14. Oktober 2012

Ich gucke ein bißchen fotomüde am 25. März 2012. War ich auch. Ich dachte, so bist du doch neulich schon dagesessen, mit deinem Poncho und der Kamera. Wie lange soll das gehen, worin liegt demnächst noch der Reiz? Das ging mir so durch den Kopf, und natürlich auch später immer wieder einmal, wenn man die Wiederholung erkennt, die déjà vus kommen und später das déjà vu beim déjà vu. Ich habe es trotzdem bis heute weiter durchgezogen. Mir ging es ja weniger um die Klamotten, das war nur eine Nebenerscheinung, die ich mit der Zeit als Spiel gesehen habe. Ich wollte und will jeden Tag in Kontakt mit mir kommen, mir in die Augen schauen, bis dankbare Wertschätzung kommt, durch eine zusätzliche Selbstwahrnehmung von Außen, und sie ist jeden Tag eingetreten. Ich konnte die Kamera zufrieden ausmachen, mit dem Gefühl, ich bin mir näher gekommen und weiß wieder wer ich bin und dass es gut ist, wie ich bin. Ich gesund bin und es mir gut geht in diesem Augenblick, ich an einem guten Platz in der Welt bin und Grund habe dankbar zu sein und die Welt anzulächeln, wenigstens innerlich. Es war ein Sonntag glaube ich, es gibt keine Indizien, dass Gaga Nielsen das Haus verlassen hat. Später gab es unerwartete Sonne und das erste richtige Sonnenbad in diesem Jahr. Gibt auch noch Fotos. Aber angefangen hat der Tag kalt und wolkig. Heute, am 14. Oktober 2012 scheint in Berlin die Sonne. Ich gehe gleich zur offenen Balkontür und setze mich im Schneidersitz auf dem Boden in die Sonne und trinke meinen zweiten Kaffee. Auf dem Balkon ist es mir ein bißchen zu kalt, aber im großen Sonnenfleck an der Balkontür ist es ganz warm.
g a g a - 14. Oktober 2012, 11:47
Vielleicht
Als
Edit: es war kein Film von Jim Jarmusch sondern von Wayne Wang und Paul Auster, aber ich weiß nicht mehr ob es Smoke war oder Blue in the Face. Beide Filme hatten zum Teil dieselben Figuren, so weit ich es erinnere.
http://en.wikipedia.org/wiki/Smoke_%28film%29
http://en.wikipedia.org/wiki/Blue_in_the_Face
Aber beides sehr gute Filme. Ich glaube, es war doch vor allem in Smoke. Oder beiden. Ich sehe gerade, in Blue in the Face, quasi der Fortsetzung, spielt Jim Jarmusch immerhin mit. Ich wusste doch, irgendwas war da mit ihm. Ich verstehe nicht, dass die beiden Filme als "Comedy" verschubladet sind. Ich habe beide als recht ernsthaft und tiefsinnig, sogar zuweilen melancholisch in Erinnerung, wenn es auch die eine oder andere heitere Szene gab.