14. Oktober 2024

Zu später Stunde heimgekommen. Zwischen dem Konzert im Speakeazy und diesen beiden Aufnahmen lag noch ein Intermezzo in der ältesten Kneipe am Chamissoplatz, dem "Heidelberger Krug". Dort ließ ich meine Kamera eingepackt. Wir fanden zu fünft einen runden Tisch im hinteren Bereich. Dass wir so weit von Schöneberg entfernt ein Lokal aufsuchten, war dem Hinweis zuzuschreiben, dass man sich anschließend dort träfe, weil man das immer so halte. Eine nette Raucherkneipe, die zu später Stunde sogar noch zwei Buletten und ein paar Wiener Würstchen im Angebot hatte. Die Musikertruppe ließ auf sich warten. Wir hatten schon alles verzehrt, dann kamen sie und setzten sich an einen weit von unserem entfernten Tisch. Ich hätte spontan die uns nächsten beiden freien Tische zu unserem geschoben, damit das alles einen Sinn und irgendein Gemeinschaftsgefühl ergibt, aber habe es bei dem dreimal vorgebrachten Vorschlag, der nicht erhört wurde, belassen. Wenn ich nicht so eingeklemmt an der Wand zwischen Saskia und Fabian gewesen wäre, hätte ich einfach kurzerhand die Tische gerückt, eine Sache von dreißig Sekunden. Manche sind halt nicht so zupackend. Ich wollte auch nicht chefmäßig übergriffig werden, aber gelungen fand ich das nicht, dass sich das Wiedersehen von ca. zwölf, gut miteinander bekannten Personen so räumlich auseinanderdividiert. Wir hatten dennoch unser Vergnügen, aber es hatte sehr wenig mit einem gemeinsamen Umtrunk in großer Runde zu tun. Erst als es gegen ca. zwei an den Aufbruch ging, zumindest an unserem Tisch, ergab sich beim zwangsläufigen Vorbeigehen an dem anderen Tisch auf der anderen Seite des Raumes beim "nur eben mal Tschüs sagen" noch der eine oder andere kurze Palaver. Aber so eine Minute Geplänkel zwischen Tür und Angel ist auch nicht so das Wahre, hatte ich keine Lust darauf, bettschwer wie ich dann schon war. War aber dennoch insgesamt ein gelungener Abend. Saskia hat an unserem Fünfer-Tisch mit Jenny und Fabian und Gerhard so lustig erzählt, dafür hätte sie Eintritt verlangen können. Danny Dziuk und André Herzberg hatten sich auch noch zwei Stühle zu unserem Tisch gezogen, und führten ihr im Speakeazy begonnenes, sehr intensives Gespräch fort. Ich dachte bei den beiden immer wieder an Waldorf und Statler aus der Muppet Show. Was eindeutig als Kompliment zu verstehen ist. Dies war also meine - wie immer - höchst subjektive Berichterstattung zum Abend, in skandinavischer Offenheit, wie mir unlängst attestiert wurde. Fand ich amüsant. Ich denke, dass ich mit einer sich anbahnenden Migräne-Attacke kämpfte, hat niemand gemerkt, hab mich gut zusammengerissen und Saskia zuliebe sogar eine geraucht, obwohl ich gar keinen Appetit auf eine Zigarette hatte. Ich staune selbst, wie munter ich auf den Bildern gucke. Es gab ja doch viele schöne Begegnungen.

g a g a - 14. Oktober 2024, 13:29
Keine Spur von Müdigkeit! 🤩😍
Gaga Nielsen
Das war wahrscheinlich so das letzte Aufbäumen, wie man es ja auch Sterbenden nachsagt… ich war im Lift nach oben, in meine Butze und wusste: nur noch Sekunden und ich darf tot umfallen. 😃