17. August 2024



Karin als artiges Schulkind über einem Buch, mit geflochtener Kronenfrisur, 1950. Karin bei einem Faschingsumzug, mit Zöpfen, vielleicht 1952. Was für ein Karnevals-Kostüm das vorstellen soll, ist mir nicht ersichtlich, aber sehr hübsch. Karin bei einer Schulaufführung als Schneeflocke mit Haarreif mit weißen Bommeln, die langen Haare sind weg, vielleicht 1954 oder 55. Auf Gruppenfotos ist sie immer das größte Kind. Das war mir gar nicht so bewusst, dass sie wie ich auch, in ihrer Schulzeit alle überragte. Mama war als erwachsene Frau 1,73 cm. Nicht so riesengroß eigentlich, aber offenbar im Verhältnis zu den anderen jungen Frauen. Noch dazu trug sie ab vierzehn leidenschaftlich gerne Stöckelschuhe, die erwähnt sie auch ab und zu im Tagebuch, das sie mit vierzehn schrieb, aber das taten die anderen ja auch. In dem Alter fing sie damit an. Aber auf den Bildern hier, wo sie zwischen sieben und zwölf war, gabs noch keine Stöckelschuhe.



16. August 2024

Zum Wochenende präsentiere ich ein launiges Foto von circa 1957 oder 1958. Das ist NICHT meine Mutter. Es muss eine enge Freundin von ihr gewesen sein, sie hatte mehrere Freundinnen, die sie in ihrem Tagebuch aus der Zeit erwähnt. Eine Evi kommt immer wieder vor, von der gibt es auch hinterlassene Briefe von Anfang und Mitte der Sechziger. Also ich tippe mal auf Evi, eigentlich Evelin. Nicht mit Ypsilon geschrieben. Scheinbar hat "Evi" in einer Art Wohnheim gewohnt, dem eher nicht sehr privat wirkenden Mobiliar nach zu urteilen. Vielleicht ein Wohnstift für unverheiratete Mädchen, die zur Ausbildung in Nürnberg waren? Mir ist dunkel in Erinnerung, dass meine Mutter in Nürnberg eine Handelsschule besucht hat. Da konnte sie dann vermutlich mit dem Regionalzug von ihrem Elternhaus in der Nähe von Ansbach zur Schule nach Nürnberg fahren, eine knappe halbe Stunde Fahrzeit schätze ich.



Sehr apart ist der Wandschmuck. Eine so damenhafte Erscheinung mit gestärkter Bluse und Bleistiftrock auf dem Bett und dann schwärmerisch Starfotos übers Bett gepinnt, wie ein Backfisch. Ein Potpourri der Stars der Fünfziger, eine herrliche Auswahl - und ich erkenne sie alle! Im Uhrzeigersinn, angefangen bei fünf nach zwölf bzw. bei eins: Sophia Loren. Dann bei drei: Tony Curtis (schon sehr fesch). Bei sechs: sexy Elvis. Bei halbacht: Stewart Granger. Bißchen oberhalb von neun: nochmal Tony Curtis. Zwischen elf und zwölf: Horst "Hotte" Buchholz. Und ein bißchen mittig, zwischen Tony Curtis und Stewart Granger, vermutlich ein Star-Kalender, aufgeschlagen bei Karlheinz Böhm. Erst dachte ich beim flüchtigen Gucken Peter Kraus, aber dann habe ich nochmal geschaut und Sissis Franzl einwandfrei identifiziert. Dass das Zimmer kein privates Mädchenzimmer gewesen sein kann, führe ich vor allem auf das Lazarett-hafte Bett und die bestimmt kratzige Wolldecke mit der Nummer 50/53 zurück. Solcherlei möchte man nicht in seinem Mädchenzimmer haben - zumal 1957 oder 1958.



