16. April 2023
Bevor ich mich wieder meinen eigenen Reliquien und Memorabilia zur Weiterverarbeitung zuwende, eine charmante Idee, die ich gerade in der neuesten Folge von Architectural Digest "Open Door" sah. AD ist zu Besuch in einer alten Hollywood-Villa im spanischen Kolonialstil aus den Zwanziger Jahren, die von einem jüngeren Schauspielerpaar und zwei Kleinkindern bewohnt wird. An der Wand zur Treppe zum Obergeschoss ist eine Erinnerungswand mit gerahmten Fotos. Außerdem gibt es einen breiten, schmalen Holzrahmen mit bekritzelten Zetteln mit einem Restaurantlogo. Der Hausherr erklärt (ab Minute 7:00), dass es sich um eine schriftliche Konversation zwischen seiner Frau und ihm in einem Lokal in Paris handelt. Sie hatten sich sehr gestritten und verständigten sich nur noch über diese Zettel. Er hatte sie bewahrt und ließ sie rahmen und schenkte sie ihr. Sehr charmant. Next Level, aus Scheiße Gold gemacht. Den Tiefpunkt nicht unter den Teppich gekehrt, sondern angenommen und vergoldet. Wie diese vergoldeten Risse in geklebtem japanischem Porzellan, Kintsugi.
g a g a - 16. April 2023, 13:30