15. August 2026

Soeben fiel mir endlich die Lösung für mein zeitweises Reisegepäcktransportproblem ein. Da ich nach Heringsdorf ohne Kofferträger aus Fleisch und Blut unterwegs sein werde, aber auch kein Reisegepäck mit Rollen besitze, habe ich mir nun für längere Gehwege eine kleine, leichte, faltbare Mini-Sackkarre bestellt, die auch eine Befestigungsmöglichkeit für die größere Reisetasche hat und oben drauf kommt das andere Handgepäck, das Teil wiegt 1,29 kg, Umhängetasche über die Schulter, fertig. Ich hatte auch erstmalig nach Reisegepäck im Trolley-Stil geguckt, auch einige vergleichsweise formschöne, extra leise, gefunden, aber so ein Teil müsste dann ja bei Nichtbenutzung auch wieder verstaut werden und ließe sich nicht mal eben platt unters Sofa quetschen wie meine vorhandene große Reisetasche. Ich habe keinen Keller und keine Besenkammer, Schränke sind voll und oben drauf stapeln sich bereits Bücher und Hutkoffer. Beim Gucken fand ich zwar ein recht apartes Koffermodell mit angeblich leisen Rollen, formschön im Retro-Stil mit andersfarbigen Lederecken und Gurten und schicker Reptilienprägung, den man auch dauerhaft sichtbar in eine Ecke stellen könnte, ohne dass er die Einrichtung versaut, aber selbst dafür habe ich keinen Platz übrig. Und da ich mein vorhandenes Reisegepäck sehr gerne benutze, auch die Größe passt, ist die Mini-Sackkarre die Lösung für längere Fußwege zum oder im oder vom Bahnhof und zudem auch anderweitig nützlich!



Ich hoffe und bete, die Mini-Sackkarre macht ein nicht ganz so nerviges Ratter-Geräusch wie die meisten Rollkoffer. Das gefiele mir gar nicht. Ich bin furchtbar empfindlich, was manche Geräusche angeht. Letztes Jahr hatte ich mal eine heranschleichende Migräne-Attacke, war unterwegs, vor mir auf dem Gehweg mit Kopfsteinpflaster eine Frau mit Rollkoffer. Mein Kopf ist fast explodiert, als ich näher kam, Lärm aus der Hölle, war ganz schlimm. Ich bin dann viel schneller an ihr vorbeigelaufen, als ich normalerweise laufe, um das Geräusch nicht mehr hören zu müssen. Ich versuche deshalb auch in der Öffentlichkeit keine Geräusche zu produzieren, die mich oder andere belasten könnten, daher noch nie Rollkoffer. Das Einzige was mich an Touristen wirklich stört, ist dieses anstrengende Ratter-Geräusch.

14. August 2026

Chatbot Berliner Sparkasse:
Wählen Sie eine Sprache.

Ich:
Deutsch.

Linda:
Hallo, ich bin Linda, die digitale Assistenz der Berliner Sparkasse. Ich unterstütze Sie gerne bei Fragen zu unseren Produkten und Services. Hinweis: Der Chatbot ist ein Angebot ausschließlich für die Kundschaft der Sparkasse. Die ergänzenden Datenschutzinformationen für die Nutzung des Chatbots finden Sie hier: Datenschutzhinweise sparkasse.de Stellen Sie mir unten eine kurze Frage oder wählen Sie einen Themenvorschlag.

Ich:
pushTAN-Verfahren

Linda
Mit der S-pushTAN App geben Sie Aufträge direkt auf Ihrem Smartphone oder Tablet frei. Das macht Ihr Online-Banking bequem und sicher. Laden Sie die kostenlose S-pushTAN App hier herunter: iOS: https://apps.apple.com/de/app/s-pushtan/id563488727 Wie kann ich Ihnen beim Thema pushTAN weiterhelfen?