Die rot angemalten Lippen korrespondieren auch mit den Tagebuch-Einträgen meiner Mutter. Lippenstift war ein Must Have. Wenn es sich um Evi handelt, waren die beiden oft im Kino und lasen die "Filmrevue" oder "Filmillustrierte" Eine wichtige Lektüre für Karin. Vielleicht mache ich mir den Spaß, auszuwerten, an wievielen der ca. zweihundertfünfzig Tage, die sie das Tagebuch schrieb, von einem Kinobesuch die Rede ist. Mir kommt es bald so vor, als wäre sie jeden zweiten oder dritten Tag dort gewesen. Ihre Eltern hatten dazumal noch keinen Fernsehapparat, das wäre eine Erklärung. Und bestimmt war es recht preisgünstig, ins Kino zu gehen. Aber ich weiß es nicht. Mich befremdet etwas, das ich mich absolut nicht erinnern kann, dass meine Mutter jemals im Kino war. Weder alleine, noch mit einer Freundin, noch mit meinem Vater. Das Filmegucken hat sich dann wohl komplett auf das Wohnzimmer verlagert, als es in den Sechziger Jahren bald einen großen Schwarzweiß-Fernseher gab. Illustrierte über Filmstars hat sie auch nicht mehr gelesen. Als wäre das eine andere Person gewesen. Wobei es in den Siebzigern gar nicht mehr solche ausgewiesenen Zeitschriften über Filmstars gab. Die wurden von Gong und Hörzu abgelöst. Unglamouröse Fernsehzeitungen für die ganze Familie. Da war kein Lippenstift mehr erforderlich. Schade.

15. August 2024







Meine Mutter, das unbekannte Wesen. Häufige Friseurbesuche waren für die zwölfjährige Karin wohl ziemlich selbstverständlich. Alle Bilder ungefähr 1955/56. Nachdem ich in ihrem Tagebuch von 1957 - 1958 geblättert habe, ist mir klar geworden, wieviele Gedanken sie sich um Kleider und Details gemacht hat. Vor nicht sehr langer Zeit fragte ich sie, ob sie einen Berufswunsch hatte, der unerfüllt blieb. Ja, sie wäre am allerliebsten Friseurin geworden. Aber das Schicksal wollte es, dass sie sich familiären Interessen beugte und anfing, sich im familieneigenen Betrieb für Innenausstattung im Büro nützlich zu machen. Bis sie ihren Hans traf und mit zwanzig Mutter wurde. Nur anderthalb Jahre später kam ein zweiter Schreihals, nämlich ich. Obwohl sie nie gesagt hat, dass ich viel herumgeschrien hätte. Eher war sie besorgt, weil ich meine kindlichen Kräfte darauf verwandte, Gläser zu zerbeißen.

14. August 2024



Sommer 1955, "Wilhelma", Stuttgart. Karin zwölf, mit Ponyfrisur.



Als Kind haben mich die Riesen-Seerosenblätter an das runde Backblech erinnert, das Mama benutzt hat, wenn sie Biskuitboden buk. Für Kuchen mit Erdbeeren aus dem Garten und Schlagsahne.

13. August 2024

Last but not least für heute, ein Karin-Bild aus den mitgenommenen Fotoalben. Die meisten Fotos konnte ich noch erinnern, weil ich als Kind leidenschaftlich gerne in den alten Alben geblättert habe. Aber bei ein paar Fotos hatte ich so gar kein Déjà- vu. Wie bei diesem zum Beispiel. Das Foto ist nicht datiert. Ganz sicher ist, dass es ungefähr Mitte der Fünfziger Jahre entstanden ist. Die herrliche, abstrakte und für damalige Zeiten supermoderne Tapete! Der Weltempfänger, der hochgeschlossene Pullover, der Gummibaum. Ich tippe auf Anfang 57. Da wäre sie dreizehneinhalb gewesen, obwohl ich finde, sie sieht älter aus. Eher wie fünfzehn oder sechzehn. Aber das korrespondiert wieder nicht mit den nachweislichen Bildern aus den späteren Jahren. An ihren Frisuren kann ich es ein bißchen eingrenzen. Wie auch immer, ich bin fasziniert, wie sehr der Charme der Fünfziger in diesem Bild konserviert ist, ich liebe es. Und auch, dass sie so erheitert blickt.



