24. Dezember 2012

Ja, ok gut - so richtig super ist mein Timing vielleicht nicht unbedingt, wenn es um Festtage geht. Ich bin leider einen Tag zu früh dran, mit meinem Jagger-Shirt. Er hat ja erst morgen, am 26. Juli Geburtstag. Sein Neunundsechzigster! Kinder, wie die Zeit vergeht, nun ist der Juli auch schon bald wieder rum! Aber hier auf Mustique ist sowieso ein Tag wie der andere, insofern hat es mir Mick auch nicht übel genommen, als wir uns vorhin am Strand über den Weg gelaufen sind, und ich ihm vorzeitig gratuliert habe. Ich denke mal, er wird wieder ordentlich reinfeiern, insofern machen die paar Stunden auch keinen großen Unterschied. Er ist ja schon ein bißchen länger hier auf Mustique als ich. Als er das Eiland seinerzeit (durch Jerry) für sich entdeckt hat, war man ja noch ganz unter sich. Wie gerne hätte ich das noch erlebt. Heute muss man ja leider damit leben, dass auch neureiche Pauschaltouristen wie diese Middletons hier für mehrere Tage ihre Unterkunft nehmen. Wo ist man eigentlich noch sicher vor dem Mob, fragt man sich. Aber ich will nicht jammern, so lange der Eisschrank noch funktioniert und immer gut mit meinem Lieblingschampagner gefüllt ist! Es ist ja doch recht heiß hier, ich muss unbedingt etwas trinken. Dann noch etwas ausruhen, eventuell eine Maske im Whirlpool auflegen und dann heißt es auch schon wieder Umziehen für die Party. Was ziehe ich bloß an. Die Leute kennen nun schon alle meine Fähnchen, aber nackt möchte ich auch nicht gehen. Aus dem Alter bin ich raus. Sex, Drugs & Rock'n'Roll, das war gestern. Heute kann ich mir das nicht mehr leisten. Aber auch da stehe ich nicht alleine da. Wir sind hier praktisch eine große, kleine Selbsthilfegruppe auf Mustique. Alle schlagen sich mit demselben Problem herum: wie kommt man an gesunde Drogen, oder womöglich ohne, ekstasemäßig drauf. Geld spielt keine Rolle. Bei Mick gibt es immer jede Menge frisch gespresster Säfte aus tropischen Früchten, direkt von seinem Anwesen. Frische Meeresfrüchte kommen natürlich auch immer auf den Tisch. Mick legt viel Wert auf frische Zutaten und kocht auch selber gerne. Er hat ja sonst nicht mehr viel zu tun. Das Geld arbeitet praktisch seit vierzig, fünfzig Jahren von selber. Er hat schon immer ein Händchen fürs Betriebswirtschaftliche gehabt. Ganz im Gegensatz zu Keith. Oh, schon spät, ich muss mich langsam fertig machen.
g a g a - 24. Dezember 2012, 21:37
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