09. Oktober 2012


Nach dem langen Winter stehen wieder die Tische und Stühle draußen. Von der Marienstraße bin ich in die Albrechtstraße gebogen. Am Ende liegt der Schiffbauerdamm. Und die Treppe nach oben zur S-Bahn-Friedrichstraße. Gegenüber vom Vaporetto. Nur eine Haltestelle werde ich fahren. Könnte man auch noch laufen, aber nein, für heute ist es genug. Schön, wie weit die Türen überall aufstehen. Und das bunte Obst an dem hohen Tisch vom Machivaelli, als wäre der Frühling oder gar der Frühsommer schon näher, als nur vor der Tür. Gastronomen sind so fleißige Leute. Ich bin sehr von diesem Berufsstand beeindruckt. Ach was, maßlos beeindruckt. Rund um die Uhr wird gearbeitet, erst spät in der Nacht ins Bett, ein kurzer Schlaf, ein dreifacher Espresso, ein Butterhörnchen, eine kleine Zigarette und wieder Einkaufen zum Wohl des Gastes, in die nächste Runde. Die Gastronomie ist das Herz einer Stadt. Ganz unverzichtbar. Heute bin ich wieder gut für goldene Binsenweisheiten. Ich mag die Albrechtstraße unheimlich gerne. Und den Schiffbauerdamm. Ich sollte Heimatlieder schreiben. Aber das können andere besser. Ich fotografiere Heimatlieder - das muss es auch geben. Irgendein Talent hat jeder.

g a g a - 9. Oktober 2012, 00:05
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