16. September 2026

Großes Schrammtor

Im Bereich des Schrammtores befindet sich nicht nur eine prägnante Felsformation, sondern gleich mehrere Sandsteinsäulen, die wie Wächter den heiligen Bezirk abschirmen. Ähnliche Formationen sah ich auch in Teilen von Island und nordamerikanischen Nationalparks, insbesondere in südwestlichen Bundesstaaten wie Colorado, Nevada, Arizona und Utah. Was dort Wind, Wetter und vor allem der Colorado River geformt haben, ist im Elbsandsteingebirge das Werk der Elbe. Die Substanz des Gesteins, der Sand, war vor rund hundert Millionen Jahren am Boden des Kreidemeeres. Es gibt eine schöne, ausführliche ZDF-Wissenschaftsdoku über die Entstehung des Elbsandsteingebirges, die ich mir gestern Abend angeschaut habe. Hier gucken. Ist wie Geologie-Unterricht mit phantastischen Animationen, die im Zeitraffer die Entwicklung zeigen, wie aus einem großen, sich vom Meeresspiegel angehobenen Sandsteinplateau durch Erosion und interne, organische Felssprengungen, aufgrund von ins poröse Gestein eingelagerten Eispartikeln, Risse gebildet wurden und Wind und Wasser die Oberflächen rund formte. Auch faszinierend, dass Bohrungen in die Felsen teilweise zeigten, dass die innere Substanz nicht selten weich ist, Sand, der sich nicht verfestigt hat. Was einem plastisch vor Augen führt, dass es filigrane Gebilde sind, die aus gutem Grund nicht mit üblichen Bergsteiger-Methoden erklommen werden dürfen, wie z. B. Sicherungshaken einschlagen. Bislang dachte ich, die ambitionierten Freeclimber oder nur leicht mit Seilen an einem einzigen vorgegebenen Haken dort gesicherten Kletterer, wären nur besonders ehrgeizig. Nicht einmal Talkum für besseren Griff an den Händen darf benutzt werden, da es sich im porösen Gestein einlagern würde, was den Abbau beschleunigt. Es sind sächsische Kletterregeln. Felsstürze, Gesteinsabbrüche, sind permanente Ereignisse, denn die Erosion setzt sich unvermeidlich fort. Man sieht nur eine Momentaufnahme.

Großes Schrammtor

Großes Schrammtor

16. September 2026

Großes Schrammtor

Endlich da, am Großen Schrammtor. Ein gutes Jahr habe ich mich damit getragen, dorthin zu wandern. In den Kalender geschaut, die Wetterlage und Prognosen studiert, nach einem Tag unter der Woche, außerhalb der Sommerferien gesucht. Und dann jenen Dienstag, 25. August 2026 gefunden, wo einmal alles gepasst hat.

Großes Schrammtor

15. September 2026

Großes Schrammtor

Großes Schrammtor

Großes Schrammtor

Zum "Großen Schrammtor", dem Entrée, Foyer des Gebiets der Türme aus Elbsandstein, den großen, hohen Schrammsteinfelsen.

Großes Schrammtor

15. September 2026

Großes Schrammtor

Großes Schrammtor

Schrammsteine in Sicht! Das "Große Schrammtor" nur noch wenige Meter entfernt. Bereits schöner Elbstandstein zu sehen. Nach dem Lattengrund war noch der Obrigensteig zu bewältigen. Das könnte ich jetzt etwas dramatisierend aufbauschen, vorausgesetzt, meine Leser/innen waren/wären da noch nie herumgewandert. Es sind durchweg Wanderwege, die mobile Senioren meistern können, keinerlei Kletterkunst erforderlich. Aber: Ausdauer. Das unentwegte Auf und Ab, vor allem das Auf, hat ganz schön an meinen Kräften gezehrt und mir war sehr bewusst, dass ich den ganzen Weg auch wieder zurück musste. Ein Taxi zu rufen, habe ich nicht in Betracht gezogen, jedoch überlegt, für den Rückweg evt. den Wanderbus zu nutzen - und verworfen. Nun ging es erst mal zum großen Endspurt, zum Ziel. Nachdem ich nun schon zwei Schilder gekreuzt hatte, die eindeutig den Weg zum "Großen Schrammtor" anzeigten, hatte ich auch keinerlei Zweifel mehr, auf der richtigen Route zu sein. Nun wollte jeder, der dort wanderte, genau dahin. Manche vielleicht auch noch ein Stückchen weiter, aber für mich war das Große Schrammtor von Anfang an das große Ziel, darüberhinaus wollte ich mich nicht verausgaben. Meine Schuhe mit dem hohen Schaft und der dicken Profilsohle hatten auch schön mitgemacht. Damit war ich schon viele Kilometer am Stück ohne Schäden auf Sylt gewandert.

