30. September 2024



Das war der September.

29. September 2024



Lieblingsexponat, last but not least: Skulptur "Aufstrebend", Edelstahlguß, 1969 von Volkmar Haase (1930 - 2012). Auch hier keine strikte Auswahl nach der Entstehung in den Siebzigern, aber vielleicht in der Dekade erworben. Wikipedia zu Volkmar Haase: "(...) Sein bildhauerisches Werk widmet sich ausschließlich der abstrakten Skulptur. In seinen Arbeiten befasste sich Haase, neben den grundlegenden Themen der abstrakten Kunst, insbesondere mit Themen der griechischen Mythologie wie z. B. Laokoon, Ikarus oder Skylla und Charybdis. Man kann seinen Skulpturen in Göttingen, Witten, Nürtingen, Bremerhaven, Hannover, Wolfsburg, Duisburg und anderswo begegnen. An Berliner Straßen und in Berliner Parks finden sich über 40 zum Teil monumentale Skulpturen. Museen wie das Museum of Modern Art in New York City oder das Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg haben Werke von Haase in ihrer Sammlung." Sehr beeindruckend.



29. September 2024



Noch einmal zu Barbara Quandt. Hier ist ihr Bild in der Ausstellung, eine Lithographie nach einer Zeichnung zu sehen. Auf der Erklärtafel steht "Ohne Titel". Sie erzählte mir, wie es zustande kam, was da genau zu sehen ist. Ihr Lebensgefährte zur damaligen Zeit, 1978, war ein Riesen-Fußballfan. Wenn ein Spiel im Fernsehen kam, musste geguckt werden. Sie langweilte sich bei Fußball und beschäftigte sich währenddessen damit, ihren Liebsten zu zeichnen. Sie wollte Zweisamkeit erleben, auch um dem Preis, einem langweiliges Fußballspiel beiwohnen zu müssen.



Mir gefällt der Humor, der aus dem Bild herausspringt. Aber so richtig repräsentativ für ihr malerisches Werk der Siebziger kommt es mir nicht vor, wenn ich an die bemalten Leinwände mit lebensgroßen, wilden Figuren mit Zottelmähnen und punkigen Lidstrichen denke. Es wurden (leider) nur Werke aus dem Galeriebestand gehängt. Vermutlich getragen von Kostenersparnis.

29. September 2024





Bernward Reul im Gespräch mit Gernot Bubenik. Über ihn ist bei Wikipedia zu erfahren: "Gernot Bubenik (* 1942 in Troppau) ist ein bildender Künstler. Er ist tätig in der Malerei, Siebdruck und Radierung, Objekte zum Thema Kunst und Wissenschaft. (...) 1967 erhielt er den Deutschen Kritikerpreis und 1968 den Preis der Grafik-Biennale Tokio. Seine Werke aus den 60er bis 70er Jahren befinden sich in hochangesehenen Sammlungen wie z. B. die des Museums of Modern Art, New York. (...) Gernot Bubenik war maßgeblich an der Gründung der Künstlersozialkasse beteiligt."



Der für die Eröffnung engagierte Fotograf Piotr Bialoglowicz steht vor einem von drei charakteristischen Pflanzen-Bildern Bubeniks.

29. September 2024



Auch eine schöne Begegnung so nah am Fehrbelliner Platz: der Maler Hans Stein und sein Bild vom Fehrbelliner Platz. In der Ausstellung ist noch mindestens eines, wenn nicht zwei weitere Gemälde von ihm, die mich sofort ansprachen. Was ich ihm mitteilte und was ihn sichtlich erheiterte. Wieder erfahre ich im Nachhinein dank Wikipedia bemerkenswerte Details zum Werk. Nämlich: "Hans Stein (*17. November 1935) ...deutscher Maler u. Grafiker. Mit seinen zahlreichen Arbeiten zum Thema Berlin wird er oft als künstlerischer Chronist dieser Stadt bezeichnet. (...)" Aha!





29. September 2024







"Strauß Mappe", Weggefährten: Ulrich Baehr, Wolfgang Petrick.



[Zitat]

Strauß Mappe

Druckgrafiken von 32 Künstlern. Solidaritätsaktion für den Berliner Karikaturisten Rainer Hachfeld

21. April–22. Mai 1972

Rainer Hachfeld ist wegen einer Karikatur von Franz-Josef Strauß in Prozesse verwickelt worden. Da ihm der finanzielle Ruin droht, haben sich 32 Künstler zusammengetan, um ihm zu helfen. Die Strauß-Mappe ist vor allen Dingen ein Akt der Solidarität, und zwar in zweifacher Hinsicht: erstens soll durch den Verkauf der Mappe Geld für die Prozeßkosten bereitgestellt werden, zweitens bestehen die beteiligten Künstler mit Hachfeld auf dem Recht, die antidemokratischen Tendenzen des Franz Josef Strauß darzustellen und zu interpretieren.