Ich:
pushTAN-Verfahren einrichten

Linda:
Bitte prüfen Sie in Ihrer S-pushTAN App, ob diese noch korrekt eingerichtet ist: Zunächst S-pushTAN App öffnen, dann auf Menüpunkt „Verbindungen“ klicken. Hier muss die entsprechende Sparkasse mit der Verbindung eingetragen sein. Falls die Seite leer sein sollte, tippen Sie auf „Verbindung hinzufügen“ und folgen Sie den weiteren Schritten.
Hat das weitergeholfen?

Ich:
Nein

Linda:
Okay, dann überprüfen Sie bitte kurz Ihre Internet- und WLAN-Verbindung. Eventuell bestand beim Versand der pushTAN keine Verbindung. Probieren Sie es bitte erneut. Hat es jetzt geklappt? Ja / Nein / Mitarbeitende sprechen

Ich:
Mitarbeitende sprechen

Linda:
Möchten Sie mit unseren Mitarbeitenden sprechen? Wählen Sie einfach die passende Option. Außerhalb der Servicezeiten (telefonisch täglich rund um die Uhr, im Chat Mo-Fr 8-19 Uhr) hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht. Sie können mir auch gerne eine weitere Frage stellen. Jetzt mit Mitarbeitenden sprechen / Jetzt eine Nachricht schreiben

Ich:
Jetzt mit Mitarbeitenden sprechen

Linda:
Alles klar. Ich verbinde Sie nun mit jemandem. Bitte schließen Sie dieses Fenster nicht.

Susi Müller* ist dem Chat beigetreten.

Susi Müller:
Hallo, herzlich willkommen bei Ihrer Berliner Sparkasse.

Linda hat den Chat verlassen

Ich:
Können wir telefonieren?

Susi Müller:
Sie erreichen unseren telefonischen Kundenservice unter der Nummer: 030 86986969

Ich:
meine Telefon-Nr.:
030 123456789

Susi Müller:
Sie erreichen unseren telefonischen Kundenservice unter der Nummer: 030 86986969

Ich:
Lande ich dann in einer Warteschleife? Geht sofort ein Mensch an das Telefon oder ist es ein Chatbot? Das hilft mir nicht weiter.

Susi Müller:
Das kann vorkommen, je nach Kundenaufkommen.

Ich:
Bitte rufen Sie mich an.

Susi Müller:
Ich kann aus diesem Chat heraus nicht telefonieren.

Ich:
Warum nicht?

Susi Müller:
Weil das ein Textchat ist.

Ich:
Das werde ich copypasten und in einem Blogeintrag veröffentlichen, weil es etwas absurd ist! (eine längere Weile keine Reaktion) Sind Sie schon im Feierabend? Heißt es nicht eigentlich "Freitag ab Eins macht jeder seins"? Auf meiner Uhr ist es erst 11.18 Uhr.

Susi Müller:
Sie können mir Ihr Anliegen gerne schildern. Auf diesem Niveau werde ich aber nicht mit Ihnen kommunizieren.

Ich:
Danke für das Angebot. Mein Anliegen: ich bin seit 40 Jahren Kundin bei der Berliner Sparkasse, habe dort ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto und eine Visacard der Berliner Sparkasse. Online Banking mache ich nicht, hatte mir bislang keinen Zugang eingerichtet, war nicht nötig.

(während ich noch weiter dabei bin, mein etwas komplexeres Anliegen zu beschreiben, funkt Susi Müller ungeduldig dazwischen, obgleich man im Chat sieht, wenn der andere gerade etwas schreibt, ohne den Text bereits zu sehen. Der Chat ermöglicht keine Leerzeilen, ich hatte vergeblich versucht, einen sinnstiftenden Absatz mit einer Leerzeile via Hochstell-Taste und Enter zu machen, was aber wie Enter verarbeitet wurde, als sei meine Mitteilung zu Ende, ich schrieb aber sofort, ohne zu pausieren, im neuen Fenster weiter)

Susi Müller:
Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Dann stellen Sie bitte jetzt Ihre Frage. Ansonsten haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir den Dialog-Service weiteren Besuchern zur Verfügung stellen möchten und unser Gespräch beenden.

