14. Januar 2022

Auch ganz, ganz schlimm, die Frage:
"Wo siehst du dich in zehn Jahren?"

Komme drauf, weil gerade bei einem Pärchen in der "First Dates"-Sendung gehört. Derartigen Unsinn fragen meist Menschen in der Altersgruppe Fünfundzwanzig bis Fünfundvierzig. Pikant wäre natürlich, wenn das mal eine Fünfundsiebzigjährige einen Fünfundachtzigjährigen fragen würde (oder umgedreht). Würde das Antwortspektrum innovativ modifizieren. ("im betreuten Wohnen", "im Friedwald"). Aber man muss nachsichtig mit den jungen Leuten sein.
g a g a - 15. Jan, 00:45

Cosima Wald
Genau - so sehe ich das auch - aber mit 75 -unser Alter- sprechen wir noch von den nächsten 20 Jahren - hoffentlich klappt es 🤣


Gaga Nielsen
ja... sich einfach ein paar schöne Sachen vornehmen, ohne olympischen Leistungs-Stress. Genießen. Es gibt irgendeine Studie, die ergeben hat, dass die Vorfreude auf ein künftiges Ereignis mit einem festgelegten Zeitpunkt (z. B. ein Konzert mit einem Lieblingskünstler in einem Jahr, am 14. Januar 2023) geradezu ein Garant dafür ist, dass man das dann auch erlebt. Insofern kann man natürlich auch empfehlen, sich schon mal auf Konzerte in zehn Jahren zu freuen 🙂 Was mich an der Frage mit dem "wo siehst du dich in xx Jahren" stört, ist der Karriere- und Lebenserfolgsplanungs-Beigeschmack. So eine Anmutung von: "na, hast du dein "Unternehmen" Leben auch ordentlich im Griff und kannst mir langfristige Zusagen machen?" Das ist was anderes, als sich ein paar schöne Sachen vorzunehmen, um das Leben auszukosten. Ich bin mir sicher, Du verstehst, was ich meine!

g a g a - 15. Jan, 11:23

ANH
15. Januar 2022 um 7:04
„Im Friedwald wohnen“: Welch eine – oh! – gottfriedkellersche Verszeile! („Es ist am End‘ ein friedlich Wohnen hier“ / Lebendig begraben, II).

g a g a - 15. Jan, 11:24

Gar herrliche, meisterhafte Verse!
Eine meiner Lieblingsstellen:

XII.

(…)

Ob sie mein blaues Auge niederzog?
Sie ließ vom Zweig sich auf die Stirn mir nieder
Schritt abwärts, bis sie um den Hals mir bog,
Ein fein Geschmeide, ruhend ihre Glieder.

Ich hielt mich reglos und mit lindem Druck
Fühlt‘ ich den leisen Puls am Halse schlagen;
Das war der einzige und schönste Schmuck,
Den ich in meinem Leben je getragen!

Damals war ich ein kleiner Pantheist
Und ruhte selig in den jungen Bäumen;
Doch nimmer ahnte mir zu jener Frist
Daß in den Stämmchen solche Bretter keimen!



Verbindlichsten Dank für den Hinweis auf dieses Meisterwerk!

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