ist jetzt nicht von Karl, sondern von mir, aber er stimmt mir da sicher zu. Krankheiten gehören behandelt, aber nicht wortreich beschworen und debattiert. Es sei denn, man bewegt sich in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe oder fachmedizinischen Forum. Daher schreibe ich auch nicht, welches von der Apothekerin empfohlene Mittel gegen Reizhusten bei mir keinerlei Wirkung zeigt. Bei anderen mag es wirken. Man steckt nicht drin. Mein siebter Sinn sagt mir, ich bin reif für Antibiotika, bevor ich da wieder was verschleppe, wie schon einmal vor fünfzehn Jahren geschehen.
Karl Lagerfeld und ich haben ja nicht nur das Sternzeichen (Jungfrau) gemeinsam. Er konnte Gerede und Gejammer über Krankheiten auch auf den Tod nicht ausstehen. So hat man erst post mortem erfahren, dass es ihm die letzten Monate nicht so ganz super ging. Dahinter steckt ein überdimensionales Bewusstsein für den Sachverhalt, dass man damit das Übel hofiert, ja ich möchte sagen, auf einen Thron setzt. Das ist jetzt nicht von Karl, sondern von mir, aber er stimmt mir da sicher zu. Krankheiten gehören behandelt, aber nicht wortreich beschworen und debattiert. Es sei denn, man bewegt sich in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe oder fachmedizinischen Forum. Daher schreibe ich auch nicht, welches von der Apothekerin empfohlene Mittel gegen Reizhusten bei mir keinerlei Wirkung zeigt. Bei anderen mag es wirken. Man steckt nicht drin. Mein siebter Sinn sagt mir, ich bin reif für Antibiotika, bevor ich da wieder was verschleppe, wie schon einmal vor fünfzehn Jahren geschehen.
g a g a - 1. Dezember 2022, 18:55