22. Dezember 2012

cocooning

21. Dezember 2012





Das machen ja die meisten Menschen. Sich umziehen, nach einem langen Tag, wenn man am Abend eine Einladung wahrnimmt. Man kommt in eine andere Stimmung, ist vielleicht zu anderen Sachen bereit. Wozu auch immer. Das war kein fick-mich-Outfit, es war ja auch keine derartige Einladung. Jedenfalls von mir nicht so verstanden, haha. Na ja. Ich habe an diesem Abend Bilder gemacht, die ich außerhalb meiner sonst strikt bedachten Bilder-Chronologie hochgeladen habe. Nun muss ich endlich nicht mehr stolpern, die zeitliche Lücke ist geschlossen, der dreizehnte Juli steht nicht mehr einsam mind the gap oben, in Distanz zu hinterher hinkenden Frühjahrsbildern. Es geht weiter, das Jahr geht in den Sommer, auch wenn uns der Wettergott ein bißchen zappeln ließ. Immerhin konnte man hin und wieder kurzärmlig gehen. Chronologisch kommt nach dem Umziehen vor dem Kleiderschrank also jene Strecke von einem Fest in einer Galerie in Charlottenburg. Ich klebe es zum steten Gedenken der zeitlichen Abfolge noch einmal hier hin, ordentlich wie ich halt nun einmal bin.

20. Dezember 2012

Vor ungefähr zwei Wochen, als man bei twoday ein, zwei Tage keine neuen Beiträge anlegen konnte, bin ich über alte offline Beiträge gestolpert. Meistens Kommentare, die ich erst in der Beitragsfunktion schrieb, um Zugriff auf die Menüleiste mit den Formatierungen und dem Link-Code etc. zu haben und dann zu copy-pasten. Oft habe ich diese Kommentarentwürfe dann versehentlich nicht innerhalb der Beiträge gelöscht, sondern einfach wieder vergessen, dass sie hier herumdümpeln. Aber neulich kam mir der alte Kommenarwust zugute, weil ich statt erfolglos neue Beiträge anzulegen, einfach alte überschreiben konnte und so vielleicht die einzige twoday-Bloggerin war, die an jenem Wochenende mit neuen Beiträgen aufwarten konnte. Ich war dann auch gleich in den Charts! Haha.