Soeben fällt mir noch auf, dass beim Radio die eine Taste runtergedrückt ist, vielleicht spielte es gerade Schlager-Musik. "Steig in das Traumboot der Liebe" von Caterina Valente oder "Weißer Holunder" von Gitta Lind. Die Fotos hat meistens Karins Vater André gemacht. Der die romantischen Bilder gestickt hat.

13. August 2024

Erste Male. Gerade die Endabrechnung vom Bestattungsinstitut im Briefkasten gehabt. Vor einer halben Stunde. Erst mal Blumen gegossen. Gerätselt, wieso der Umschlag so dick und gepolstert ist, als wären nicht nur DIN A-4-Blätter drin.

Im Umschlag eine mit dunkelblauem Samt bezogene Mappe zum Aufklappen. Darauf mit Goldprägung das Logo des Bestattungsinstituts. Wie man es von gehobenen Restaurants kennt, wenn die Rechnung übergeben wird. In der Mappe, die auf jeder Seite ein Fach hat, um etwas einzuschieben, die Endabrechnung und weitere Einzelrechnungen, die in die Endabrechnung eingeflossen sind. Für Überführungen, die organisatorischen Bestatter-Einzelleistungen, den Sarg, die Einbettung etc. die Einäscherung, die Urne, die Blumen, die Musikanlage, div. Gebühren, Sterbeurkunden, Kirchengebühr.

Bei der Abrechnung für die Einäscherung steht auch die Uhrzeit der Einäscherung am 12. Juli 2024. Um 8:09 Uhr. Und seltsamerweise in Hohenburg, in der Oberpfalz. Ist ja nicht gerade um die Ecke, da hat sie nochmal eine richtige Reise unternommen. Ich hatte irgendwo gelesen, dass Verstorbene aus dem Landkreis meiner Mutter angeblich immer im Krematorium Nürnberg eingeäschert werden. Aber vielleicht hatten die keine Kapazitäten mehr, die sind wohl pro Jahr begrenzt. Macht mich neugierig. Und ich hatte mir bereits ganz hingegeben Fotos vom Krematorium Nürnberg angeschaut, das eine ganz hübsche, barocke Architektur hat.

Gleich mal googeln, wie das Krematorium Hohenburg aussieht. Aha - mehr wie ein flacheres, weißes Ferienhaus. Gibt dort auch einen Abschiedsraum und die Gelegenheit für eine Trauerfeier mit anschließendem Leichenschmaus. Das ist ja wirklich noch mal ein Ausflug in eine Ecke mit Urlaubsqualität. Sie ist ja in den letzten Jahren nicht mehr unterwegs gewesen. Kein Marienbad oder Franzensbad mehr, da war sie gerne öfter mal, wie ich ihren Notizbüchern entnahm. Hatte sie mir bestimmt auch erzählt, aber ich hatte es wieder vergessen oder es war auch lange her.

Die Queen hatte ja auch eine bemerkenswerte Reise-Aktivität nach ihrem Tod. War das nicht von Balmoral nach Edinburgh und sogar noch irgendein Flug dazwischen und dann eine ewige Autofahrt mit Anne hinten als Begleitung? Morgen mache ich einen Termin mit der Bank, um die Überweisung vom Nachlasskonto auszuführen. Heute garantiert kein Bestattungscontent mehr, versprochen.

13. August 2024

Hausaufgabe für meine Leser/innen:

fragt bitte Eure Eltern, Ehegatten, Geschwister und sonstige Angehörigen, für die Ihr dereinst bestattungspflichtig werden könntet, welche Informationen auf dem Grabstein graviert werden sollen. Nur der Vorname und der Nachname? Auch das Geburts- und Todesdatum? Oder auch noch zusätzlich der Geburtsname bei verändertem Familiennamen durch Eheschließung? Oder womöglich auch noch der Geburtsort? Und dann vielleicht auch noch der Sterbeort? Die meisten (rückwärtigen) Inschriften begnügen sich heutzutage mit Vorname, Nachname, Geburts- und Sterbedatum.

