25. Juni 2013

East meets West. Cheongsam & Mary Janes. Und explantierte antiquarische Pailletten-Stickerei von einem kleinen Schwarzen, einem Cocktailkleid aus den Sixties, das mir viel zu klein war, aber die Applikation am Kragen so schön, dass ich es dennoch kaufte und das Kunstwerk vorsichtig abtrennte, ausschnitt und auf das dunkelblaue Chinakleid nähte. Ende der Neunziger habe ich es oft getragen und auch die Schuhe. Immer diese Schuhe dazu, das weiß ich noch genau. Gar nicht unbequem. Weder das Kleid noch die Mary Janes. Die Zehen haben mehr Spielraum bei diesen Puppenschuhen als bei anderem zierlichen Damenschuhwerk. Und eine kleine Plateausohle ist unten dran. Das Kleid will ich nie weggeben. Weil es mich auch an eine Zeit erinnert, in der ich sehr verliebt war und mich schön darin fühlte. Wenn die Liebe auch nicht wie in den alten Filmen endete. Sie endete noch vor dem Abspann, der schönen großen Tafel mit den geschwungen weißen Buchstaben auf schwarzem Grund. Genau vor dem Happy End. Nicht danach. Davor. Das ist mir oft passiert. Unfassbar oft. Zu oft.
g a g a - 25. Juni 2013, 22:55
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