Pressestimmen

Rhein-Zeitung, 4.5.1972 (Jürgen Beckelmann)
“Siebzigtausend Deutsche Mark soll der Berliner Karikaturist Rainer Hachfeld zahlen, weil er auf einem Plakat den CSU-Vorsitzenden so darstellte, dass dessen Arme und Beine ein Hakenkreuz bildeten. Strauß klagte, Hachfeld verlor, und um seine Prozesskosten decken zu helfen, schlossen sich 32 Künstler zusammen. Gemeinsam gaben sie ene Strauß-Mappe heraus, die seit einigen Tagen in Berlin und 15 westdeutschen Städten ausgestellt ist, so in München, Düsseldorf, Kiel, Tübingen und Göttingen. Die Grafikfolge, in 165 Exemplaren zum Preis von je 635 Mark aufgelegt, ist bereits restlos vergriffen.
Quelle



Anmerkung: Anfang der Achtziger Jahre besuchte ich, anlässlich einer Wahlkampfrede von Franz-Josef Strauß auf dem Nürnberger Hauptmarkt, mit einer Freundin eine Gegenkundgebung unter dem Motto "Stoppt Strauß" am selben Ort. Die dortige Wahlkampfrede Anno 1983 erinnert der damals sechzehnjährige heutige Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als sein Initiationserlebnis, sein Idol FJS betreffend. Anschließend habe er sich ein Plakat mit dem Konterfei von Strauß besorgt und überm Bett von seinem Zimmer im Elternhaus aufgehängt, da er ihn cool fand. (Ich nicht;-))

29. September 2024





Mehr Petrick. Wikipedia: "Wolfgang Petrick (* 12. Januar 1939 in Berlin) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Von 1975 bis 2007 war er Professor für Bildende Kunst an der Hochschule der Künste Berlin, inzwischen UdK. Wolfgang Petricks Werk spiegelt den in den 1960er Jahren erneuerten Kritischen Realismus und aktualisiert ihn mittels dystopischer Bildmotive und Installationen." Hier am 22.09.2024 vor einer seiner Radierungen.

29. September 2024



Die sind doch recht akzeptabel, ohne Fehl und Tadel. Sowohl die Bilder, als auch Abgebildete: B. Quandt, J. Sobottka, W. Petrick





29. September 2024



Ja, Jan: einige meiner Fotos sind nicht scharf. Aber so charmant.



Zu schade für den Papierkorb. Wer wollte hier widersprechen?



v. links n. rechts: Barbara Quandt, Jan Sobottka, Wolfgang Petrick

29. September 2024







Die Autorin Barbara Quandt. Ja, auch das. Als berufene Fachfrau in Sachen Autobiographien kann ich beurteilen, dass hier eine geborene Schriftstellerin ihre Erinnerungen festgehalten hat. Eine der kurzweiligeren Autobiographien in meiner umfangreichen Bibliothek dieses Genres. Ich habe keine einzige Seite gelangweilt überblättert. Wer Interesse hegt, ein wildes, hemmungsloses Künstlerleben einer echten Berliner Pflanze durch die Sechziger und Siebziger und Achtziger bis in die Gegenwart lesend zu begleiten, greifen Sie zu. Das Buch heißt "Tell me what is Art" und ist 2016 im Kerber-Verlag erschienen. Es wird zwar als vergriffen ausgewiesen, aber ich habe es bei Amazon gefunden. Oder auch direkt über Kontakt zu Barbara Quandt noch erhältlich. In der Ausstellung ist es nicht verfügbar, ich hatte mein Exemplar eigens mitgebracht, da ich mir recht sicher war, dass sie käme. Es war eine ebenso schöne Begegnung wie beim ersten mal, letztes Jahr bei der Zeitgeister-Ausstellung, wir hatten gleich einen Draht!









29. September 2024







Und immer für Fotos zu haben! Dass Barbara Quandt keine Scheu vor der Kamera hat, konnte ich auch ihrer lesenswerten Autobiographie entnehmen, in der manche experimentelle und mitunter freizügige Fotos-Session in freier Wildbahn beschrieben wird. Nicht nur auf sicherem, vertrauten Terrain in Berlin, weltweit!