Großes Schrammtor

14. September 2026

Falkensteinaussicht

Falkensteinaussicht

Wikipedia: "Im Jahr 1864 schlug am Falkenstein mit der Besteigung durch Schandauer Turner über den noch heute so genannten Turnerweg die Geburtsstunde des Sächsischen Kletterns." Mir reichte die ferne Ansicht des Falkensteins. Mit frischem Elan ging ich nun den Weg zum Großen Schrammtor.

Falkensteinaussicht

14. September 2026

Falkensteinaussicht

Die Wanderlust kehrt zurück. Heute Nachmittag stieß ich beim nachträglichen Nachforschen meiner eigenen Wanderpfande auf ein youtube-Video, in dem ein Wanderer seine Wege dort filmte, um ihn herum springt sein Sohn, mit dem er unterwegs war. Das gesamte Video durchziehen die Ansagen der weiblichen Stimme seines Navis, das er die ganze Zeit aktiviert hatte. Grauenvoll. Ich hätte das Gefühl in der Stadt im Taxi unterwegs zu sein, mit einem Fahrer, der das Fahrziel nicht kennt und auf die Anweisungen des Navis angewiesen ist. Ich hatte keine Lust, sein Video weiter anzusehen. Die Kameraperspektiven waren auch nicht gut, kein durchdachter Schnitt, keine Dramaturgie, dazu kahle Winterlandschaft, bedeckter Himmel, schwache Farben. Aber diese Dauerbeschallung in freier Natur mit der sterilen Stimme von dem Navi war das Schlimmste. "Nach 50 Metern rechts abbiegen."

Falkensteinaussicht

Falkensteinaussicht

Falkensteinaussicht

14. September 2026

Falkensteinaussicht

Falkensteinaussicht

Es hatten sich doch noch zwei andere Wanderer außer mir da oben bei der Aussicht auf den Falkenstein eingefunden. Wir grüßten uns, kannten uns schon vom Sehen, durch den Lattengrund Gehen. Ich fragte, ob sie wüssten, ob das nun eigentlich schon das Schrammtor war, die ausdrucksstarken Felsen, an denen wir vorbeigekommen waren. Ich sei unsicher, hätte eigentlich das Gefühl das "Große Schrammtor" müsste noch anders sein. Sie erklärten, sie hätten kein konkretes Ziel, außer dem blauen Wanderweg zu folgen. Ein Blick auf sein Smartphone zeigte ihm die Lage des Großen Schrammtors, dass es etwa eine halbe Stunde entfernt sei. Ich war froh, nicht enttäuscht umkehren zu müssen, sondern das eigentliche Ziel noch vor mir lag. Sie begaben sich auch auf den Weg, ein Stück nach unten, zurück in den Lattengrund und abbiegen, und jeder wanderte für sich weiter.

Falkensteinaussicht

g a g a
Cosima Wald SUPER
16.09.26, 11:49
g a g a
g a g a
Georg Nägle Du...
09.09.26, 22:55
g a g a
Meine Oma Alma hat...
07.09.26, 13:20
arboretum
g a g a
g a g a
g a g a
Georg Nägle Ja, ich...
05.09.26, 10:34
g a g a
Georg Nägle Beides....
04.09.26, 20:39
g a g a
Georg Nägle Hi, ich...
04.09.26, 19:07
g a g a
Lydia Gebel Die 17...
03.09.26, 22:02
g a g a
Saskia Rutner Ist...
03.09.26, 08:11
arboretum
Normalerweise erkenne...
02.09.26, 21:31
arboretum
Pistazie mit Marzipan...
02.09.26, 21:30
g a g a
arboretum 2. September...
02.09.26, 20:16
g a g a
Wird ein Weilchen...
02.09.26, 20:03
arboretum
Das freut mich, dass...
02.09.26, 15:43
g a g a
Claudia Stimmt ja,...
02.09.26, 10:36
g a g a
Danke für die lieben...
02.09.26, 10:31
kid37
Ich sehe, Sie haben...
02.09.26, 00:35

21.47
a
April
april 2004
april 2005
april 2006
april 2007
april 2008
April 2009
April 2010
April 2011
April 2012
April 2013
April 2014
April 2015
April 2016
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren