05. Februar 2010

14. August 2006
Kinder und Tiere gehen immer. Sonne in Berlin. Heute tut sie nicht weh. Ohne Arg scheint sie durchs Fenster. Ich tippe ein Passwort und trinke Kaffee. Vor mehr als zwanzig Jahren sagte eine Frau, die mich und meinen Bruder recht gut kannte, "Ihr beiden seid Wesen aus einer anderen Zeit. Ihr gehört in die Epoche der Romantik, mit euren großen verträumten Augen." Sie sagte noch etwas sehr schönes, das mich rührte, aber ich habe es vergessen. Sie lebt nicht mehr, ich kann sie nicht fragen. Ich fühlte, sie hatte recht. Sie war Astrologin und amüsierte sich über mein Horoskop, weil sie halb scherzend, halb ernst meinte, ich wäre womöglich die Reinkarnation von Goethe. Da wären so viele Parallelen in unserem Geburtsbild. Die Sonne, der Skorpionmond und Aszendent, wenn ich es recht erinnere. Das chinesische Zeichen der Schlange. Das starke zwölfte Haus. Dies und das und jenes. Na ja. Ich nahm es heiter hin, ohne daran zu glauben. Wie komme ich jetzt darauf... Als ich in Weimar war, hatte ich jedenfalls kein déjà vu und bin auch sonst nicht immer hin und weg von seinem Werk. Aber natürlich voller Respekt. Vielleicht sollte ich ihm mehr Aufmerksamkeit schenken. Die Magie in seinen Zeilen finden. Das hat er bestimmt verdient. Im Grunde las ich nur den Faust und ein paar verstreute Gedichte und Zitate. Ich sehe mal nach und komme wieder. Mit Johann Wolfgang. Ich bin gut im Querlesen und Finden. Ihr müsst nicht lange warten.
"Getret'ner Quark wird breit nicht stark!"
g a g a - 5. Februar 2010, 12:17
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