14. Juli 2024





Ungelenkes Lächeln für den Fotoapparat, vorhin. Nicht ganz leicht. Die Anstrengung der letzten Woche(n) steht mir im Gesicht. Wie kleine Bleigewichte an den Muskeln, die sich sonst wie von selbst für ein Lächeln, heben, mühelos. Aber kommt schon wieder. Wenn die Bürokratie ad acta liegt. Es fehlt mir mitunter, mich spontan austauschen zu können, wenn mir etwas in den Sinn kommt. Ich meine nicht über emotionale Dinge, das mache ich mit mir alleine aus. Oder schreibe davon hier. Eher meine ich damit, so ein bißchen aufgefangen werden, von jemandem, der auch damit zu tun hat. Da wäre ein Ehemann gar nicht schlecht. Oder ein Bruder. Leider beides nicht im Sortiment. Da kann auch gerade keine Freundin helfen, weil nicht unmittelbar verstrickt. Ich will jetzt aber nicht rumjammern, sondern nur ein bißchen innere Bewegungen erhellen. Ich weine wenig, aber jeden Tag erwischt es mich einen Moment. Bei einem Lied oder dem inneren Bild einer Erinnerung.



Ich laufe nicht mit verquollenen Augen herum, wie es ganz bestimmt nach dem Tod meines Bruders vor siebenunddreißig Jahren war. Wochenlang. Ach - ewig. Musste vorhin an Marie Theres Relin denken. Ihre Mutter, Maria Schell. Weil es da Parallelen gibt. Aber nicht, was die glorreichen Zeiten angeht. Ich fühle mich sehr der Diskretion verpflichtet, was meine Mama angeht. Sie hätte nicht gewollt, dass Details ihres Zustands öffentlich kund getan werden. Würde ich für mich auch nicht wollen. Gar nicht. Auf einer Sterbeurkunde steht auch die Uhrzeit, wann der Tod festgestellt wurde. Ich weiß nicht, ob es die Uhrzeit ist, zu der jemand einen verstorbenen Menschen antrifft, also zum Beispiel eine Pflegekraft. Oder ob es eine geschätzte, wahrscheinliche Uhrzeit vom Arzt ist, der den Totenschein ausstellt, anhand des Zustands des verstorbenen Menschen, Körpertemperatur. usw. Obwohl es auch nicht auf die Minute ankommt. In der Sterbeurkunde meiner Mutter steht 7. Juli 2024, 17:35 Uhr. Am letzten Sonntag. Heute vor einer Woche. Eine Pflegekraft hat es bemerkt. Die andere hochbetagte Dame, die mit ihr im Zimmer lebte, wohl nicht. Die hat geschlafen. Also hat sie vielleicht auch geschlafen und war ganz ruhig. Wünschte ich mir.

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