Aber was ich eigentlich mitteilen will: ich habe nun doch aufgeräumt und ausgemistet und im Zuge dessen bin ich sogar über zwei, drei Einträge gestolpert, die ich scheinbar versehentlich offline hatte, ganz altes Zeug, von Zweitausendacht. Wie auch immer - die letzte Altlast unter "Beiträge offline" war ein copy-gepasteter facebook-chat. Aus irgendeinem Grund fand ich es wohl schade, wenn er einfach so im Nichts verschwinden würde, nachdem man sich ausgeloggt hat. Damals habe ich ja noch jeden Tag auf facebook geguckt und auch manchmal geschaut, was die wenigen Freunde treiben. Das ist lange her und lange vorbei. Ich habe auch damals schon sehr, sehr selten gechattet. Es kam immer nur dazu, wenn mich jemand angestupst hat, das war wohl auch bei jenem kopierten Chat so. Es ist nichts Weltbewegendes, aber ich habe es gerade noch mal durchgelesen und finde den Tonfall interessant, es ist doch ein anderer Ton als beim Kommentieren eines Blogeintrags, auch nicht wie Mails schreiben, irgendwie finde ich es schade, dieses Ping Pong zu löschen. Es ist so eine Momentaufnahme, die sehr schön zeigt, was diese besondere Form des Austauschs ausmacht. Mehr so ein historisches Dokument für mich. Auch Gaga Nielsen hat zweieinhalb mal in ihrem Leben gechattet und hat früher facebook-Kontakte gepflegt. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, ich kenne Julian persönlich. Dabei hatten wir nur einen gemeinsamen engen Freund, sind uns aber nie persönlich begegnet. Der gemeinsame Freund verband gefühlt, schaffte Nähe. Schon seltsam, wie ein Gefühl von Vertrauenswürdigkeit entsteht. Nach diesem Chat gab es, soweit ich mich erinnere, keinen Kontakt mehr. Ich stieg im Laufe des Jahres Zweitausendzehn auch immer mehr aus sämtlichen facebook-Aktivitäten aus. Heute logge ich mich ungefähr nur noch alle zwei Monate oder so ein. Gestern tat ich es, und fand überrascht einen Message von Tim, einem jungen Schauspieler, den ich vor drei, vier Jahren in der Seven Star Gallery kennenlernte. Ich hatte ihn mit seinem Kumpel Nikolai Kinski bei Seven Star, bei irgendeiner Feier fotografiert, er hat die Bilddatei irgendwie verloren und fragte danach. Die Botschaft von ihm dümpelte schon seit Anfang Dezember in meinem facebook-Postfach. Ich habe ihm das Bild dann noch mal geschickt. Vielleicht hat er darauf reagiert, aber ich habe keine Lust, heute dort nachzugucken, in diesem immer mehr in die Ferne rückenden Account. Ich entschuldigte mich bei ihm für die späte Reaktion mit dem Hinweis, dass mein facebook-Account nur noch eine verstaubte alte Schublade ist, in der sogar die Staubmäuse tot seien. Ach ja, das ist der Chat vom Februar 2010 mit Julian, dem ich nie begegnete. Ich habe ihn jetzt einfach als Beitrag auf online gesetzt, als Eintrag mit dem Datum von damals. Und jetzt ist es wieder ganz schön spät und Gaga Nielsen muss schlafen gehen.