Ich musste mir auch gerade Gedanken machen. Ich hatte dann beschlossen, bei dem bestehenden Familien-Grabstein auf der Rückseite im selben Stil weiterzumachen, wie die beiden letzten Inschriften darüber waren. Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Sterbedatum. ABER: im Nachhinein - noch rechtzeitig - fiel mir ein, dass meine Mama sehr an ihrer Herkunftsfamilie und deren Namen hing, sie sogar bei der Eheschließung am liebsten weiter so geheißen hätte, aber das war damals unüblich, auch gar nicht machbar. Also habe ich den Auftrag um den Zusatz "geb. (... Mädchenname)" ergänzen lassen. Ein Buchstabe beim Steinmetz (also bei diesem, der nicht der Teuerste ist) kostet 12,50 €. Das ist vermutlich auch ein Grund, wieso heutzutage keine sehr wortreichen Gravuren gemacht werden. Früher hat man ja gerne auch mal den Beruf dazugeschrieben. Bei den ersten beiden Gravuren, ganz oben auf dem Grabstein, der für meine Großmutter väterlicherseits, steht auch noch ihr Geburtsort, der nicht im heutigen Deutschland war, das war den Hinterbliebenen, in dem Fall in erster Linie meinem Großvater, offenbar wichtig. 1975 war die Gravur sicher auch noch günstiger. Aber bei seiner Gravur darunter, fiel schon ein zweiter Ortszusatz weg, dann bei der nächsten Gravur, der für meinen Bruder, ging es kurz und knapp weiter, keine Rede mehr von einem Geburtsort. Ebenso wenig bei der darauffolgenden Gravur für den Sohn meines Bruders, da ist auch nicht ersichtlich, wo er geboren wurde. Das nahm ich dann zum Anlass, die noch fehlenden Gravuren für meinen Vater und für meine Mutter ebenso zu gestalten. Davon ausgehend, dass mein Vater diese Gravuren für seinen Sohn und seinen Enkel beauftragt hat. Wenn er da nun der Meinung war, Geburtsort egal, muss er jetzt auf seiner Wolke akzeptieren, dass ich bei ihm nicht wieder anfangen werde, den Geburtsort en detail einmeißeln zu lassen.

Die Gravuren für die Daten meiner Eltern und das Abheben der Grabplatte und erneut Auflegen, belaufen sich auf 937,13 Euro. 19 % MwSt schon eingerechnet. Davon entfallen nur 125 Euro auf das Anheben und Auflegen der Grabplatte. Die notwendigen Buchstaben hauen rein. Und es sind sehr kleine Buchstaben, die da rückwärtig graviert werden. Punkte und Kommas werden nicht berechnet. Aber Sterne und Kreuze. Das sind mitunter Gewissensfragen, was für einen Toten von Bedeutung sein könnte. Also: fragt mal, in einer launigen Stunde, bei einem Gläschen Wein.

12. August 2024



Die Trauergesellschaft im Café, ich habe mal durchgezählt. Angelika, Claudia, Elvyn, Felix, Gabi, Gaga, Hans, Katharina u. Baby, Lothar, Luise, Lutz, Monika, Namping, Nik, Sabrina, Ulla, Valerian. Wir waren achtzehn. Darunter sechzehn Erwachsene und zwei Babies. Bei der Beisetzung waren es mehr, aber nicht alle konnten oder wollten mitkommen. Ich hatte so kleine Kärtchen vorbereitet, auf denen die Uhrzeit und die Adresse des Cafés stand und hab sie dann noch auf dem Friedhof spontan verteilt. Ich hatte telefonisch bei der Tischreservierung schon mal zwei Sorten Mineralwasser geordert, die auf der langen Tafel bereitstanden, was auch willkommen geheißen wurde. Dann musste ich aber immer wieder auffordern, sich bitte auch noch etwas nach Belieben, egal ob Getränke, Kuchen oder eine sonstige Mahlzeit von der Karte zu bestellen. Einige waren da etwas schüchtern, was ja an sich sympathisch ist. Aber da es keine hundert Leute waren, und man bei so einem Anlass nicht knauserig werden sollte, war mir daran gelegen, dass sich jeder etwas nach Belieben gönnt. Ich wollte mich ja auch nicht vor dem Café blamieren, indem nur preisgünstiges Wasser verzehrt wird. Nach und nach wurden dann doch verschiedene Sachen bestellt. Ich war dann doch recht zufrieden mit meinen Gästen! Ich selber habe mir endlich ein Pils gegönnt und dann noch eins und noch eins. Hunger hatte ich am Nachmittag um drei noch nicht, nach meiner Speisenfolge im ICE.