Ich:
Aufgrund der nun vielfach erforderlichen 3D-Verifizierung beim Bezahlungsvorgang mit Visacard oder auch Lastschrift, bin ich gefordert, push-tan einzurichten. Habe die app heruntergeladen und bei der Berliner Sparkasse online beantragt, dass die Visacard und auch die EC-Karte für das Verifizierungsverfahren freigeschaltet werden. Ich erhielt einen Anhang per Mail, in dem vermerkt war, dass man per Post einen QR Code erhält. Ist das tatsächlich der Fall oder kann ich diesen Code auch per Mail erhalten? Bzw. wenn das nur per Post geht, können Sie feststellen, ob bereits etwas an mich geschickt wurde? Dieser Code ist nötig um Push-Tan einzurichten.

Susi Müller:
Den Registrierungscode erhalten Sie per Post oder vor Ort in jeder Filiale. Geben Sie mir dazu bitte Ihre IBAN Nummer.

Ich:
Gerne, Augenblick
DE 12 3456 7891 2345 6789 10

Susi Müller:
Da Sie sich im Text-Chat unlegitimiert anmelden, würde ich Ihnen gern zur Prüfung einige Sicherheitsfragen stellen und das Chatprotokoll abspeichern. Hierfür benötigen Sie Ihre Sparkassen-Card oder Kreditkarte und Personalausweis oder Reisepass. Ist das in Ordnung?

Ich:
Ja, das ist in Ordnung

Susi Müller:
Bitte beantworten Sie mir dazu nun folgende Fragen: Wie lautet Ihr Geburtsdatum? Wie lautet die Kartennummer Ihrer Sparkassen-Card oder Kreditkarte? Bestehen Daueraufträge? Wenn ja, nennen Sie mir bitte einen. Wie lautet Ihre aktuelle Adresse? Wo sind Sie geboren?

Ich:
Geburtsdatum: 01.09.XXXX
Kartennummer der Sparkassen-Card: 1234567890
Es bestehen mehrere Daueraufträge wie für die Abbuchung von zwei Mieten, z. B. Mustermann Hausverwaltung als Empfänger und Soundso Immobilien. Meine aktuelle Adresse: Privatstr. 1, 12345 Berlin. Geburtsort: Münchhausen.

Susi Müller:
Bitte konkretisieren Sie die Angaben für einen Dauerauftrag. Die genannten Aufträge sind Lastschrifteinzüge.

Ich:
Oh, ich habe das verwechselt - dann habe ich vielleicht gar keinen Dauerauftrag. Ich lasse diverses über Lastschrift einziehen, auch die Stromkosten bei Greenpeace Energy (heißt jetzt irgendwie anders). Da ich kein Online-Banking mache, kann ich nicht mal eben jetzt in einen Account gucken, ich bin in meinem Büro, nicht zuhause. Ich kann Ihnen zur Verifizierung meinen aktuellen Kontostand des Tagesgeldkontos nennen, auf dem ich gerade eine Umbuchung veranlasst habe.

Susi Müller:
Doch, Sie haben Daueraufträge, sonst hätte ich nicht danach gefragt. Alternativ können Sie mir einen Kontoumsatz aus den letzten Tagen nennen.

Ich:
Wie auch immer - ich habe seit vorgestern Umbuchungen von Tagesgeldkonto auf Giro veranlasst, so dass der Kontostand auf dem Tagesgeldkonto nun exakt X Fantasttrilliarden Euro beträgt.

Susi Müller:
Ich hätte gerne einen konkreten Umsatz, nicht den Kontostand.

