14. Oktober 2009

[und immer schön auf das Datum achten]
Mein Credo dieses Jahres war ja in der ersten Hälfte "keine voreiligen Schlüsse ziehen". Heute wäre ich beinah schwach geworden. In meinem zweiten Leben habe ich viel mit Biographien zu tun. Und da fällt es dann doch auf, wenn eine Kombination eines seltenen Vor- und Nachnamens plötzlich in der weiblichen Form mit identischem Anliegen auftaucht. Nur eben Jahre später. Ich eierte bereits in einem imaginierten Telefongespräch um die vorsichtige Frage nach einer Geschlechtsumwandlung herum. Aber keine voreiligen Schlüsse ziehen. Anderes Geburtsdatum, anderer Mensch. Zufall. Es gab kein peinliches Telefonat zu führen. Immer zuerst einen maximalen Überblick verschaffen. Fakten, Fakten, Fakten! Vier Bilder vom 3. Juli 2008. 842 weitere Bilder aus dem Zeitraum 11. Mai bis 16. Juli 2008 schlummern auf meiner Festplatte.
In der zweiten Hälfte des Jahres hat sich ein weiteres Credo dazugesellt: keine Befindlichkeitsdebatten mehr führen. Gibt nur blöde Stimmung, unfruchtbares Klima. Und wenn es am Schönsten ist, soll man gehen. Das habe ich jetzt auch begriffen. Den konnte ich ja früher gar nicht leiden, den Spruch. Aber er ergibt einen wunderbaren hilfreichen Sinn, wenn man ihn umformuliert: "wenn es gerade definitiv nicht noch besser werden wird, sondern eher schaler, sollte man sich idealerweise zurückziehen und sich über den glücklichen Absprung freuen". Wenn gerade alles noch richtig gut ist. Den richtigen Zeitpunkt erkennen. Lauernde Destruktion und Abbauphasen erkennen und den Stecker ziehen. Die Ruhephase akzeptieren. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ganz friedlich.
g a g a - 14. Oktober 2009, 21:33
Schließlich kann man sich entwickeln und lernen.
Wenn möglich, friedlich.