22. September 2024

Letzte Tage auf Spetsai. Ich mache immer noch neue Bekanntschaften. Das geht so: ich spaziere alleine herum und werde neugierig, immer sehr freundlich und höflich und auch etwas ungläubig gefragt, ob ich ganz alleine unterwegs bin. Dann scheint sich so eine Art Reflex einzustellen, den Reiseleiter für mich spielen zu wollen. Ich bekomme Hinweise und Vorschläge, was ich mir noch angucken könnte und manchmal wird auch ein Lied oder zwei auf der Gitarre vorgespielt oder ein "Lift" mit einer Vespa zu einer schönen Ecke angeboten. Bedrängt wurde ich nie. Aber ein bißchen geflirtet wurde schon, was mir auch gefiel. Diese spezielle griechische Variante mit sehr viel höflicher Zurückhhaltung, die einem deutlich die Entscheidung überlässt, in welche Richtung es geht. Meistens blieb es von meiner Seite aus bei launiger Konversation und so passierte auch nichts weiter, aber es lag was in der Luft, das war sehr angenehm. Wie ein bißchen beschwipst.

Der Troubadour hier mit der Gitarre hieß Jorgos und war der Inhaber eines kleinen Cafés irgendwo in der Nähe vom Strand Vrellos. Daß er so hieß, weiß ich, weil ich im Album neben die Fotos kritzelte "der andere Jorgos". Demzufolge gab es noch einen weiteren Jorgos. Eventuell war das der Skipper, mit dem auch nichts lief, der mich aber dauerhaft schüchtern umgarnte und mir jede Menge Seemannsgarn zuteil werden ließ. Er hatte berufsbedingt diese Jet Set-Connection zu den Niarchos-Söhnen und war mal Skipper bei Caroline v. M. und hatte viel zu erzählen.

g a g a - 22. September 2024, 10:35
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