17. Dezember 2012





Wieder ordnungsgemäß verpackt. Ich vermute, je mehr Parallelen ich in einer Geschichte zu mir finde, auch was das ganze Ambiente oder meine Phantasien angeht, umso mehr packt sie mich. Demzufolge ist mein Interesse an gemütlichen Familiengeschichten aus Drei-Generationen-Haushalten oder abstrusem Phantasy-Gedöns mit Einhörnern, Zwergen und orakelnden Bäumen weder theoretisch noch praktisch vorhanden. Am liebsten würde ich ein Buch über mich und warum mir manche seltsamen Dinge widerfahren sind, aus dritter, wissenderer Hand lesen. Das könnte mich wirklich weiterbringen. Die am häufigsten gestellte Frage an Gott ist mit Sicherheit warum. Was soll dies, was soll das, was soll jenes? Was soll das Alles? Kann man nicht wenigstens noch zu irdischen Lebzeiten ein kleines Antwortfragment erhoffen? Nur für die grobe Richtung. Das macht mich wahnsinniger als alles andere hier unten. Man kann nicht anders, als hinter einer extremen Lebensdynamik, einen Sinn suchen zu wollen. Es wäre doch ökonomischer, sinnlose Impulse, die zu starken dynamischen Bewegungen führen, ins Leere laufen zu lassen, anstatt auf empfindsame Kreaturen zu zielen. Das Ausbalancieren und Abfedern und wieder ins Gleichgewicht bringen, kostet so viel Kraft, die man so viel produktiver nutzen hätte können. Wobei, noch produktiver? hätte ich noch produktiver sein können? Ja, vielleicht. Vielleicht noch heller strahlend, kraftvoller, welthaltiger, weltumfassender. Ach. Jetzt fängt das Gefasel wieder an. So ist das, wenn man übermüdet unbedacht in die Tastatur hackt, anstatt ausgeruhte Sätze zu verfassen. Ich schreibe eigentlich fast immer am späten Abend oder in der Nacht. Das sollte man auch. Man ist seiner eigenen Wahrheit dann näher, nicht nur weil man vielleicht getrunken hat. Vielleicht auch nur berauscht, durch die vielen vorangegangenen Gedanken, der schwerelosen Freiheit der Nacht näher, in der mühelos alles erlaubt ist, im Schlaf. Schon nah dem anarchischen Freigeist, der einen wenig später in Wahnsinn und Glück zu führen vermag. Den Dschungel des nächtlichen Kontrollverlustes rätselhafter Träume. Ich muss schlafen. Ich muss zu meinen Träumen, den Abenteuern.

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