18. Juni 2012
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Man muss sich jetzt nicht großartig für Carl Friedrich Schinkel interessieren, um mir zu folgen. Aber Schinkel lässt sich in Berlin schwer ignorieren, zumal in Mitte. Und das zu Recht. Ach, es ist Unsinn etwas zu beschreiben, was man in jedem Lexikon lesen kann. Nur will ich mich an das Gefühl erinnern, als ich die filigrane, geschnitzte Holztreppe nach oben ging, nie bin ich vorsichtiger über eine Treppe gegangen. Bei jedem Schritt dachte ich, wie riskant, wie exklusiv, diese Treppe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sie wirkte so zart gebaut, fragil. Ich trat ganz vorsichtig auf, streichelte das Geländer mehr, als dass ich mich festhielt. So eine Kostbarkeit. Und die bunten Fenster. Die Vielfalt der kleinen Arabesken. Und das sich wiederholende Blumenmotiv, das mir erst später beim Sichten der Bilder daheim so recht ins Bewusstsein kam. Das mich an die Pril-Blumen erinnerte, die wir als Kinder so gerne sammelten und auf die Kacheln in der Küche klebten. Das machten wohl alle Kinder gern. Glaube ich jedenfalls. Die fröhlichen Blumen von Pril mit dem Glanzversspiel. Wie lange ist das her? Vierzig Jahre. Schinkel ist mir näher gekommen. Durch die Treppe und die Blumen. Und sein Zitat. Er muss sehr musikalisch gewesen sein. Diese Kirche, die heute sein Museum ist, und die mich noch nie beschäftigt hat, bevor ich eher zufällig daran vorbeikam und sie zum Glück betrat, ist eine kleine Sinfonie.

Man muss sich jetzt nicht großartig für Carl Friedrich Schinkel interessieren, um mir zu folgen. Aber Schinkel lässt sich in Berlin schwer ignorieren, zumal in Mitte. Und das zu Recht. Ach, es ist Unsinn etwas zu beschreiben, was man in jedem Lexikon lesen kann. Nur will ich mich an das Gefühl erinnern, als ich die filigrane, geschnitzte Holztreppe nach oben ging, nie bin ich vorsichtiger über eine Treppe gegangen. Bei jedem Schritt dachte ich, wie riskant, wie exklusiv, diese Treppe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sie wirkte so zart gebaut, fragil. Ich trat ganz vorsichtig auf, streichelte das Geländer mehr, als dass ich mich festhielt. So eine Kostbarkeit. Und die bunten Fenster. Die Vielfalt der kleinen Arabesken. Und das sich wiederholende Blumenmotiv, das mir erst später beim Sichten der Bilder daheim so recht ins Bewusstsein kam. Das mich an die Pril-Blumen erinnerte, die wir als Kinder so gerne sammelten und auf die Kacheln in der Küche klebten. Das machten wohl alle Kinder gern. Glaube ich jedenfalls. Die fröhlichen Blumen von Pril mit dem Glanzversspiel. Wie lange ist das her? Vierzig Jahre. Schinkel ist mir näher gekommen. Durch die Treppe und die Blumen. Und sein Zitat. Er muss sehr musikalisch gewesen sein. Diese Kirche, die heute sein Museum ist, und die mich noch nie beschäftigt hat, bevor ich eher zufällig daran vorbeikam und sie zum Glück betrat, ist eine kleine Sinfonie.
g a g a - 18. Juni 2012, 23:34