02. Februar 2014
Sehr schön. Die Pluhar im zarten Alter von Siebenunddreißig.

"Wenn der Herrgott ned will, nutzt des gar nix, Schrei ned rum, bleib schön stumm, sag es woar nix."
Ernst Arnold, Artur Kaps 1934

"Wenn der Herrgott ned will, nutzt des gar nix, Schrei ned rum, bleib schön stumm, sag es woar nix."
Ernst Arnold, Artur Kaps 1934
g a g a - 2. Februar 2014, 19:32
Ein
Ich habe auch keinen Platz mehr für 'mehr'... Wenn ich mir etwas von jemandem wünschen dürfte, wäre es: bitte schenke mir keine Sachen/Gegenstände/Materialisiertes... die Wohnung ist schon so voll und es ist längst schwierig, immer noch das Gefühl, eine Atmosphäre von Raum, Weite und Möglichkeit aufrechtzuerhalten. Es geht gerade noch so... Als ich einzog, vor fünfzehn Jahren, in diese kleine zwei-Zimmer-Wohnung unterm Dach, hatte ich schon so viele Bücher, dass ich schnell entscheiden musste, sie so unterzubringen, dass sie mich nicht beengen, aber gleichzeitig nicht unsichtbar würden, was ich schade fände. Ich sehe so gerne Bücher... So kam ich auf die Idee, über mehreren Türstöcken (vor allem im Flur) Regalbretter einzufügen, von Wand zu Wand, was auch sehr leicht zu fixieren war, Hauptsache das Brett hatte die exakte Länge. Da habe ich eine Menge unterbringen können und das sieht sehr gemütlich aus. Ich muss mal nach Fotos suchen, wo man das sieht. Der Raum über dem Türstock bis zur Decke ist ja normalerweise ein ungenutzter Raum.
Ja,
Richtige Fensterbretter habe ich bei mir leider überhaupt nicht. Die sind hier nur zehn Zentimeter schmal. Sieht sehr gemütlich aus bei dir mit den vielen Büchern und Bildern. Aber ich glaube, in meiner Wohnung würde mich das erschlagen.
Ich dachte auch schon, man könnte ja (auch keine neue Idee, ich weiß), die Bücher aussortieren, nach und nach, die einem nicht soo am Herzen liegen. Da ist schon viel Füllmaterial mit dabei an Büchern, die ich nicht vermissen würde, wenn sie nicht mehr da wären. Wenn es an den Punkt kommt, wo jedes weitere Buch zu viel ist (also jetzt eigentlich...) für jedes Neue ein altes aussortieren und aussetzen. Oder einfach da unten bei mir am Gipsdreieeck auf die Parkbank legen. Das sieht auch dekorativ und wohnlich aus, auf so einer Parkbank! Aber erst, wenn es keinen Schnee und Regen mehr gibt. Also trockener ist! Kinder haben neulich im Sommer mal Spielsachen und Stofftiere auf die Bank gelegt. Wurden jeden Tag weniger. Das hat aus sehr niedlich ausgesehen. Ich habe mich gefreut. Obwohl ich auch wieder nicht verstehe, wie man ein geliebtes Stofftier aussetzen kann! Bin da hin- und hergerissen! Na ja, war dann wohl doch nicht so geliebt.
von wegen "gemütlich" und "erschlagen": ja, saugemütlich. Ich glaube, wenn es nicht in all den Jahren so gewachsen wäre, und ich heute wo einziehen würde, wäre alles viel reduzierter, minimalistischer, nicht so opulent. Für mich ist es ja gewohnt und normal, aber entspräche heute nicht nicht der Art, wie ich mich einrichten würde. Aber ändern will ich es auch nicht. Es ist so ein materialisierter Innenraum meines Seins... ein bißchen widersprüchlich. Eben meine alte Villa Kunterbunt. Jedes Stück hat seine Geschichte... das schmeißt man nicht so einfach weg. Bzw. erst, wenn man sich völlig neu orientiert, an einem anderen Ort, einer anderen Wohnung... aber an dem Punkt bin ich gerade nicht. Die Liebe zu meinem Nest hat seit der Bedrohung des Verlustes (v. wg. Mieterhöhung, Verkauf als Eigentumswohnung) im Herbst 2012 eine intensive Renaissance erfahren. Ich hänge ganz fürchterlich an meinem Adlerhorst. Das ist mir da erst richtig klar geworden. Noch nie habe ich mich wo dermaßen zuhause gefühlt. (jaul...)
Ich bin
Ich wage es
Ich weiß
Einen Kindle hab ich seit zwei Jahren, lese aber lieber mit Tablet. Gerade wegen des Platzes kaufe ich einiges lieber als Ebook, wenn es denn angeboten wird. Das ist noch nicht oft bei den Büchern der Fall, die mich interessieren. Deshalb bin ich inzwischen bereits dazu übergegangen, englisch zu kaufen und zu lesen, weil da das Ebook-Angebot größer ist.