Es gibt schon noch ein paar mehr Gruppenfotos, aber ich zeige hier nur dieses unscharfe, wegen Diskretion. Nur bei einem noch ziemlich neuen Erdenbürger, meinem kleinen Großneffen Elvyn, möchte ich mir gerne eine Ausnahme erlauben. Ich habe den Sohn von Valerian und Sabrina zum allerersten mal in echt gesehen, vorher nur auf Fotos, und der kleine Großneffe und die große Großtante mussten natürlich "bonden", wie es heute so modisch heißt. Wir haben uns also beschnuppert und keiner hat sich voll Abscheu abgewandt. Das war auch sehr schön. In meinem vorvorletzten Telefonat mit Karin, am Muttertag war das, hatten wir auch über ihren Urenkel gesprochen, den sie noch einmal sehen konnte. Er ist ja erst im März geboren worden und schon so groß!



Sie meinte zu mir "Man sagt ja immer...wenn die einen kommen, gehen die anderen..." Da sprach Bewußtsein aus ihr, dass sie wusste, dass ihre Zeit auf Erden in nicht ferner Zukunft abgelaufen ist. Und wie süß sie ihn findet, hat sich auch noch gesagt. Für mich war auch schön zu sehen, wie innig das Verhältnis zwischen Valerian und seinem kleinen Sohn ist, seinem ersten Kind. Ein absolutes Wunschkind. Er geht so souverän mit ihm um, hat soviel Nähe und Körperkontakt, das erinnert mich ganz stark an meinen Bruder, wie er mit seinem erstgeborenen Sohn spielerisch hantierte, permanent zärtliche Nähe suchte und pflegte. So schön.



Nach dem Kaffee gab es noch einen kurzen Aufenthalt im Elternhaus, wo ich bald sichten will, was Mama noch an Familienerinnerungen aufbewahrt hat. Briefe, Fotos und natürlich noch mehr Notizbücher, meine kleine Liebhaberei. Ihr dunkelgrünes Tagebuch aus den Fünfziger Jahren hatte ich sofort in einem Karton erkannt, mit goldenem Schloss ohne Schlüssel (inzwischen geknackt), und auch eine Handvoll Briefe aus den Sechzigern und Siebzigern, die ihre Mutter Alma an sie geschrieben hatte. Ein Vielschreiberin! Von einem Aufenthalt in Oberstdorf im Frühling 1964, schrieb sie täglich einen Brief, fieberte mit ihrer hochschwangeren Tochter Karin mit. Aber davon später. Und ich habe das gestickte Bild von meinem Großvater mit nach Berlin genommen und ein schönes, selbst gezimmertes Holzbild von meinem Vater, sieht aus wie ein Tablett, mit gepressten Blättern von Laubbäumen unter der Lasur. Kein Gold, kein Silber, keine Diamanten, keine Aktien, keine Wertpapiere. Nur Briefpapier, Tinte, Stoff, Pappe und Holz. Gedanken und Gefühle. Für mich unermesslich kostbarer. Bekommt Ihr alles bald zu sehen.

12. August 2024











Letztes Lebwohl, letzter Blick. Der Urnenkranz ruht wieder auf der Urne, dazwischen rote Erde. Wir trafen uns noch im Café, und es war schön. Das war der Abschied von Karin, von meiner Mama.





12. August 2024









Die Pfarrerin sprach die alten Worte Asche zu Asche, Erde zu Erde, Staub zu Staub. Dabei kniete sie und nahm auch Erde in die Hand. Und dann einige Blütenblätter. Das Blumenduett für zwei Soprane aus der Delibes-Oper Lakmé erklang. Dann war es an mir, an uns, meiner Mutter Karin einen letzten Blumengruß auf den Weg zu geben. Ich warf ihr einen Kuss hinterher. Ins Blütenmeer.





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