05. oktober 2005

4. okt.
so kann man leute erschrecken. man zuckt jedesmal ein bißchen zusammen, wenn man so plötzlich, mir nichts dir nichts, das gesicht des menschen vor sich sieht, der da schreibt. so unbefangen ich an anderer stelle damit umgehe, so selten mache ich das hier.
im wirklichen leben ist das gegenteil, die abwesenheit eines physischen eindruckes, die völlige ausnahme. man kommuniziert und hat eine körperliche vorstellung seines gegenübers. und sei es die stimme. hier fehlen diese impulse. ich frage mich, inwieweit sich das auf inhalt und tonfall in kommentaren auswirkt. man schreibt wie unbeobachtet, in einem blicklosen raum. während man die worte festlegt, wird man von keinem blick getroffen. vielleicht entstünde ja eine seltsame illusion von nähe und man nähme sich gerade deshalb befangen zurück. oder das gegenteil.
g a g a - 5. Oktober 2005, 23:55
Das Bildhafte des Gegenübers formt einen runden Eindruck, aber entscheidend ist das für mich nicht.
von meiner seite kein beileid wegen weggebrochener clooney- und williams-verehrerinnen. für solche flachen koketterien ist hier nicht die baustelle. aber das ist ihnen ja längst bekannt. zuckerbrot sonstwo. hier peitsche.
Was ich damit aber sagen wollte, ist diese aufgeblähte Scheinexistenz, die sich um viele Blogger hüllt wie eine Jurte. Ich schrieb mal, alle Bloggerinnen seien schön. Die Typen sehen halt aus wie... na, wie irgendwer halt. Nehmen wir Clooney. Bei manchen Bildern von Bloggern ist man doch auch ent-täuscht, weil das Bild nicht zu den Texten zu passen scheint. Oder zu der Illusion, die man hat.
Bei Ihnen wirkt, daß Sie immer schon da waren, als "Existenz". Das ist runder, glaubwürdiger. Viele Blogger wachsen ja gerade erst noch.
@modeste