Ich:
ich habe gestern mein Mittagessen in der Kantine mit Sparkassencard bezahlt, das war ein Betrag von gut 10 Euro. Am Abend war ich bei EDEKA in der Rosenthaler Str. und habe 1 Packung Salami, eine Flasche Crémant und noch Suppengrün gekauft, Preis insgesamt ca. 20 Euro. Auch mit Karte bezahlt. Wie gesagt, da ich kein Onlinebanking mache und keine Kontoauszüge mit mir führe, kann ich das nicht auf den Cent benennen. Ich werde aber gleich wieder in die Kantine gehen und dort etwas kaufen und mit Karte bezahlen und dann kann ich Ihnen den exakten Betrag nennen. Ich habe das Konto seit 1986.

Susi Müller:
Ich lasse das jetzt mal unkommentiert. Die Sicherheitsfragen stelle ich nicht zum Spaß. Sie möchten ja auch nicht, dass Auskünfte an Dritte erteilt werden. Wenn Sie Registrierungsdaten für die PushTanApp angefordert haben, dann erhalten Sie diese innerhalb einer Woche per Post.

Ich:
Können Sie mir per Mail an meine Adresse Privatmail@xyz.de bestätigen, dass die Registrierung von mir beantragt wurde?

Susi Müller:
Da die Sicherheitsfragen nicht beantwortet wurden, kann ich das hier nicht bestätigen.

Ich:
Augenblick, ich kann Ihnen einen konkreten Umsatz nennen, wenn Sie mit Umsatz meinen, einen Betrag, wo ich eine Überweisung veranlasst habe. Moment. 707,00 Euro an Reisebüro Heringsdorf, vorgestern veranlasst.

Susi Müller:
Sie haben den Auftrag am 11.08.2026 erteilt. Die Unterlagen sind auf dem Postweg.

Ich:
Vielen Dank und ein schönes Wochenende Ihnen.

Susi Müller:
Sehr gern. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ich:
P.S. Sind Sie eigentlich eine real existierende Mitarbeiterin oder ein Chatbot, Frau Müller?

Susi Müller:
Diese Frage erübrigt sich ja wohl.

Ich:
Heutzutage nicht unbedingt. Auch Chatbots erhalten bei einigen Firmen Namen, um den Eindruck zu vermitteln, es handelt sich um eine real existierende Person. Aber ich freue mich, wenn es Sie wirklich gibt. Letzten Endes habe Sie mir die Frage, die mich umtrieb, beantwortet. Also noch mal Danke. Ich beende den Chat nun.


*) Name wg. Datenschutz geändert

13. August 2026

Besorgungen, Erledigungen. Unter anderem gestern nach vielen Jahren wieder einmal in einem Deutsche Bahn-Reisezentrum Fahrscheine gekauft. Wegen einer vorschriftsmäßig nun auch bei der Deutschen Bahn neu eingeführten 3D-Verifizierung beim online Bezahlvorgang mit Kreditkarte, konnte ich nach vielen Jahren plötzlich kein online Ticket mehr kaufen, den Bezahlvorgang nicht abschließen.

Habe zwar angeschubst, dass ich diese erforderliche S-Push-TAN einrichte, installiert ist sie schon, ist aber noch nicht vollständig erledigt. Daher begab ich mich gestern ins Reisezentrum am Berliner Hauptbahnhof, um den günstigsten Preis für die ICE-Tickets Heringsdorf und zurück zu bekommen.

Meiner Erinnerung nach war ich da noch nie, im Reisezentrum in der ersten Etage vom Berliner Hauptbahnhof. Wirkte neu möbliert. Relativ stylishe, gepolsterte Lounge-Sitzbänke. Die Bezugsstoffe noch tadellos, nicht abgenutzt oder fadenscheinig.

Ich musste gar nicht lange warten. Man ist erst in einer flotten Schlange, wo schnell abgeklärt wird, ob man zu einem der weiter hinten liegenden Schalter gehen muss, um dort bedient zu werden. Wenn ja, bekommt man eine Wartenummer in die Hand gedrückt, die hat auch einen QR Code, mit dem man die Info abrufen kann, wieviele Minuten es dauert, bis man dran ist.

