13. Januar 2024



Kommentar von gestern Nacht von mir in einem Freundinnen-Gruppenchat in Facebook zum gestern gesehenen Priscilla-Film:

"Wenn ihr den Film noch schauen wollt, in den nächsten Wochen, geht NICHT in die 19:30 Uhr-Vorstellung in den Hackeschen Höfen. Ich habe die Ankündigung falsch interpretiert, dachte es wäre die dt. synchronisierte Fassung. Es war aber die original Fassung ohne dt. Untertitel. Ich dachte bis heute Abend, ich könnte ohne Probleme englischsprachige Filme verstehen. Verstanden habe ich nur, was Priscilla und der Elvis-Clan gesprochen haben, was Elvis von sich gegeben hat, konnte ich nur erraten. Ich war aber beruhigt, dass es Lydia genauso ging. Ein unfassbares Genuschel in einem Slang aus Memphis Tennessee. Die Story ist etwas beklemmend, weil eben die nicht so durchweg erhebende Erfahrung der jugendlichen Priscilla gezeigt wird, die in dieses hermetische Universum von Graceland driftet. Elvis-Musik gabs so gut wie gar nicht. Die Ausstattung ist aber klasse. Der Film basiert auf einem autobiographischen Buch von Priscilla, das sie vor ca. zwanzig Jahren schrieb und sie hat auch als Produzentin mitgewirkt. Der Film spielt abgestehen von den ersten Szenen in Deutschland (Kennenlernen) so gut wie nur in den Räumlichkeiten der Gracelandvilla... (...) übrigens nicht in Graceland gedreht, alles akribisch nachgebaut in Toronto. Das wahre Schlafzimmer werden wir also nie zu Gesicht bekommen."


Meine Anmerkung zum Schlafzimmer bezieht sich darauf, dass es im Film viele Szenen gibt, die im Schlafzimmer von Elvis und Priscilla spielen (keine Sex-Szenen), da er dort viel Zeit verbrachte, auf dem Bett herumgelegen ist und gelesen hat. Das Schlafzimmer ist deswegen sagenumwoben, ja ein Mysterium, weil Elvis dort starb und es nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Alle Führungen durch Graceland sparen die obere Etage aus, wo sich das Schlafzimmer befindet. Allerdings hatte die Regisseurin Sofia Coppola in Vorbereitung des Films freien Zugang in alle Räumlichkeiten, und es ist davon auszugehen, dass die Ausstattung der Räume im Film, also auch des Allerheiligsten, der Originalausstattung sehr nah kommt. Im Internet gibt es sehr wenige unscharfe Fotos des (angeblich) echten Schlafzimmers. Nach dem Film zufällig entdeckt: gestern war der erste Todestag von Lisa Marie Presley, der einzigen Tochter von Priscilla und Elvis.
kid37 - Sa, 13. Jan, 17:35

Muss Lehrer-Lämpel-mäßig einwenden, dass Elvis tot im Badezimmer (manche sagen, auf der Toilette) gefunden wurde. Bei dem Film bin ich im Zwiespalt, weil ich sehr großer Fan vom Schaffen Sofia Coppolas bin, nicht aber von Elvis. Andererseits geht es ja um Priscilla, wie der Titel schon sagt.

g a g a - Sa, 13. Jan, 20:09

Ich kann den Film nicht von Herzen empfehlen. Wer Elvis nicht liebt, hält ihn danach für vornehmlich gestört und bekloppt. Es wird nichts von seinem musikalischen Genie vermittelt. Ja, ja, es geht um Priscilla. Die Besetzung der Hauptrolle finde ich auch nicht sehr gelungen, die Darstellerin hat nicht den Charme von Priscilla und wirkt durchgängig wie ein verkleidetes Kind. Priscilla dagegen hatte schon als sehr junge Frau die Ausstrahlung von weiblicher Reife. Bin übrigens auch kein Fan von Sofia Coppolas Schaffen ;-) Die Gute und ich sind einfach nicht auf einer Wellenlänge. Das Badezimmer, wo er zusammenbrach, war 'en suite', Teil des Schlafzimmers, soweit ich es erinnere. Ist ja auch nicht so wichtig. Bei Bachmann wird auch immer kolportiert, sie sei im Bett angebrannt, dabei saß sie auf der Toilette im Badezimmer. Witzig finde ich aber: kein Elvis-Fan sein und haargenau wissen, wo er verstorben ist. Das zeigt, wer in der Welt WIRKLICH Rang hatte. :-)
kid37 - Sa, 13. Jan, 20:44

Klatsch & Tratsch fange ich natürlich mit meinem übergroßem Gehör auf ;-) (Bis auf "The Bling Ring", den ich für komplett missglückt halte, und "The Virgin Suicides", der ganz hübsch, aber einfach zu konventionell erzählt ist, finde ich diese post-narrativen Einsamkeitsstudien der Coppola sehr gut. Ich weiß aber, dass sie nicht jedermanns/~fraus Sache ist.)
g a g a - Sa, 13. Jan, 20:47

Ich habe mal - als der Film den großen Hype hatte - versucht "Lost in Translation" zu schauen. Ich habe es nicht durchgehalten. Mich hat daran überhaupt nichts fasziniert oder gefesselt, weder die Geschichte, noch das Setting, noch der Cast. Rein gar nichts.
NeonWilderness - So, 14. Jan, 01:30

Naja, Bill Murray ist schon mal eine Instanz und ich liebe seine Mimik endlos, daher habe ich mir Lost in Translation auch angesehen aber hatte exakt deine Empfindungen. Nach 30 min abgeschaltet und nie wieder versucht. Zu groß die Enttäuschung. Ich versuche es auch auf die Regisseurin abzuwälzen. ;)
g a g a - So, 14. Jan, 15:46

Ein favorisierter Darsteller kann leider nicht jeden Film tragen. Das mit den Schauspielern ist wie mit Menschen im richtigen Leben, finde ich: man hat sofort eine Affinität oder bleibt lauwarm oder desinteressiert. Das hat gar nicht so viel mit dem Können als Darsteller/in zu tun.

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