29. September 2024



Keineswegs tot, sondern vollständig lebendig: die große, umtriebige Barbara Quandt, ebenfalls in der Ausstellung mit einem Bild vertreten und leibhaftig zur Eröffnung erschienen. Über sie ist eine Menge im Internet zu finden, Wikipedia weiß so einiges und eine eigene Seite hat sie auch. Ich vermisste in der Ausstellung wenigstens eines ihrer sinnlichen, farbexplosiven, großen Formate.





29. September 2024







Zurück zur Ausstellung "Polyphonie". Ich fotografierte die ausgestellten Werke von August Jäkel und Siegfried Kischko. Die Künstler habe ich nicht einfangen können. Sicher wären sie gerne gekommen. Aber sie sind tot. Schon 33 bzw. 34 Jahre. Der Wikipedia-Eintrag für Jäkel weiß gar nicht, dass er 1990 gestorben ist. Siegfried Kischko hat leider keinen, von ihm ist die Grafik "Galactus". Eines der Werke, das meine frohen Erwartungen an die Ausstellung erfüllte. Es gibt nicht sehr viele Verweise zu ihm im Internet. U. a. wird auf der Wikipedia-Seite zur legendären ersten Berliner Produzenten- bzw. "Selbsthilfe"-Galerie "Großgörschen 35" erwähnt, dass er dort 1966 eine Einzelausstellung hatte, aber mehr auch nicht. Die Galerie wurde vor sechzig Jahren von ambitionierten Künstlern in einer Schöneberger Fabriketage in Selbstverwaltung eröffnet. Sie hatten keine Lust darauf zu warten, dass sie eine etablierte Galerie als relevant erachtet und wurden tätig. Die Produzentengalerie bestand vier Jahre, bis 1968, und "hatte Modellcharakter", wie es bei Wikipedia heißt. Das also ist unter einer Produzentengalerie zu verstehen - wer es nicht wusste.

28. September 2024









Gestern beim Berlin Beat Club. Auszüge aus dem Mädels-Gruppenchat von vorher, kurz vorm Losgehen:

Gaga
Wär schön, Doro, Lydia, wenn ihr früher im Ballhaus seid - ich schaffs nicht zu 19 Uhr, muss mich noch fertig machen, um 20 Uhr krieg ich hin...! Bitte Platz freihalten ❤

Lydia
Okay, ich tapse gleich los. Ist ja ne Challenge für mich, wieviele Plätze halte ich denn etwa frei?

Doro
Ich schaffs nicht bis 7, kurz danach hoffe ich aber. Braucht noch jemand ein Ticket? Hab eins über. Bis gleich!! Meine Freundinnen Barbara und Geli kommen auch schon um 7, ich hab denen auch unsren Tisch empfohlen!

Gaga
Ja, heb das Ticket für mich auf, Doro!

Doro
Oh cool, mach ich! Ich fahre mit Geli und Barbara um 19:20 hier mit dem Rad los und bin dann kurz nach halb da ... wer zuerst kommt, besetzt 5 Plätze!

Gaga
Mega!

Lydia
Ich bin jetzt da. In der Schlange, die sich langsam nach innen bewegt

Gaga
Bin gerade am Wimperntuschen 💋💄👁

Lydia
7 Minuten zu spät, weil ich wie immer noch Geld holen musste 🙄

Gaga
Na früher als wir alle!!! Jetzt nur noch anziehen!

Lydia
Dennoch unten schon alle Tische dicht, ich bin oben an der Lampe 43. Ich persönlich finde es cool. Der Tisch hat vier Plätze. Ich probiere derweil bisschen mit dem Telefon rum.

Gaga
Mega, stellen wir einen Stuhl dazu, du bist die Größte!!!!!
Ach so oben... äh.... haha, da sind immer Tische frei, egal wann man kommt - aber okay! War unten auch kein kleiner frei? Oder zwei kleine?

Lydia
Nee, keine Chance. Vor mir war eine so größere Gruppe und bis die endlich drin waren, alles weg.

Gaga
Ich werde mich aber tendenziell eher unten aufhalten, oder halt die Treppe runterjagen, wenn geile Nummern anstehen - siehste, die Alten, die Rentner, die kriegens immer hin mit den Tischen - aber die müssen ja auch nicht mehr arbeiten! Aber letztlich: BESSER als ein Abend, wo wir die einzigen Besucher wären, weil keiner die olle Band hören will 🙂 ist halt Kult, unser Berlin Beat Club ❤Immerhin kann ich jetzt zum Türsteher sagen: eine Dame am Ober-Tisch mit der Lampe Nr. 43 hat mein Ticket 🙂 Nichts Schlimmeres soll uns widerfahren!

