06. September 2013
Dieser Eintrag ist vor allem für mich. Mehr noch als die anderen, die es auch sind. Als - ich glaube am 23. November 2003 - mein ein Meter zwanzig mal ein Meter fünfzig großer Phoenix das Licht der Welt erblickte, wusste ich, dass es mir schwer fallen würde, mich je von ihm zu trennen, weil er so sehr ein Teil von mir ist, weil er mich seit zehn Jahren beschützt, auch aus der Ferne, wo er in meinem Atelier an die Küchentür gelehnt, seinen Platz gefunden hatte. Meinen Phoenix. Mein Herztier. Mein Totem. Heute hat er einen neuen Adlerhorst im Herzen von Berlin gefunden. Und jetzt können ihn außer mir auch andere sehen. Das ist schön. Das hat mich heute ungeheuer froh gemacht. Und immer noch. Wie eine warme Welle. Weil ihn auch andere gern haben. Meinen Phönix. Mein Herztier. Es ist schwer, eine Erfahrung angemessen zu kommunizieren, wie ich sie heute erleben durfte. Viel Respekt war dabei, von allen Seiten, aber am tiefsten hat mich die Reaktion von einer Frau berührt, die sich vielleicht am wenigsten von allen mit akademischem Anspruch mit Malerei befasst hat. Ach, ich will das auch gar nicht zitieren. Das wäre mir jetzt zu folkloristisch. Ich müsste genauso schreiben, wie sie berlinert. Was ich liebe. Und ich weiß ja, was sie gesagt hat. Und trage es im Herzen. Ist nur eine kleine Notiz für mich selber. Mein türkisblauer Phönix wohnt jetzt in seinem neuen Reich. Und beschützt alles in seinem Kreis.


g a g a - 6. September 2013, 21:50
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