13. Juli 2024
Juli 1967, vor siebenundfünfzig Jahren. Mein großer Bruder drei, Tante 36, Mama 24, ich eindreiviertel und halte mich an Mamas Beinen fest. Ich habe nie "Mutti" zu meiner Mama gesagt. Mein Bruder auch nicht, das Wort war uns fremd. Mama. Das Planschbecken war in ganz hellem Orange und innen am Boden indigoblau und der schwarze Reifen war von einem Autoreifen.

Im Juli 1967 war "Puppet on a String" von Sandie Shaw auf Platz 1 in der Hitparade. Mein Lieblingslied 1967, das weiß ich noch genau. Ich habe rumgewackelt, wenn es im Radio gekommen ist. Weitere Hits 1967 waren „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum und "San Francisco" von Scott McKenzie. Und "Massachusetts" von den Bee Gees. Hat mir auch alles prima gefallen. Und Esther & Abi Ofarim waren gleich mit zwei Alben auf Platz Eins der LP-Charts! Das waren die Lieblings-Stars meiner Mama. Wenn die beiden im Fernsehen kamen, haben ihre Augen geleuchtet, sie hat geseufzt.
Ich hatte als Kleinkind immer kurz geschnittene Haare, weil es wohl praktisch war und mein Vater es lustig fand, dass ich damit aussehe wie ein "Lausbub". Haareschneiden hat mir nicht gefallen. Dann trat Mireille Mathieu im Fernsehen auf und sang "Martin" usw. Mireille Mathieu fanden meine Eltern auch gut. Ich bekam dann ungefähr ab vier die Mireille Mathieu-Frisur, die ich auch ganz o.k. fand, weil mir "Martin" und "Es geht mir gut, Chéri" und "An einem Sonntag in Avignon" und "Hinter den Kulissen von Paris" gut gefallen hat. Weil ich nicht zum Haareschneiden wollte, haben mein Vater und die Friseurin immer zu mir gesagt, dass ich danach aussehe wie Mireille Mathieu. Hat aber nicht gestimmt.
In den Siebzigern wurden meine Haare dann kinnlang und dann schulterlang und dann noch länger. Ich durfte selbst bestimmen, welche Frisur ich habe. Lang! Wie Katja Ebstein und Dahlia Lavi! Ich wollte Mama auch zu langen Haaren überreden, aber sie hat nicht gewollt. Sie hat immer geglaubt, mein Vater fände kurze Haare an ihr besser. Ich habe aber mitbekommen, dass er auch Frauen mit Langhaarfrisuren im Fernseher zugelächelt hat, deswegen habe ich es nicht verstanden. Viel später, sie war schon über Siebzig, hat sie die Haare dann ein klein wenig länger getragen, auch nicht lang, aber keine Kurzhaarfrisur. Das gefiel mir an ihr besser, ich hab es ihr gesagt und sie meinte, eigentlich hätte sie etwas längere Haare auch immer schon schöner gefunden.

Im Juli 1967 war "Puppet on a String" von Sandie Shaw auf Platz 1 in der Hitparade. Mein Lieblingslied 1967, das weiß ich noch genau. Ich habe rumgewackelt, wenn es im Radio gekommen ist. Weitere Hits 1967 waren „A Whiter Shade of Pale“ von Procol Harum und "San Francisco" von Scott McKenzie. Und "Massachusetts" von den Bee Gees. Hat mir auch alles prima gefallen. Und Esther & Abi Ofarim waren gleich mit zwei Alben auf Platz Eins der LP-Charts! Das waren die Lieblings-Stars meiner Mama. Wenn die beiden im Fernsehen kamen, haben ihre Augen geleuchtet, sie hat geseufzt.
Ich hatte als Kleinkind immer kurz geschnittene Haare, weil es wohl praktisch war und mein Vater es lustig fand, dass ich damit aussehe wie ein "Lausbub". Haareschneiden hat mir nicht gefallen. Dann trat Mireille Mathieu im Fernsehen auf und sang "Martin" usw. Mireille Mathieu fanden meine Eltern auch gut. Ich bekam dann ungefähr ab vier die Mireille Mathieu-Frisur, die ich auch ganz o.k. fand, weil mir "Martin" und "Es geht mir gut, Chéri" und "An einem Sonntag in Avignon" und "Hinter den Kulissen von Paris" gut gefallen hat. Weil ich nicht zum Haareschneiden wollte, haben mein Vater und die Friseurin immer zu mir gesagt, dass ich danach aussehe wie Mireille Mathieu. Hat aber nicht gestimmt.
In den Siebzigern wurden meine Haare dann kinnlang und dann schulterlang und dann noch länger. Ich durfte selbst bestimmen, welche Frisur ich habe. Lang! Wie Katja Ebstein und Dahlia Lavi! Ich wollte Mama auch zu langen Haaren überreden, aber sie hat nicht gewollt. Sie hat immer geglaubt, mein Vater fände kurze Haare an ihr besser. Ich habe aber mitbekommen, dass er auch Frauen mit Langhaarfrisuren im Fernseher zugelächelt hat, deswegen habe ich es nicht verstanden. Viel später, sie war schon über Siebzig, hat sie die Haare dann ein klein wenig länger getragen, auch nicht lang, aber keine Kurzhaarfrisur. Das gefiel mir an ihr besser, ich hab es ihr gesagt und sie meinte, eigentlich hätte sie etwas längere Haare auch immer schon schöner gefunden.
g a g a - 13. Juli 2024, 18:31