Lydia
Ja, ich kann es dir auch virtuell weiterreichen. Doro ist noch nicht da. Ich hoffe, ich übersehe sie nicht. Na, ich meinte doch, indem ich mit dem Handy runterkomme.

Gaga
Mir alles recht - ich mach jetzt Schluß!

Doro
Bin hier!

Lydia
Drinnen? Ich bin oben. Am Tisch 43. Treppe hoch und dann rechts.

Gaga
Ich geh jetzt los!!! Die Nummern stehen an den leuchtenden runden Lampen an den Tischen!!!

Doro
Wir sitzen oben!



War wieder schön gewesen! Alleine schon, dass einen der Sänger danach persönlich fragt, ob man "the evening enjoyed" hat, bürgt für die absolute Ausnahmequalität der Veranstaltung. Noch gibt es keine Berlin Beat Club-Anstecknadeln, aber ich bin auf jeden Fall Club-Mitglied und Fan, und zwar so lange es den Berlin Beat Club geben wird, was so Gott will, noch sehr lange sein wird. Ein weiblicher Gast hatte einen runden Geburtstag und es wurde wieder das Beatles-Geburtstagslied gesungen. Wir haben in unserem Damenkränzchen gerätselt, ob das Geburtstagskind eher fünfzig oder doch schon sechzig geworden sein könnte. Die Meinungen gingen auseinander! Ihre Moves beim Tanzen waren noch recht flüssig, daher tippte ich eher auf fünfzig. Aber kann mich irren. Sah vom Typ her auch aus wie jemand, der eine Yoga-Matte daheim hat, das hält glaube ich auch geschmeidig. Jünger Rüberkommen, hängt hauptsächlich von dynamischen, kraftvollen, locker und mühelos wirkenden Bewegungsabläufen und gerader Haltung ab, viel viel mehr noch, als von einem faltenfreien Gesicht.

28. September 2024



Die Waschmaschine ist fertig. Gleich nehme ich das Kleid raus und hänge es auf. Das war gestern mein Berlin Beat Club-Outfit, eine Pucci-Kopie aus dem "Garderobe"-Laden in den Hackeschen Höfen. Einer hat so wild vor mir getanzt, dass er mit meinem Arm kollidierte, in dem ich mein Bierglas hielt, woraufhin mir der Inhalt ins Gesicht und komplett über meine Vorderseite schwappte. Ich nahms locker und tanzte weiter, wenn es sich auch ein bißchen unangenehm anfühlte. Dass Bier so klebrig ist, war mir vorher gar nicht bewusst. Ich roch wie eine alte Bahnhofsspelunke und kam recht bald unbehelligt heim, schön den Abstand zu anderen Personen wahrend. Ich wollte nicht wegen Geruchsbelästigung auffallen. Außerdem ist heute zu bemerken, dass der 92. Geburtstag meines Vaters wäre und der 90. von Brigitte Bardot ist.

g a g a
Margarete 18. Februar...
19.02.26, 10:51
g a g a
Lydia Gebel Im Dunkeln...
18.02.26, 21:20
g a g a
Lydia Gebel Aha! Oder...
18.02.26, 21:12
g a g a
Ah, klasse, dass es...
18.02.26, 20:56
g a g a
Margarete 18. Februar...
18.02.26, 20:52
NeonWilderness
Interessant-mondäne...
18.02.26, 20:43
g a g a
Margarete 18. Februar...
18.02.26, 18:17
g a g a
Margarete 17. Februar...
17.02.26, 12:05
g a g a
Nora Sturm Was geht...
16.02.26, 17:35
g a g a
Schöne Assoziation...!
16.02.26, 00:11
g a g a
Margarete 15. Februar...
16.02.26, 00:02
g a g a
g a g a
Guter Plan :-)
14.02.26, 00:46
g a g a
Margarete 12. Februar...
12.02.26, 21:50
g a g a
noch1glaswein 12....
12.02.26, 21:34
g a g a
Margarete 11. Februar...
12.02.26, 17:07
g a g a
Christoph Martius Die...
11.02.26, 15:28
g a g a
Margarete 10. Februar...
10.02.26, 21:29
g a g a
Christoph Martius Wie...
10.02.26, 13:23

21.47
a
April
april 2004
april 2005
april 2006
april 2007
april 2008
April 2009
April 2010
April 2011
April 2012
April 2013
April 2014
April 2015
April 2016
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren