07. juni 2006


ach kadewe


mehr kaufen. ich muss mehr kaufen. vielleicht kann man das üben. trainieren wie einen erschlafften muskel. immerhin habe ich heute etwas gekauft, zu einem sehr ordentlichen preis. garantiert kein sonderangebot. wird schon werden. ging doch früher auch. dabei habe ich große freude, sachen anzusehen. ganz wie im museum. gucken, staunen. schön, wie alles glitzert und funkelt. aber ich will das ganze zeug nicht haben. nicht noch mehr gelumpe. wer soll das alles entsorgen. gut: kolonialwaren, die braucht man immer. aber sonst? musik und bücher bringt der postmann. den rest kann man sowieso nicht kaufen. noch nicht mal erarbeiten. haha. nie. niemand. continental drift.
diagonale - Mi, 7. Jun, 13:38

Spielt die Frau mit den 2 Strumpfhosen da Gummitwist?

g a g a - Mi, 7. Jun, 14:14

oho. das würde ich ja gerne mal sehen: mit den hacken. wobei ich glaube, die feldbusch könnte das hinkriegen.
BlueScreen - Mi, 7. Jun, 21:13

Da sind ja nicht nur die Finger gespreizt...
Wo bleibt nur der Herr Kid? :)

g a g a - Mi, 7. Jun, 21:43

gemach gemach. der kollege hat gewiss alle hände voll auf seiner baustelle zu tun. vermutlich überstunden. köfferchen auffüllen. möglicherweise vorübergehende lieferschwierigkeiten bei den asiati- schen geschäftspartnerinnen in fernost. die ringelbranche boomt ja gerade wie verrückt, bei diesen modebewussten jungen leuten. ich setze da doch eher auf bewährtes, wie sie sehen. der gute alte seidenstrumpf mit solider fersennaht. deutsche markenqualität. diese dinge haben bestand und werden noch in zwanzig jahren nachgefragt.
kid37 - Do, 8. Jun, 02:49

Wegen der weißen Schuhe mußte ich an dieser Stelle leider passen. Und in der Tat, Frau Gaga hat's geahnt, habe ich heute abend schwer tapeziert. Da will man ja nicht mit Renovierhänden an teure Strümpfe langen.

(Ich kaufe übrigens auch gerne - und würde es noch häufiger tun, gebe es für meinen Geldbeutel bloß genügend hübsche Sachen. Schuhe oder Jacken, z.B.)
g a g a - Do, 8. Jun, 10:53

weiße pömps gehen selbstverständlich gar nicht, ebensowenig wie das geblümte strumpfkleid. aber wenn man in unserer branche dauerhaft erfolg haben will, muss man auch ab und an zugeständ- nisse an an den etwas breiteren publikumsgeschmack machen, neue zielgruppen erschließen. wem sage ich das. die neue tapete in ihrem laden war bestimmt auch nicht billig, aber solche dinge machen sich eben bezahlt. der kunde fühlt sich gleich wohl und ist viel eher geneigt, die strümpfe gleich im dreierpack zu kaufen.
L-9 - Mi, 7. Jun, 23:16

Ich kaufe sehr ungern. Umso beunruhigender, dass ich im Einkauf arbeite. Ich besitze auch sehr ungern. Macht unfrei.

g a g a - Mi, 7. Jun, 23:39

auch ein schönes thema: wie man doch immer wieder zuverlässig in zusammenhänge stolpert, deren selbstzweck man zuweilen geradezu massiv desinteressiert gegenübersteht. irgendwie zieht man wohl gerade das an, was man demonstrativ wegschiebt. als kreislauf gesehen: (im sinne von einer 'runden sache') könnte ich mir vorstellen, dass man durch die schubkraft, die eigentlich nach vorne weg- hinfort! hinfort!-schieben soll, sich selber das ganze zeug in den rücken knallt. muss ja irgendwohin, der heftige schub. und so lange man sich im kreislauf befindet... rummst es von hinten. die lösung ist dann wohl eher freundlich entspannte ignoranz. aggressionslose leidenschafts- losigkeit. die energie behutsam von einer schiene auf eine andere heben.

in jüngeren jahren habe ich diverse kaufrauschphasen gehabt, die allerdings nie etwas mit dem vielzitierten frustkauf zu tun hatten, sondern dem wunsch, dinge in greifbarer nähe zu haben, die ich gerne benutzen wollte. phasen von kleider- und schuhkaufrausch, weil ich spaß daran hatte, der welt mit allerlei kokettem zubehör den kopf zu verdrehen. das ist nicht völlig abgestorben - aber der schrank ist seither voll. da hängen glitzernde fummel, die ich meinen lebtag noch nicht angehabt habe. oder vor einigen jahren dieser koch- und küchenzubehör-virus, der ganz edelstahlkram, der überall so an der wand baumelt. allerdings eine gute investition, weil es immer vom feinsten sein sollte und daher sowohl ansehnlich als auch wohl lebenslänglich haltbar ist und wichtig: benutzt wird, kein dekoscheiß. nun ist aber das ganze zeug da und ich brauche sachen nicht doppelt und dreifach. altersbedingte sättigungssstufe eben. macht ja auch schön frei im kopf: nicht dauernd erbsen zählen, weil hinten und vorne das geld nicht langt und hunderttausend kleine und große wünsche offen sind. gefällt mir auf jeden fall besser. irgendwann kommt dann wohl die stufe, wo man sogar die eigene materie gelangweilt hinter sich lässt... kommt mir irgendwie so vor, als ob sich hinter dem alt und schrumpelig werden ein ganz schön schlauer plan versteckt. soll lust auf die letzte reise machen. mit schön wenig gepäck ;-)

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