04. august 2006

schmutz+schund: »innerhalb der evangelischen kirche bildeten sich anfang der 1960er jahre verstärkt gruppen, um sich im schundkampf zu engagieren.«
na bitte. da hatte man eben noch werte. wie gerne würde ich auf die frage "und was machen sie so in ihrer freizeit?" antworten: "mein steckenpferd ist der schundkampf!". könnte man sicher auch toll leute kennenlernen. stolz und glücklich hätte man beständig ein ziel vor augen. monatliche ortsgruppentreffen, gemütliches beisammensein bei leberwurst und kamillentee. gemeinsame kampfstrategien entwickeln. das leben könnte so schön sein.
g a g a - 4. August 2006, 20:48
freilich bleibt es nicht aus, dass man beispiele von diesem schmutz auch zeigen muß. das schmerzt natürlich, aber der zweck heiligt die mittel. ich werde mich auch gleich daran setzen, selbst noch weitere schautafeln mit deutscher beschriftung anzufertigen. nicht jeder recht- schaffene bürger ist der englischen sprache mächtig und es wäre doch ein jammer, diese mitstreiter nicht mit ins boot zu holen.
selbstverständlich sind auch sie recht herzlich zum gründungstreffen eingeladen und könnten mir ggf. etwas beim wechsel der schautafeln zur hand gehen. auch für das leibliche wohl ist gesorgt: es gibt punsch (selbstverständlich alkoholfrei - hier mein rezept zum ausdrucken) und selbstgebackenes.
ich konnte die hiesige cvjm-gruppe dafür gewinnen, einen beheizten raum mit diaprojektor zur verfügung zu stellen. man sollte auch moderne präsentationstechniken nicht scheuen, um die jugendlichen zu erreichen. da ist so ein diavortrag sicher recht ansprechend. für weitere vorschläge, um den abend etwas aufzupeppen, bin ich jederzeit dankbar.
dem entwürdigenden balkentum-fetischismus werde ich ein besonde- res kapitel zu widmen wissen. ich habe bereits weitere magnetische schautafeln mit abnehmbaren schwarzen balken anfertigen lassen, die diesen dunklen abschnitt beleuchten und erhellen werden. um den jungen menschen erstmalig die vision einer besseren welt zu vermitteln, muß es meines erachtens unbedingt möglich sein, die kehrseite der medaille aufzuzeigen.