27. August 2024



Vorhin in meiner Werkstatt gewesen. Gießen (wieder ist der Bambus vertrocknet, wieder ist ein gar nicht mehr so kleines Küken in der beliebten Ecke vom Balkongebüsch). Drei Wochen hatte ich so viel anderes zu tun und im Kopf, nicht da gewesen. Immer noch ist der Schaumstoffblock nicht bezogen. Aber das untere Teil hab ich fertig. Beim oberen habe ich einfach nicht mehr gewusst, wie die Anordnung der drei Teile für den Bezug sein muss. Dann entschieden, nicht weiter herumzupuzzeln. Daheim habe ich Fotos, da sehe ich wie es war, sein muss. So wie es da zuletzt lag, nicht.

Aber das sind ja alles keine großen Probleme. Bin dann runter, vor der Haustür, auf dem Gehweg, lag ein Buch. Wie hingepfeffert, nicht sorgsam zum Verschenken hingelegt. Im Dreck. Ich hob es neugierig auf, überlegte noch, ob das runtergefallen sein könnte. Als ich den Titel sah, steckte ich es ein. Meine Phantasie schlug Purzelbäume. "Der dressierte Mann" von Esther Vilar. Viel davon gehört, nie gelesen. Eine Hardcover-Ausgabe in rotem Leinen mit schönem Schutzumschlag, graphisch exzellent. Eingerissen, gammelig. Wurde das Buch aus Wut vom Balkon geschmissen? Ging eine hitzige Debatte voraus? War Esther Vilar nicht in den Siebzigern und Achtzigern ständig in Talkrunden mit ihrer Antipodin Alice Schwarzer? Ich muss mal meine Erinnerung auffrischen. Daheim das Buch und den Schutzumschlag gründlich gereinigt und die eingerissenen Kanten vom Umschlag repariert. Morgen Foto.
g a g a - 27. August 2024, 23:35
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