19. Dezember 2012



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18. Dezember 2012




Und so weiter und so fort. In diesem Sinne. Wie gehabt. Habe die Ehre. Das Futter von meinem Mäntelchen ist mittlerweile leicht defekt. Muss ich mal reparieren. Flicken auf Deutsch. In Handarbeit. Dafür nehme ich ein Stück schwarzes Futter von einem gerade in die Tonne gekloppten Bleistiftrock, bei dem beim zu heftigen Auschreiten der Schlitz eingerissen ist. Ja, das ist ein Problem. War sowieso komisch beim Laufen. Ich bin eher der Typ, der weit ausschreitet. Trippelschritte sind meine Sache nicht. Für diese Reparatur muss ich mir jedenfalls viel Zeit nehmen und Mühe geben. Denn das Mäntelchen ist genau genommen mein Lieblingsstück. Wenn eine Wahrsagerin ein Kleidungsstück von mir bräuchte, um irgendwas zu channeln, wäre mein schwarzes Ledermäntelchen sicher bevorzugt geeignet. Durchdrungen von sechs, sieben Jahren, Tagen und Nächten unterwegs in Berlin. Gab es mal im KaDeWe, Liebe auf den ersten Blick. Zuerst sehr respektvoll den reduzierten Preis zur Kenntnis genommen. Immer noch nicht wenig, aber eben auch ein Modell von großer Klasse. Anprobiert und gesehen, für mich gemacht, wie für sonst niemanden. Sofort meiner. So muss das sein mit Lieblingsstücken. Mir ist nach langer Zeit langsam wieder einmal nach etwas Schönes, etwas sehr Schönes kaufen. Das einzige was mich etwas zögern lässt, ist der nicht vorhandene Aufbewahrungsraum. Die beiden Schränke sind voll und in der Truhe mit den dickeren Winterjacken ist auch kein Platz mehr. Mal gucken, bei was ich trotzdem nicht widerstehen kann. Es geht eigentlich nur darum, in das Gesamtkunstwerk (also mich) etwas Inspiration zu bringen, und Geld unter die Leute! Ich könnte zu Christian Dior gehen. Haha. Einmal habe ich da was gekauft, eine Sonnenbrille für - ich glaube - 220 Euro seinerzeit. Es war schon ein Erlebnis, wie die Verkäuferinnen einen umgarnt haben, Champagner wurde während der Verpackungsorgie gereicht, denn die Brille wurde hinter den Kulissen in ein steingraues Stoffsäckchen mit Dior-Aufdruck gepackt, das Säckchen in ein stabiles, weißes Lederetui mit Reißverschluss mit silbernem Christian Dior-Logo-Prägedruck, das weiße Lederetui in einen festen steingrauen Geschenkkarton mit Deckel und silber geprägtem Dior-Logo. Der Geschenkkarton in weißes zartes Seidenpapier mit fortlaufendem Dior-Logo-Aufdruck. Das vielschichtige Seidenpapier-Gebilde in eine großformatige, weiße Einkaufstüte aus einer Art festem Büttenpapier mit silbernem Dior-Logo-Prägedruck. Um die Henkel wurde ein Band aus weißem Satin gebunden, etwa eineinhalb Meter lang, mit silbergrauem Dior-Logo am laufenden Meter. Natürlich wurde eine kunstvolle Schleife drapiert, auch das dauerte seine Zeit. Ich würde sagen, nach rund einer Viertelstunde war die Sonnenbrille verpackt und transportfähig. Ich habe sie auch lange und gerne und oft getragen. Einkaufen bei Dior kann man unbedingt empfehlen! Für größere Anschaffungen sollte man sich dann allerdings mehrere Stunden Zeit nehmen oder besser per Kurier nach Hause liefern lassen. Dann spart man sich die Wartezeit. Wer will auch so viel Champagner trinken, am hellichten Tag! Aber sonst top! Andererseits könnte ich mich auch flexibel zeigen und zur Abwechslung mal bei Fendi oder Chanel gucken. Man sollte immer offen für Neues bleiben! Zur Zeit trage ich ja eine Sonnenbrille von Rossmann für 10,99 €. Sie leistet mir nun auch schon wieder seit langem gute Dienste, aber ich muss ehrlich sagen: mit der Verpackungskultur ist es bei Rossmann nicht weit her. Ich kann mich praktisch gar nicht mehr so richtig an das Einkaufserlebnis erinnern. Schade eigentlich. Ich könnte Rossmann als langjährige Kundin ja mal einen Brief schreiben, wie das im Hause Dior von statten geht. Auch der Einzelhandel kann immer noch dazulernen!

17. Dezember 2012


just for the record

17. Dezember 2012





Wieder ordnungsgemäß verpackt. Ich vermute, je mehr Parallelen ich in einer Geschichte zu mir finde, auch was das ganze Ambiente oder meine Phantasien angeht, umso mehr packt sie mich. Demzufolge ist mein Interesse an gemütlichen Familiengeschichten aus Drei-Generationen-Haushalten oder abstrusem Phantasy-Gedöns mit Einhörnern, Zwergen und orakelnden Bäumen weder theoretisch noch praktisch vorhanden. Am liebsten würde ich ein Buch über mich und warum mir manche seltsamen Dinge widerfahren sind, aus dritter, wissenderer Hand lesen. Das könnte mich wirklich weiterbringen. Die am häufigsten gestellte Frage an Gott ist mit Sicherheit warum. Was soll dies, was soll das, was soll jenes? Was soll das Alles? Kann man nicht wenigstens noch zu irdischen Lebzeiten ein kleines Antwortfragment erhoffen? Nur für die grobe Richtung. Das macht mich wahnsinniger als alles andere hier unten. Man kann nicht anders, als hinter einer extremen Lebensdynamik, einen Sinn suchen zu wollen. Es wäre doch ökonomischer, sinnlose Impulse, die zu starken dynamischen Bewegungen führen, ins Leere laufen zu lassen, anstatt auf empfindsame Kreaturen zu zielen. Das Ausbalancieren und Abfedern und wieder ins Gleichgewicht bringen, kostet so viel Kraft, die man so viel produktiver nutzen hätte können. Wobei, noch produktiver? hätte ich noch produktiver sein können? Ja, vielleicht. Vielleicht noch heller strahlend, kraftvoller, welthaltiger, weltumfassender. Ach. Jetzt fängt das Gefasel wieder an. So ist das, wenn man übermüdet unbedacht in die Tastatur hackt, anstatt ausgeruhte Sätze zu verfassen. Ich schreibe eigentlich fast immer am späten Abend oder in der Nacht. Das sollte man auch. Man ist seiner eigenen Wahrheit dann näher, nicht nur weil man vielleicht getrunken hat. Vielleicht auch nur berauscht, durch die vielen vorangegangenen Gedanken, der schwerelosen Freiheit der Nacht näher, in der mühelos alles erlaubt ist, im Schlaf. Schon nah dem anarchischen Freigeist, der einen wenig später in Wahnsinn und Glück zu führen vermag. Den Dschungel des nächtlichen Kontrollverlustes rätselhafter Träume. Ich muss schlafen. Ich muss zu meinen Träumen, den Abenteuern.