Es war nicht sehr voll, viele Polsterbänke leer. Gibt viele Schalter, ca. zehn. Über jedem Schalter schwebt eine runde, digitale Anzeige, wie ein digitales Laufband das die Nummer anzeigt, die gerade aufgerufen wird und als nächstes bedient wird.

Es gibt an allen Seiten an den Wänden mehrere große Displays wo steht, wie viele Minuten es ca. noch dauert, bis Nummer Soundso dran ist. Es gab immer nur Angaben von 0 - 5 Minuten, keine längeren Wartezeiten. Wenn es voller ist, kann schon mal eine längere Wartezeit angezeigt werden und dann ist natürlich ideal, wenn man ein Smartphone dabei hat, um zu gucken, ob man noch wo Kaffeetrinken geht oder Shoppen, bis die Nummer dran ist.

Bei mir ging es so schnell, dass es sich nicht mal gelohnt hätte, mein Buch aus der Tasche zu holen. Eine ältere Mitarbeiterin bediente mich sehr nett. Ich wusste ja bereits genau, welche Zugverbindungen ich buchen wollte und hatte sie mir notiert und an sie weitergegeben. Dann gab es nur noch wenige Klicks, eben die, die ich auch immer online gemacht habe, das Übliche.

Da fragt sie mich auf einmal nach meinem Alter. Ich antwortete wahrheitsgemäß. Sie zeigte mir dann den Sparpreis, auf den ich auch am Tag davor gekommen war, der aber keine altersbedingte Vergünstigung hatte. Die Buchung wurde abgeschlossen. Ich erbat auf ihre Frage hin, ob nur online oder zusätzlich ausgedruckt, ein Papierticket. Um noch mehr das Gefühl zu haben, das erledigt zu haben und wenn ich schon einmal nach so vielen Jahren wieder eine Fahrkarte kaufte, wollte ich auch sehen, wie die heutzutage aussehen.

Große Enttäuschung: es ist auch einfach nur der Ausdruck des Online Tickets, das man per Mail bekommt, auf normalem Druckerpapier, kein stabilerer Karton, kein besonderes Layout und kein kleineres Format wie früher. Ich sehe noch vor mir, wie die aussahen. Schmalere Karten, ungefähr wie ein Drittel einer A4-Seite. Das gibt es nun nicht mehr. Ich drückte mein Bedauern aus, die Dame erklärte mir, dass es preisgünstiger sei, normales Druckerpapier zu nehmen. Ich sagte "schade, wäre schön gewesen, so ein bisschen Retro, wie früher Konzertkarten, für mein Reise-Erinnerungsalbum!".

Sie lächelte nachsichtig und leicht amüsiert. Ich bezahlte und packte den A4-Ausdruck der Fahrkarte nach Heringsdorf hin und zurück ein und wir haben uns nett verabschiedet. Weil ich mit zwei ICE-Verbindungen fahre, geht das nicht mit dem Deutschland-Ticket.

Mit Regio wäre es eine Stunde länger Fahrzeit. Mein Deutschlandticket gilt auch erst ab September, hatte bislang keinen Bedarf (dachte ich, schlecht informiert perplex, dass allen Ernstes mein BVG-Monatskarten-Abo, das ich immer automatisch verlängert seit zwanzig Jahren habe, teurer ist als das Deutschlandticket und weniger bietet. Außer dieser "Übertragbarkeit", die ich niemals genutzt habe. Nun gut. Mit manchen Sachen habe ich mitunter keine Lust mich zu belasten und belaste dann offenkundig im Zweifel lieber mein Konto.

