20. Oktober 2026

Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße Heringsdorf

Sonntag, 30. August 2026, 18.35 Uhr, Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße Heringsdorf

19. Oktober 2026

Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße 7. Zwar beworben als "Kaiservillen", aber hier stehen keine historischen Villen mehr, jedoch auf sämtlichen umgebenden Nachbargrundstücken. Auf dem Anwesen Delbrückstraße 7 befand sich einst die Villa des namensgebenden Dr. Hugo Delbrück, der mit seinem Bruder Adelbert Gründer der Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf war. Seine Villa wurde in der DDR-Ära zum "FDGB Heim Erich Hoppe". Im Jahre 1996 wurde die Villa abgerissen. Heute stehen dort die Delbrückvillen, zwei Gebäude aus der Zeit, als die neue Seebrücke Mitte der Neunziger Jahre erbaut wurde. Auch die "Das ist das Haus vom Nikolaus"-artigen Ferienhäuschen direkt am Anfang der Seebrücke, die ich schon bei meinem Seebrücken-Besuch im Abendlicht eingefangen hatte. Die Wohnungen haben überwiegend Einrichtung mit 90er-Jahre-Flair, wenige einzelne wirken etwas moderner, gar nicht mal so schlecht. Um die Kaiserbäder-Markenkampagne von Anno 2018 mit Leben zu füllen, bräuchte es aber schon noch mehr. Die "Kernerkenntnisse" kann ich vielerorts bestätigen. In der Kampagnen-Präsentation lese ich:

Delbrückstraße Heringsdorf

"Die Kaiserbäder haben ein sehr hohes Markenpotenzial, das auf historischen Spitzenleistungen beruht. Diese müssen neu belebt werden." und: "Die Zielgruppen sind sehr gemischt. Die Kaiserbäder müssen sich entscheiden, wer zu ihnen passt." und: "Die Qualität in den Kaiserbädern ist derzeit wenig „kaiserlich“. Sie muss den Erwartungen der Gäste von morgen entsprechen."

Seebrücke Heringsdorf

Das hätte ich jetzt nicht so unverblümt zu formulieren gewagt. Aber: ja. Letzterer Claim "Erwartungen der Gäste von morgen entsprechen" scheint mit einer großen Gruppe von Stammgästen zu kollidieren, die keine Lust hat, die Ziele der Kampagne zu erfüllen. Das kann man einfach mal so stehen lassen. Bevor es die Kampagne gab, waren die drei Seebäder mit der besonders schönen Architektur in keinem höheren Preissegment angesiedelt, vermute ich, also gab es keine Dynamik à la "ich bin anspruchsvoll und leiste mir im Urlaub das Besondere". Die Tradition der zu DDR-Zeiten gewerkschaftlich organisierten Betriebserholung war die verwurzelte Norm und bei den Stammgästen aus den Bundesländern der ehemaligen DDR eine feste Größe - nehme ich an. Elitäres Gehabe um Ästhetik und gar Anrufung von Kaiserzeiten galt vermutlich als nicht zu sozialistischen Werten passend. Verstehe, verstehe. Für Champagner-Sozialistinnen wie mich ist da kein Platz. Was da diffus und etwas nebulös als "wenig kaiserlich" betitelt wird, ist die treue Gästeschar, die von dieser "Basis" kommt, die vielleicht schon in der vierten Generation Jahr für Jahr im Sommer nach Usedom fährt. Ein echtes Dilemma für die schicke Kampagne. Schick sind nur die Villen und ein paar Restaurants auf dem Kulm. Wenn Heringsdorf ein Publikum darüber hinaus anziehen will, muss eine Kultur-Offensive her, die die angestrebte Weltläufigkeit mit Leben füllt. Ich plädiere dafür, eine neue Kampagne zu starten, die auf der alten aufbaut und speziell die Gay Community ins Auge fasst, die nachweislich besondere Expertise in Sachen Ästhetik hat. Bislang scheint dieser Bereich der Bevölkerung andere Reiseziele zu präferieren. Dabei hätten Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin alle Voraussetzungen, ein Hot Spot für ästhetisch und kulturell anspruchsvolle Reisende zu werden. Dann muss es aber auch einen Christopher Street Day dort geben, den alle mitfeiern, wie es z. B. in Brighton der Fall ist.