17. Dezember 2012



Juli im Juli. Wohl nur ein Tag, dann wieder Arbeitswetter. Wenn es langweiliges Wetter gibt, sage ich immer dazu Arbeitswetter. Wann soll man sonst maximal sinnvoll arbeiten, wenn nicht bei Wolkendecke, Wind oder Regen. Mir ist jedes Wetter recht. Zu tun habe ich immer! Besonders jetzt. Die unbesinnlichste Zeit des Jahres. Schade, mein Liebesroman mit dem attraktiven Kurakin ist zu Ende. Ein gemeines Ende. Ich wünschte, ich hätte es nicht erfahren. Natürlich kein Happy End. Wo gibt es überhaupt noch Happy End in Büchern oder Filmen? Früher, bei Doris Day und Rock Hudson, ja. Da war die Welt noch in Ordnung! Jetzt habe ich ein neues altes Buch ausgebuddelt, aus dem Regal. Kein bißchen Wiedererkennungswert, habe ich das etwa auch nicht gelesen? Ich habe es aber gekauft, weil mir der Umschlag gefallen hat und der Titel und der Name der Autorin. Vor ungefähr fünfzehn Jahren wohl. Es ist leider für meinen Geschmack viel zu heiter, leidenschaftslos. Lauter kürzere Erzählungen. Ich verrate nicht, wie es heißt, erst wenn ich etwas richtig Gutes drin gefunden habe. Jetzt muss ich schlafen gehen, damit ich morgen nicht so verknautscht aussehe, wie ich mich heute fühle. Scheiße, dieses Ende mit Kurakin in dem schönen Roman. Nein, nicht tot. Aber auf einmal war die Leidenschaft weg, das magische Gefühl und sie konnten nicht mehr miteinander zaubern. So etwas ist sehr traurig. Ich weiß das.

15. Dezember 2012





Leichter Temperaturabfall, nehme ich an. Aber man sieht das Grünzeug vom Gipsdreieck ganz schön. Mitten im bösen Moloch. Für mich war Berlin immer vertrauenserweckend. Angst hatte ich hier noch nie. Und die Nacht ist mein Freund. Gruselig oder unheimlich, unheimelig ist mir nur da, wo es eng und allzu ordentlich und kontrolliert ist. Wo die Nachbarn merkwürdiges Interesse an einem entwickeln und man jede Nase auf jeder Straße kennt. Aber hier sind die Menschen wunderbar frei von unangemessenen Kontaktambitionen. Hier bin ich vollkommen frei.

15. Dezember 2012

Ah, ärmellos. Temperaturanstieg. Kein Fieber, nur der 6. Juli 2012.


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