Erst danach, als ich schon wieder zuhause war, ging mir noch einmal die Frage der Frau nach meinem Alter durch den Kopf. Eigentlich kann die Frage ja nur in die Richtung gezielt haben, ob ich altersbedingt eine Ermäßigung beanspruchen könnte. Ob ich bereits sechzehn oder volljährig bin, wird sie vermutlich nicht überlegt haben. Aber vielleicht, ob bei mir bereits ein Seniorentarif gelten könnte. Da habe ich gedanklich etwas geschluckt. Falls es einen Seniorentarif ab 65 gibt, ich muss das mal recherchieren, heißt das, dass in dem Reisezentrum eine ziemlich unvorteilhafte Beleuchtung zu sein scheint, die mich entsprechend alt wirken lässt! Dabei fand ich das Licht gar nicht so unangenehm oder grell. Das war also mein gestriges Fahrkarte-wie-früher-im-Reisezentrum-kaufen-Erlebnis.

Meine heutige Erledigung war nach sehr langer Zeit wieder einmal ein Termin bei meinem Neurologen mit dem romanhaften Namen. Er sah richtig ausgeruht aus, Termin war um 9.20 Uhr, ich kam auch da gleich dran. Eigentlich wollte ich ihm den Verlauf meiner Unpässlichkeiten der letzten Monate mitteilen, um ihn letztlich dazu zu bringen, dass er meinem (wahnsinnig gutaussehenden) Hausarzt per Mail mitteilt, dass er mir bitte über die Hausarztpraxis künftig Eletriptan verschreiben soll, weil es am besten bei mir hilft.

Er hat mir aber stattdessen ein neues Rezept für Eletriptan ausgestellt und noch zu einem anderen in Kombi geraten, um die Migräne-Attacken zu verkürzen und mir mitgeteilt, wann ich wieder kommen soll. Wir könnten da einen halb-Jahres-Turnus machen und er würde mir dann jeweils entsprechend mehr als Rezept schreiben. Das ist natürlich auch nicht unattraktiv. Bei meinem Hausarzt musste ich öfter vorstellig werden, weil er immer nur geringe Mengen verschreiben durfte. Er ist aber näher an meiner Wohnung und ein netter junger Mann, stets eine erfreuliche Begegnung. Aber Dr. Nicolai van der Meer war mir heute auch sehr angenehm.

Und fürs Protokoll, weil jetzt allenthalben gewankt und geschwankt wird, ob man über oder unter jeden Eintrag schreiben soll, ob es sich um menschliches Fabulierwerk handelt oder an irgendeiner Stelle eine KI mit herumgewurstelt hat: ich lasse mir die Freude am Schreiben solcher Alltagsberichterstattung auf keinen Fall dadurch nehmen, dass ich die Formulierungen einer KI übertrage, sie nähme mir dann ja genau das weg, was mir am meisten Spaß macht. Und WAS ich sagen will, habe ich im Kopf, das muss nicht von einer externen Assistenz erfunden oder optimiert werden, das mache ich schon hübsch selbst, es wäre mir keine Hilfe, sondern Last, das Korrektur zu lesen und dann noch daran herumzufeilen.

Meine jüngsten drei Experimente, Gemini etwas schreiben zu lassen, basierten auf der Neugier, ob Gemini in einer Phantasie-Geschichte auf interessante Ideen kommen könnte, auf die ich selbst nicht käme. Aber das waren drei Experimente mit Fiktion, die mich bislang noch gar nicht interessiert oder beschäftigt hatte. Da hat er doch recht hübsch abgeliefert. Ich habe es nicht korrigiert oder nachgebessert, deshalb gab es auch stilistische Schnitzer wie unschöne Wiederholungen von Verben kurz hintereinander. Und ich habe es immer kenntlich gemacht und werde es weiterhin, sollte ich nochmals Lust dazu haben.