19. Oktober 2026

Delbrückstraße Heringsdorf

KLEINES PALAIS. Delbrückstraße 4a, Heringsdorf. Ich lese: "Das Gebäude des „Kleinen Palais“ wurde 1883 zur gleichen Zeit wie die Villa Oechsler von dem Kommerzienrat Hermann Berthold zunächst als Pferdestall gebaut. Mit der Entwicklung der Automobile Anfang 1900 erfolgte ein Umbau des Gebäudes zu Wohnzwecken für das Dienstpersonal." Heutzutage eine Ferienunterkunft. Bemerkenswert, dass damals die Fassaden separater Bauten, die nicht für die "Herrschaft" gedacht waren, sozusagen "Profanbauten", keine Abstriche bei der Gestaltung erfuhren. Ich habe noch keinen so schönen Pferdestall gesehen.

Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße Heringsdorf

Delbrückstraße Heringsdorf

18. Oktober 2026

Heringsdorf

Heringsdorf

Mit dem Vordach am Eingang der Staudt-Villa bin ich gar nicht einverstanden. Dieses ungraziöse Milchglas-Gebilde mit dem antiseptischen Charme einer Duschkabinentür ist ein derartiger Fehlgriff, dass ich mich frage, wie es dazu kommen konnte. Am liebsten möchte ich sofort eine weiße oder blau-weiß gestreifte Kuppel- oder Bogen- oder Korbmarkise bestellen. Die gibt es schon ab hundert Euro, meinethalben fünfhundert. Sollte drin sein.

Heringsdorf

18. Oktober 2026

Heringsdorf

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Heringsdorf

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VILLA STAUDT. Delbrückstr. 6 in Heringsdorf, vis à vis Villa Oechsler. Kann man mieten. Denn Elisabeth Staudt, die auf der Tafel in Deutsch, Polnisch und Englisch zum Tee bittet, ist nicht mehr. In die Geschichtsbücher sind beide eingegangen, Villa und Frau Staudt, da sich Kaiser Wilhelm II. (seinerzeit war er Anfang Fünfzig) ab 1909 bis 1912 wohl jeden Sommer bei der verwitweten Konsulin Staudt im Salon der damaligen "Villa Miramar" wiederholt zum Tee einfand. Allein, ohne Begleitung seiner Gemahlin Kaiserin Auguste Viktoria. In Heringsdorf wurde gemunkelt. Kennengelernt hatte man sich in Berlin, wo Konsulin Staudt die Geschäfte ihres verstorbenen Gatten Wilhelm fortführte.

Heringsdorf

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1938 verlegte Elisabeth Staudt ihren Wohnsitz in die Schweiz und verkaufte die Villa samt Einrichtung an Hitlers Leibarzt Theodor Morell, der dort entweder ein Privatsanatorium betrieb und/oder die Villa später zur Nutzung als nationalsozialistisches Volkswohlfahrt-Mütterheim zur Verfügung stellte/stellen musste(?) - nicht eruiert.

Heringsdorf

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1943 beschlagnahmte die Wehrmacht das Haus als Lazarett. Nach Kriegsende 1945 erklärte die sowjetische Militäradministration den Bereich des Zentrums von Heringsdorf und damit auch Villa Staudt bis 1950 zum Militärsanatorium. Zu DDR-Zeiten wurde die Villa zunächst als staatliches FDGB-Betriebserholungsheim "Heim Völkerfreundschaft" geführt und später als „Wilhelm Pieck Heim I“ Ferienheim des ZK der SED sowie von Angehörigen der DDR-Fluglinie "Interflug" zur Erholung genutzt. Nach der Wende zuletzt 2015 - 2017 saniert und aufgeteilt in 15 Ferien-Apartments.

Heringsdorf

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Die stolze Büste im Vorgarten zeigt auch Kaiser Wilhelm, aber den anderen, nämlich Kaiser Wilhelm I., Großvater von Kaiser Wilhelm II. Was etwas verwirrt, aber wie folgt erhellt werden kann: bei Aufräumarbeiten wurde die Büste gefunden und Heringsdorf vermacht, um sie im öffentlichen Raum aufzustellen, aber die Gemeinde sprach sich dagegen aus, so ergab sich die Idee, das Denkmal auf privatem Grund aufzustellen und die Villa Staudt schien recht geeignet. Da steht sie nun seit 2003, also noch gar nicht so lange. Recht passend zur großen Kaiserbäder-Kampagne.

Heringsdorf

Heringsdorf

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Heringsdorf

Heringsdorf

g a g a
(...)
06.10.26, 17:41
g a g a
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Wir werden es wohl...
04.10.26, 13:28
arboretum
Der schönste Platz...
04.10.26, 13:01
arboretum
Vielleicht stimmt...
04.10.26, 12:48
g a g a
(...)
03.10.26, 15:34
g a g a
Lydia Gebel Wie heißt...
30.09.26, 23:15
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21.47
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