08. November 2023


Da war ich ganz gut drauf. Mental und überhaupt. Dass ich das betone, rührt daher, dass ich nach dem Abend einige Tage erholungsbedürftig war, obwohl der Exzess überschaubar war. Ich bin voll der Bewunderung, wenn Menschen in der Lage sind, mehrere Abende hintereinander auszugehen. Mir ist das auch mental zu viel. Schwierig ist nicht einmal, alkoholische Getränke ohne einen Abend Pause einzunehmen, das mache ich daheim häufig, ja regelmäßig, aber da kontrolliere ich die Qualität. Das ist mein Problem. Wenn es überall eine nahezu identische Flaschengärung erster Quälität gäbe, könnte ich Katersymptome umgehen, weil ich mengenmäßig eher selten über die verträgliche Grenze gehe. Aber mental brauche ich Pausen. Das war auch schon früher so, als ich zwanzig war. Da ging ich etwa im Rhythmus alle drei Tage aus, das war schon viel und intensiv. Wenn ich mitunter von gleichaltrigen Zeitgenossen höre "früher konnte ich auch mehr vertragen und mal eine Nacht durchmachen", halte ich das für Unsinn. Es gibt eine kultivierte Verdrängung der Unbill und Begleiterscheinungen jugendlicher Ausgeh-Exzesse. Es gab dieselben Kopfschmerzen und denselben Kater und dieselbe Erschöpfung und Zwangspause. Es sei denn, jemand hatte entsprechende Drogen parat, die für neue Ausgeh-Motivation sorgten. Ich habe schon immer ein Durcheinander in der Hinsicht vermieden. So will ich es weiter halten. Bin nun wieder ok.

g a g a - 8. November 2023, 12:05
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