Ich bin weiterhin ganz offen, in Form von Phantasieerzählungen nach Lust und Laune damit herumzuspielen, auszutesten, inwieweit man stilistisch erziehen kann, aber nicht in meinen täglichen Tagebuch-Beiträgen. So selten ich damit experimentierte, so oft habe ich es kenntlich gemacht und werde es weiterhin tun. Wenn ich Gemini also nicht als Autor erwähne, hat er nichts beigetragen und auch kein anderer Mastermind, egal ob menschlich oder virtuell.

Seid oder werdet einfach offen damit zu spielen, verbietet Euch nichts, aber macht es offenkundig. Ich beobachte interessiert, wie jetzt auch bei einigen auffliegt, die es bislang als ihr ureigenes künstlerisches Handwerk verkauften, dass sie diverse digitale Hilfsmittel einsetzen. All diese Graphic Novels, die allerhöchstwahrscheinlich NICHT mit dem Federkiel und Tusche gezeichnet werden etc. Hochwertig wirkende Grafiken, die auf edlem Bütten geprintet sind und von Erwachsenen mit Tusche übermalt werden, wie von einem Kind, das ein Ausmalbuch ausmalt. Was es eben so alles gibt.

Aus meiner Sicht alles legitim, wenn es kenntlich gemacht wird und nicht unter den Teppich gekehrt und als ureigenes (Blend-)Werk präsentiert wird. Profi-Grafiker arbeiten natürlich auch schon lange mit digitalen Programmen, das ist ein fester Teil der Ausbildung. Da wird doch wohl niemand denken, dass der Ausbildungs-Schwerpunkt mit Lineal und Stift am Zeichenbrett von statten geht. Ein gut ausgebildeter Medien-Gestalter kennt die Profi-Programme und hält sich auf dem Laufenden. Und natürlich gehören dazu auch sämtliche Neuerungen, die mit KI für Beschleunigung der Auftragsausführung sorgen. Das nutzen nicht nur private Dilettanten, die kein Geld für Profis haben.

Und der Buchdruck ist natürlich auch Teufelszeug, zurück zur Pergamentrolle! Usw. usf. Musste schmunzeln, als Nick Cave in einem Aufsatz bekannte, dass ein befreundeter Videographer ihm vorgeführt hat, dass mit Hilfe von KI bei entsprechendem künstlerischen Potenzial des Anwenders durchaus ein berührendes Ergebnis entstehen kann, was er vorher nicht für möglich gehalten hatte. Aber Cave hat eben die Größe, seine Meinung öffentlich zu ändern. Engstirniges Beharrungsvermögen kann in Altersstarrsinn ausarten. Da wäre ich lieber etwas vorsichtig.

g a g a
Wer mich näher kennt,...
14.08.26, 23:19
NeonWilderness
Nah, das ist doch...
14.08.26, 23:15
g a g a
Sind auch bei mir...
14.08.26, 22:58
g a g a
Huch...! Danke für...
14.08.26, 22:56
NeonWilderness
Bin auch gespannt....
14.08.26, 22:39
NeonWilderness
Nettigkeit ist kein...
14.08.26, 22:36
g a g a
Bei welcher Bank bist...
14.08.26, 20:27
g a g a
Ich habe den Link...
14.08.26, 20:19
NeonWilderness
Bin ich übrigens voll...
14.08.26, 19:07
NeonWilderness
Naja, 1.5 Sterne von...
14.08.26, 18:59
g a g a
ANH 14. August 2026...
14.08.26, 15:17
g a g a
Aber immerhin gehe...
14.08.26, 15:14
NeonWilderness
Menschen, die ein...
14.08.26, 15:08
g a g a
P.S. wie vermutet...
13.08.26, 21:48
g a g a
Margarete 12. August...
12.08.26, 23:34
g a g a
Christoph Martius Sehr...
11.08.26, 20:17
g a g a
NeonWilderness
Maxim-Gorki-Straße...
11.08.26, 17:09
g a g a
So ein Zufall! Gestern...
11.08.26, 15:51
NeonWilderness
In Heringsdorf war...
11.08.26, 15:20

21.47
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